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Königlich-schwedischer Nordsternorden für Claus von Carnap-Bornheim

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Königlich-schwedischer Nordsternorden für Claus von Carnap-Bornheim

Der schwedische Gesandte überreicht den Orden an Carnap-Bornheim (Foto: Wendt).

Am 22. November 2016 verlieh der Gesandte der schwedischen Botschaft in Berlin im Namen des schwedischen Königs Carl XVI. Gustav den Königlichen Nordstern-Orden (Kungliga Nordstjärneorden) an Professor Claus von Carnap-Bornheim.

Diese hohe Ehre wurde dem Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf und des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie zuteil, weil er sich seit Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere für die gute Zusammenarbeit in der archäologischen Forschung zwischen Skandinavien, insbesondere Schweden, und Deutschland eingesetzt hat. Zahlreiche international erfolgreiche Forschungsprojekte in Kooperation mit den skandinavischen Kollegen rief er mit ins Leben oder trieb sie mit Fördermitteln und Ideenreichtum voran. Dies erweiterte die Kenntnisse über die schwedische Vergangenheit in großem Maße. Aktuell sind hier die Forschungsprojekte zum Hafen der schwedischen Wikingersiedlung Birka, auch in Kooperation mit Haithabu, und die Bearbeitung der schwedischen Goldhalskragen aus der Völkerwanderungszeit zu nennen, die von Wissenschaftlern am ZBSA durchgeführt werden (Dr. Sven Kalmring, Dr. habil. Alexandra Pesch).

In seiner Laudatio anlässlich der Übergabe des Ordens nannte der emeritierte Forschungsdirektor des Statens Historiska Museet in Stockholm, Jan Peder Lamm, weitere Gründe für die Ernennung: Nicht zuletzt machte Carnap-Bornheim sich auch um die dänische Archäologie verdient, insbesondere mit seinen eigenen Forschungen zu kaiserzeitlichen Kriegsbeuteopferplätzen sowie der Zusammenarbeit mit dem Dänischen Nationalmuseum, etwa im Nydam-Projekt, oder dem Museum Moesgård bei Aarhus im Illerup-Projekt. Darüber hinaus sind die rege Forschungstätigkeit des ZBSA im ehemaligen Ostpreußen und die gute Zusammenarbeit mit den baltischen und russischen Kollegen zu erwähnen, die sich letztlich auch wieder auf die schwedische Forschung auswirkt.

Am 23. Februar 1748 stiftete König Fredrik I. von Schweden (1676–1751, seit 1720 König von Schweden, seit 1730 Landgraf von Hessen-Kassel) den Orden zunächst für verdienstvolle Landsleute. Seit 1975 wird der Nordstern-Orden nur noch an Persönlichkeiten von nicht-schwedischer Herkunft verliehen, die sich besonders für schwedische Interessen und internationale Kooperationen eingesetzt haben. Carnap-Bornheim darf sich von nun an „Ritter des Nordstern-Ordens“ nennen.

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