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Harm Paulsen erhält den Deutschen Archäologiepreis

Harm Paulsen erhält den Deutschen Archäologiepreis

Harm Paulsen

Beim Deutschen Archäologiekongress in Bremen erhält Harm Paulsen am kommenden Montag den "Deutschen Archäologiepreis". Die deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) würdigt damit die lebensnahe praktische Vermittlung steinzeitlicher Techniken und Kulturen, für die sich der Experimentalarchäologe über Jahrzehnte hinweg im Archäologischen Landesmuseum in Schleswig und an vielen anderen Orten engagiert hat. "Dadurch wurden diese Epochen der Menschheitsgeschichte für eine breite Öffentlichkeit erfahrbar, wie auch zahlreiche Auftritte Harm Paulsens in Fernsehsendungen belegen", so die Laudatio der DGUF. Harm Paulsen habe außerdem mit seinen Experimenten in bedeutendem Umfang zum Erkenntnisprozess und zum Fortschritt der Forschung beigetragen. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

Seit 1999 ehrt die DGUF mit dem Deutschen Archäologiepreis Personen oder Gruppen, deren Arbeit deutschlandweit eine "Leuchtturmfunktion" für die Archäologie hat.

Der 1944 in Lübeck geborene Harm Paulsen war ab 1979 zunächst am Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein tätig und anschließend bis zu seinem Ruhestand 2009 im Archäologischen Landesmuseum.
Er überließ dem Museum und dem ZBSA seine Rohmaterialsammlung (Lithotek) als Dauerleihgabe, die nun für Lehrveranstaltungen genutzt wird, und steht den Wissenschaftlern von ZBSA und Museum noch häufig ehrenamtlich als Experimentalarchäologe zur Verfügung, um die theoretischen Fragestellungen von Steinzeit-Archäologen in der Praxis zu hinterfragen und aufzuklären.

Harm Paulsen bei der Flintbearbeitung

 

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