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Internationaler „Hunting Workshop“ erfolgreich beendet

Zwanzig Wissenschaftler aus sechs Nationen kamen vom 15.-17. Juni 2011 zu einem Disziplin übergreifenden Arbeitstreffen unter dem Titel „Hunting in Northern Europe AD 500 to 1500 – Old Traditions, Regional Developments and Foreign Influences” am ZBSA zusammen. Archäologen und Zoologen, Kunsthistoriker, Linguisten, Ortsnamenkundler und Historiker stellten sich bei Vorträgen und intensiven Diskussionen den Fragen und Anmerkungen benachbarter Forschungsdisziplinen.

Eröffnung des Jagdworkshops durch Prof. C. von Carnap-Bornheim

Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung aktueller Erkenntnisse zur gesellschaftlichen Bedeutung von Jagd. Ihrer fundamentalen Bedeutung zur Sicherung des Lebensunterhaltes im Mesolithikum wurden verschiedene Varianten der Jagdausübung in der Vor- und Frühgeschichte gegenübergestellt. Sie reichen von Jagd als Zeichen der Herrschaftseignung – nordische und kontinentale Schrift- und Bildquellen vermitteln einen direkten Zusammenhang zwischen einem „guten Jäger“ und einem „guten König“– bis zur staatlich organisierten Massenjagd, wie sie für den provinzialrömischen Raum und das Frühmittelalter Norwegens rekonstruiert werden kann. Bei Methode, Zweck und Motivation der Jagd ließen sich Wege indigenens, tradiertens Wissens, Weiterentwicklungen und Übernahmen von Gebräuchen benachbarter Kulturen nachweisen. Letztlich konnte auf dem Arbeitstreffen ein facettenreiches Bild entworfen werden, das profane und religiöse, individuelle und soziologische Komponenten umfasst. Im kommenden Jahr sollen die zusammengeführten Erkenntnisse der breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit in einem umfangreichen Tagungsband vorgestellt werden.

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