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Ausgrabung in Haithabu unter der Leitung des ZBSA

Dr. Sven Kalmring leitet die aktuelle Ausgrabung in Haithabu

Ausgrabung in Haithabu unter der Leitung des ZBSA

Der finnische Archäologe Helmer Salmo am Nivelliergerät.

Die Ausgrabungen auf dem Flachgräberfeld von Haithabu nehmen ihren Ausgangspunkt in der Altgrabung von Helmer Salmo aus dem Jahre 1939. Wegen Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Ausgrabung bereits nach 2 Wochen wieder niedergelegt. Am Tage des Überfalls auf Polen, am 1. September, wurden die verbleibenden Befunde mit Dachpappe abgedeckt und die Untersuchung überstürzt abgebrochen.
Das Flachgräberfeld wurde vor allem in den Jahren 1908 bis 1912 durch Friedrich Knorr auf einer zusammenhängenden Fläche von 400 m2 studiert. Mit seinen 319 Gräbern, seiner dichten Belegung und fehlenden Grabbeigaben kommt einem unseren heutigen Vorstellungen eines christlichen Friedhofs sehr nahe. „Echte“ christliche Gräber verfügen generell über keine Beigabenausstattung und sind ost-westlich orientiert, um am Tage des Jüngsten Gerichtes die Rückkehr des Heilands zu erblicken. In der Übergangsphase, die wir in Haithabu fassen, gibt es Gräber mit heidnischer und christlicher Symbolik.
Mit der anschließenden Erweiterung der Grabungsfläche in Richtung Südwesten wird erwartet, Gräber aus der Spätphase von Haithabu aus dem 10. und 11. Jahrhundert untersuchen zu können. Das zu erwartende Skelettmaterial soll mit modernen anthropologischen Methoden studiert und für aDNA- und Isotopen-Analysen herangezogen werden. Diese Versprechen Erkenntnisse über die Zusammensetzung der späten Bevölkerung in Haithabu, deren Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen, Gesundheitszustand und  Ernährungsweisen zu erhalten.

Die Nachrichten zu den aktuellen Ergbnissen der Grabung finden Sie in dem Facebook-Blog.

 

Ausgrabung in Haithabu 2017

 

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