{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"http:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"zbsa_admin","author_url":"http:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/zbsa_admin\/","title":"Bildersprache - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"BNOK7FTNpO\"><a href=\"http:\/\/zbsa.eu\/en\/bildersprache\/\">Bildersprache<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"http:\/\/zbsa.eu\/en\/bildersprache\/embed\/#?secret=BNOK7FTNpO\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Bildersprache&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"BNOK7FTNpO\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=http:\/\/zbsa.eu\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n\/* ]]> *\/\n<\/script>","description":"Prof. Dr. Alexandra Pesch Dieses Projekt ist eine Summe aus zahlreichen Einzelarbeiten zu Forschungen \u00fcber die germanische Ikonographie des ersten Jahrtausends n. Chr. Dazu z\u00e4hlen etwa Expertisen, die auf Anfragen von au\u00dfen \u00fcber Neufunde oder Forschungsprobleme gestellt werden, Publikationen von kleineren Beitr\u00e4gen \u00fcber Neufunde oder allgemeine Bildforschung sowie die Vortragst\u00e4tigkeit auf Einladung anderer Institutionen. Auch die Betreuung des wissenschaftlichen Nachlasses Karl Haucks (s.u.) geschieht in diesen Rahmen. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erforschung der germanischen Bildersprache. Diese ist der authentische Ausdruck der germanischen Kulturen des ersten Jahrtausends in Nordeuropa. Ornamente, Symbole, fig\u00fcrliche und szenische Darstellungen finden sich mit charakteristischen Merkmalen motivischer und stilistischer Art auf nahezu allen Gattungen von Gebrauchsgegenst\u00e4nden. In den verschiedenen Zeithorizonten ist die Einheitlichkeit der Bildersprache \u00fcber geographisch weite Regionen verbl\u00fcffend. Sie l\u00e4sst sich nur durch einen Konsens, eine gemeinsame Identit\u00e4t der Hersteller und Nutzer erkl\u00e4ren. Mit ihr stellen sich die germanischen Kulturen des 1. Jahrtausends als eine regelrechte \u00bbBildkultur\u00ab dar \u2013 im bewussten Gegensatz zu den \u00bbBuchkulturen\u00ab antiker und christlicher Traditionen. In ihrer Bl\u00fctephase wird die Bildkunst vom 5. bis zum 8. Jahrhundert mit dem Begriff \u00bbTierornamentik\u00ab bezeichnet. Doch auch in den vorangehenden und nachfolgenden Epochen seit der Zeitenwende und bis hinein in die Romanik lassen sich spezifische Elemente germanischer Kunst definieren. Dass nicht etwa regionale Themen wie einzelne Herrscherportraits auf diesen Bildern visualisiert wurden, sondern \u00fcberregional dieselben Motive und Techniken Verwendung fanden, ist f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der jeweiligen gesellschaftlichen Strukturen und Zusammenh\u00e4nge grundlegend wichtig. Normierte Bilder, die aber nicht zentral hergestellt und vertrieben werden, sondern wie hier in der gesamten Region ihrer Verbreitung durch eine Vielzahl unterschiedlicher lokaler Werkst\u00e4tten entwickelt und angefertigt werden, lassen einen allgemeinverst\u00e4ndlichen und f\u00fcr alle bedeutsamen semantischen Bildinhalt vermuten. Als Kontext der Deutung bietet sich die Mythologie an: Vermutlich handelt es sich um Chiffren aus der G\u00f6tterwelt, der polytheistischen \u201eAsenreligion\u201c mit ihrem Hauptgott Odin. Als \u00bbHeilsbilder\u00ab sollten solche Bilder den sie nutzenden Menschen Gl\u00fcck bringen und Unheil von ihnen abwenden. Zentrale Forschungsfelder bieten dabei Objekte mit germanischen Tierstilbildern, darunter auch die v\u00f6lkerwanderungszeitlichen Goldbrakteaten. Dazu kommen auch die sp\u00e4teren gotl\u00e4ndischen Bildsteine bis hin zu wikingerzeitlichem Schmuck. \u00dcber alle Epochen hinweg sind die Einfl\u00fcsse aus dem S\u00fcden, insbesondere des Christentums, zu untersuchen und Gemeinsamkeiten wie Unterschiede der jeweiligen Bildersprachen zu formulieren. Entscheidend f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der mit Bildern kommunizierenden Gesellschaften ist auch die Rekonstruktion des Netzwerkes vorst\u00e4dtischer Zentralpl\u00e4tze, welches die Basis f\u00fcr die Konzeption und Herstellung von Bildern bot. Im internationalen Diskurs werden neue Erkenntnisse gewonnen und mit Wissenschaftler*innen auch benachbarter Disziplinen diskutiert und publiziert. Themenbereiche Mensch und Artefakt \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte Bildforschung Mitarbeiter Leitung:Prof. Dr. Alexandra Pesch \u00a0\u00a0\u00a0 In Kooperation mit Internationales Brakteatenteam. Nachlass Karl Hauck Der wissenschaftliche Nachlass des international hoch angesehenen Fr\u00fchmittelalterforschers Karl Hauck (1916\u20132007) gelangte 2007 in den Besitz von A. Pesch und wird heute im ZBSA aufbewahrt. Karl Hauck z\u00e4hlt zu den innovativsten, produktivsten und einflussreichsten Historikern des 20. Jahrhunderts. Als Professor der Universit\u00e4t Erlangen (1950\u20131959) und Leiter des von ihm gegr\u00fcndeten, renommierten Instituts f\u00fcr Fr\u00fchmittelalterforschung an der Universit\u00e4t M\u00fcnster (1959\u20131982) besch\u00e4ftigte er sich mit unterschiedlichen Themenbereichen im Spannungsfeld zwischen germanischem Paganismus und christlichem Europa. Wegweisend waren zahlreiche seiner Arbeiten zur mittelalterlichen Geschichte, zur Bedeutungsforschung und zum Verst\u00e4ndnis der germanischen Bildersprache. Besonders im letzten Punkt hatte Karl Hauck sich ein bis dahin nur selten ernsthaft beachtetes Forschungsfeld er\u00f6ffnet. Seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts war er mit der systematischen Beschreibung, Ver\u00f6ffentlichung und Deutung der v\u00f6lkerwanderungszeitlichen Goldbrakteaten \u2013 in beinahe 70 erschienenen Einzelstudien und dem gro\u00dfen Katalog \u00bbDie Goldbrakteaten der V\u00f6lkerwanderungszeit\u00ab in sieben B\u00e4nden \u2013 besch\u00e4ftigt. Dabei war ihm die Interdisziplinarit\u00e4t stets ein besonderes Anliegen. Best\u00e4ndig und eng arbeitete er mit Forschern anderer Fachrichtungen zusammen, insbesondere mit Vertreter*innen der Arch\u00e4ologie, Runenkunde, Skandinavistik und Religionswissenschaft. Im Nachlass befinden sich vor allem Ordner mit Unterlagen zum Ikonographischen Katalog der Goldbrakteaten, au\u00dferdem Dias, Fotos und Zeichnungen. Von Bedeutung ist die umfangreiche wissenschaftliche Korrespondenz mit zahlreichen Fachgelehrten des In- und Auslandes. Au\u00dferdem sind Skizzen- bzw. Ideenb\u00fccher erhalten, die vorwiegend aus der Zeit stammen, als noch nicht fotokopiert werden konnte. Einige bisher unver\u00f6ffentlichte Manuskripte und Entw\u00fcrfe schlie\u00dflich kr\u00f6nen das Material. F\u00fcr die Erschlie\u00dfung des gesamten Nachlasses wurde eine Datenbank angelegt, welche nach Stichw\u00f6rtern den Zugang zur gezielten Auswertung s\u00e4mtlicher Unterlagen erm\u00f6glicht und auch G\u00e4sten die Arbeit mit dem Material erlaubt. Parallel zur Erfassung laufen bereits die ersten Auswertungsvorhaben. Dabei steht die von Hauck in den 50er-Jahren vorangetriebene Erforschung der gotl\u00e4ndischen Bildsteine im Vordergrund. Mit Hilfe von damals hochmodernen Latexabz\u00fcgen gelang es Hauck, auf den Bildsteinen feine Linien sichtbar zu machen. Sie stammen teilweise von Vorritzungen im noch weichen Stein, anhand derer sp\u00e4ter die Motive herausgemei\u00dfelt wurden, teilweise vielleicht auch von nicht realisierten bzw. \u00fcbermalten Skizzen, und wieder andere dienten als Hilfslinien der farbigen Ausmalung von Fl\u00e4chen. Auch bisher unbeobachtete, gr\u00f6\u00dfere Bildelemente glaubte Hauck identifizieren zu k\u00f6nnen. Leider lie\u00dfen sich die nur im wechselnden Licht erkennbaren Befunde eines Steines nicht alle gleichzeitig fotografisch festhalten und auf diese Weise objektiv darstellen. Daher hat Hauck seine Erkenntnisse nur ansatzweise publiziert, dann aber das gesamte Projekt aufgegeben. Inzwischen sind auch die Latexabz\u00fcge verlorengegangen. Nur noch anhand von Dias aus dem Nachlass sind viele der identifizierten Bilddetails zu rekonstruieren. Doch mit ihnen erscheinen viele Bildsteine in einem v\u00f6llig ver\u00e4nderten Licht. Dieses Ph\u00e4nomen wird jetzt in einem Kooperationsprojekt von Dr. Sigmund Oehrl untersucht. Der weitgehend unbekannte Detailreichtum der Bildsteine wird mit modernen Methoden (Computerabtastung) \u00fcberpr\u00fcft und mit den Beobachtungen Haucks korreliert. Im Rahmen der Nachlassbearbeitung wird auch die erneute Publikation einiger Schriften Haucks sowie auch die Herausgabe von teilweise bisher unver\u00f6ffentlichten Schriften angestrebt. Dies geschieht insbesondere in Kooperation mit Prof. Dr. Wilhelm Heizmann (M\u00fcnchen) und Dr. Morten Axboe (Kopenhagen).","thumbnail_url":"https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/zbsa-22-1024x768.jpg"}