{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"http:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Matthias Bolte","author_url":"http:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/matthias-bolte\/","title":"Februar 2020 - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"V6TATpzgGr\"><a href=\"http:\/\/zbsa.eu\/en\/februar-2020\/\">February 2020<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"http:\/\/zbsa.eu\/en\/februar-2020\/embed\/#?secret=V6TATpzgGr\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Februar 2020&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"V6TATpzgGr\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! 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Auch Geschichtswissenschaft, Arch\u00e4ologie und Arch\u00e4ozoologie liefern, wenn sie die wechselvolle Beziehungsgeschichte zwischen Wolf und Mensch im Laufe der letzten Jahrtausende erforschen, wichtige Beitr\u00e4ge zum Thema. Dabei zeigt sich, dass unterschiedliche kulturelle Perspektiven und Symbole sowie seit dem Mittelalter das negative Image der Art in der christlichen-j\u00fcdisch Religion entscheidende Rollen spielen. Am ZBSA wird derzeit ein Forschungsprojekt entworfen, der das Verst\u00e4ndnis der historischen Beziehungen zwischen Mensch und Wolf speziell mit Fokus auf das mittelalterliche Schleswig-Holstein verbessern soll. Der entscheidende Punkt ist dabei nat\u00fcrlich, die aus jener Zeit stammenden Wolfsknochen \u00fcberhaupt als solche zu identifizieren, nur so k\u00f6nnen ja weiterreichende Schlussfolgerungen gezogen werden. \u00dcber die wikingerzeitlichen Hunde in der Region des Weltkulturerbes Danewerk-Haithabu sind wir Dank der umfassenden Publikationen der 1980er und 1990er Jahren gut informiert. Die jeweils \u00fcber eintausend Hundeknochen aus Haithabu (750\u20131066 n.Chr.) und Schleswig (mit gewisser \u00dcberlappung direkt zeitlich anschlie\u00dfend) sind f\u00fcr sich ein bleibender und bislang nicht zur G\u00e4nze erforschter wissenschaftlicher Schatz, hinzu kommen Knochen von weiteren Fundpl\u00e4tzen der Zeit (Elisenhof, Ribe, Oldenburg\/H. und andere). Alle eint die jeweils sehr geringe Anzahl von Wolfknochen. Das wirft Fragen auf: Waren W\u00f6lfe in der Umgebung ihrer Siedlungen tats\u00e4chlich so selten, wie es die Fundzahlen suggerieren? Bestand m\u00f6glicherweise ein Jagdtabu? Wurden die Wolfknochen bislang \u00fcbersehen bzw. fehlbestimmt? Wie war generell das Verh\u00e4ltnis der Wikinger und ihrer Zeitgenossen zum Wolf? Die Frage zur H\u00e4ufigkeit des Wolfes in Schleswig-Holstein vor 1000 Jahren und seinem damaligen Image wird abschlie\u00dfend nur unter Ber\u00fccksichtigung von historischen Quellen beantwortet werden k\u00f6nnen, doch zun\u00e4chst sind arch\u00e4ozoologischen Grundlagen zu schaffen. Dazu z\u00e4hlt in erster Linie die Neubewertung der vorliegenden Funde mit Hilfe von neuen, j\u00fcngst erarbeiteten morphometrishen Analyseverfahren. Wolfsch\u00e4del aus der Arch\u00e4ozoologische Vergleichssammlung der AZA. Dar\u00fcber hinaus wurden als Basis neu definierter geometrischer Abmessungsverfahren innovative Methoden mit 3D modellierenden Aufnahmen und Fotogrammmetrie etabliert. Wesentlich weiterentwickelt sind inzwischen auch die statistischen Ans\u00e4tze zur Auswertung und Aufschl\u00fcsselung von merkmals\u00e4hnlichen Datens\u00e4tzen. In unserem Kontext liefert entsprechende Software Informationen zur Variabilit\u00e4t innerhalb und zwischen Populationen und zu Differenzierungsprozessen. Des Weiteren sind die Faktoren, die zur diesen Prozessen f\u00fchren, statistisch signifikant zu identifizieren. Die Verwendung von Principal Component Analyse (PCA) und Discrimination Factor Anlyse (DFA) wurde als neue, komplexe und zu unserem Zweck h\u00f6chst geeignete methodologische Vorgehensweise vorgeschlagen und angewandt. Die Wolf\/Hund-Sch\u00e4del, die bei den Ausgrabungen in der Region des Weltkulturerbes Danewerk-Haithabu entdeckt wurden, sollen im Rahmen dieses Projektes mit den genannten Verfahren der geometrischen Morphometrie neu untersucht werden."}