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Projekte
Archäogenetische Untersuchungen an Tierhaaren
Dating human remains potentially subject to 14C reservoir effects
Dating the spread of pottery among hunter-gatherer-fisher communities in north-eastern Europe
Die Entdeckung der Wolle
Duvensee reloaded – Neue Forschungen zu mesolithischen Rindenmatten, Feuerstellen und Mikrolithen
Fishing and fowling at the Copper Age tell near Pietrele, Romania
Fishy food crusts
Forschungen an organischen Fasern – eine seltene Artefaktgruppe
Forschungen zur Geschichte der Jagd
Forschungen zur absoluten Chronologie der steinzeitlichen Kultur- und Landschaftsentwicklung im östlichen Baltikum
Geophysikalische Großmessungen in frühmittelalterlichen Siedlungskammern
Landschaft und Fauna Ost- und Mitteleuropas im Kontext von vorgeschichtlichem Kulturtransfer und sozioökonomischer Entwicklung
Late Glacial and Earliest Postglacial Database Project
Publikationsprojekt zum Jungpaläolithikum in Ahrenshöft
Sinking Coasts: Geosphere, Climate and Anthroposphere of the Holocene Southern Baltic Sea (SINCOS-II) (abgeschlossen)
Unterwasserarchäologie des Arendsees, Altmark, Sachsen-Anhalt
Wanderwege von Rentieren im Spätglazial: eine interdisziplinäre Studie
Welt und Umwelt frühmesolithischer Jäger und Sammler
Workshop und Buch zur Entstehung und Frühgeschichte der Beizjagd (Premodern falconry and bird symbolism – interdisciplinary and practical considerations: the global perspective in relation to northern Europe)
Zur phylogenetischen Distanz zwischen frühmittelalterlichen Schafen und überlebenden alten Landrassen im Ostseeraum
 

Mensch und Umwelt – Umwelt und Mensch

Dieser Themenbereich umfasst Projekte, die sich auf methodologisch unterschiedliche Weise in historischer Perspektive dem Studium von Interaktionen zwischen Menschen und der natürlichen Umwelt des Ostseeraumes widmen.

Die kulturelle Entwicklung reflektiert hier von den späteiszeitlichen Rentierjägern über die Bauern der frühneolitischen Trichterbecherkultur bis zu den wikingerzeitlichen Handelsplatzen an den Ufern des Meeres immer auch die Geschichte der aquatischen und terrestrischen Umwelt. Im skandinavisch-baltischen Raum wirkten sich vor allem die markanten Veränderungen der Topographie sowie die Sukzessionen von Flora und Fauna entscheidend auf das menschliche Verhalten aus. Über allem stehen Klimaveränderungen und ihre Folgen für die Ökosysteme, in denen sich die Menschen bewegten. Sie zwangen zu Anpassungen, forderten Innovationen und konnten gesellschaftliche Veränderungen anstoßen.

Aktuelle Ergebnisse zum steinzeitlichen lettischen Muschelhaufen Riņņukalns (der Hügel links im Bild) wurden 2014 publiziert.

Aktuelle Ergebnisse zum steinzeitlichen lettischen Muschelhaufen Riņņukalns (der Hügel links im Bild) wurden 2014 publiziert.

Genauso wichtig fur diesen Themenbereich ist die umgekehrte Perspektive: Auch Menschen nahmen stets Einfluss auf ihre Umwelt. Dieser war im Paläolithikum und Mesolithikum wenig wirksam, stieg aber an, als in späteren Zeitabschnitten produzierende Wirtschaftsweisen Eingriffe in die Landschaft erzwangen. Der Mensch veränderte jetzt gezielt die natürliche Umwelt, etwa durch Anlegen von festen Siedlungen oder Feldern, durch das Halten von Haustierherden und das Verbringen von Tieren als Handelsware oder als Statussymbol, oder auch durch die gezielte Jagd auf bestimmte Großtiere – sei es, weil diese Arten als bedrohlich für Haus und Hof empfunden wurden oder sich spezielle Jagdtraditionen herausbildeten.

Ziel dieses Themenbereichs ist es, sowohl die Auswirkungen jeweils herrschender Umweltbedingungen auf Kulturentwicklung und menschliches Verhalten im skandinavisch-baltischen Raum zu untersuchen, als auch die sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die den Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und seiner Umgebung innewohnen, zu erforschen. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Archäologie und naturwissenschaftlichen Disziplinen im ersten Fall und geisteswissenschaftlichen Disziplinen im zweiten Fall entscheidend.

Dr. John Meadows bereitet Knochenpulver für naturwissenschaftliche Untersuchungen vor.

Dr. John Meadows bereitet Knochenpulver für naturwissenschaftliche Untersuchungen vor.

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