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Forschung

Aufgabe des ZBSA ist es, durch archäologische, historische, naturwissenschaftliche und numismatische Forschungen im Baltikum, Skandinavien und im nordatlantischen Raum den Kenntnisstand über Archäologie und Geschichte Europas zu fördern. Insbesondere wird die Bedeutung von Nord- und Ostsee als Kommunikationsraum in vor- und frühgeschichtlicher Zeit erforscht.

Wurden Meere in der älteren archäologischen Forschung des Nordens eher als Bedrohung, Gefahr und Grenze aufgefasst, so hat sich in den letzten Jahrzehnten ein doch deutlich verändertes Bild durchgesetzt. Heute betrachten wir Meere als verbindende Elemente, die vielfältige Arten und Ebenen von Kommunikation zulassen, aber auch fordern. In zahlreichen Perioden der Ur- und Frühgeschichte wurden bisher weder die Intensität und Qualität noch die zeitliche Dynamik dieser Prozesse in größeren regionalen Skalen erfasst, bewertet und interpretiert. Deutlicher als bisher muss die Forschung auf die Fragen der politischen, sozialen, ökonomischen, militärischen und kultischen Kommunikation ausgerichtet werden, und dies in ein Gesamtkonzept von Nord- und Ostsee als Raum weiträumiger Interaktion eingeordnet werden. Daraus ergibt sich als weiterer Komplex die Frage nach der Transformation, nach den Veränderungen, deren Intensität und deren Dynamik und dies für Zeitepochen, in denen schriftliche Quellen fast ganz ausfallen und wir auf die Interpretation der archäologischen Quellen angewiesen sind.

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