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Die holozäne Verbreitung von Wildpferden in Europa (abgeschlossen)

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Dr. Ulrich Schmölcke

Die eurasischen Wildpferde (Equus ferus Boddaert, 1785) waren durch ihren Körperbau, ihre Ökologie und Physiologie an das Leben in Graslandschaften angepasst. Dennoch überdauerten sie die auf das Ende der Weichsel-Eiszeit folgende Bewaldung weiter Landstriche ihres ehemaligen Verbreitungsgebietes. Ein Team von Wissenschaftlern untersucht Umfang und Gründe des Fortbestehens der Art und den Zeitpunkt ihres späteren Verschwindens.

Tarpan aus München (Foto: Zoologisches Institut der Uni Kiel)

Die europäischen Wildpferde umgibt bis heute etwas Geheimnisvolles.

 

Das Wildpferd war in der ausgehenden Eiszeit eine weitverbreitete Art: Wie zahllose Knochenfunde von weitverstreuten Fundstellen zeigen, umfasste das Areal dieser überwiegend Gras fressenden Tiere große Teile der Nordhalbkugel und reichte von Westeuropa über die Landverbindung zwischen Sibirien und Alaska bis nach Nordamerika. Im Gegensatz zu anderen Grasfressern wie Mammut und Riesenhirsch überlebten zumindest regional Populationen von Wildpferden auch den Klima- und damit den Vegetationswechsel um 9600 v. Chr. Eine Kartierung der postglazialen Nachweise vom Präboreal bis zum Subboreal soll Aufschluss darüber erbringen, in welchen Bereichen Europas ein Überleben möglich war, und die jagdliche Bedeutung für den Menschen rekonstruieren. Die Interpretation der Ergebnisses wird wohlmöglich auch zeigen, welchen Anteil offenere, weitgehend waldfreie Areale an der mittelholozänen Vegetion Europas hatten, denn eine Verknüpfung archäozoologischer und vegetationsgeschichtlicher Resultate ist ebenfalls Teil dieses Projektes. An der Studie sind Kollegen aus den Universitäten Tallinn und Kiel sowie vom Deutschen Archäologischen Institut in Berlin beteiligt.

 

Holozäne Verbreitung von Wildpferden

Die Karte zeigt Fundorte mit Wildpferdknochen aus dem späten Atlantikum.

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In Kooperation mit

Prof. Dr. Norbert Benecke, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin

Prof. Dr. Lembi Lõugas, Ajaloo Insituut, Tallinn

Prof. Dr. Oliver Nelle, Ökologie-Zentrum der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Dr. Ulrich Schmölcke, ZBSA

PD Dr. habil. Robert Sommer, Ökologie-Zentrum der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Mitarbeiter
Leitung:
Dr. Ulrich Schmölcke
 
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