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Das nordfriesische Watt

Die Küstenregion Nordfrieslands stellt einen geomorphologisch hoch dynamischen Naturraum dar und ist als Teil des UNESCO-Welterbes Wattenmeer unter Schutz gestellt.

https://www.nationalpark-wattenmeer.de/

Zugleich handelt es sich auch um das Relikt einer untergegangenen Kulturlandschaft: Umwelteinflüsse wie Meeresspiegelschwankungen und Stürme aber auch Deichbau und künstliche Landgewinnung veränderten die Region in den letzten Jahrtausenden ständig.

Historische Hinterlassenschaften auf den Geest- und Marscheninseln sowie auf den Halligen sind relativ gut erschlossen. Die archäologische Bearbeitung der ehemals besiedelten und bewirtschafteten Gebiete, die heute in Küstennähe und durch den Gezeitenstrom mal über und mal unter Wasser liegen, unterliegt jedoch anderen Faktoren als es bei „normaler“ Festlandarchäologie der Fall ist.

Auf dem Weg in das Arbeitsgebiet

In einem interdisziplinären Forschungsprojekt wird angestrebt, große Teile der Kulturlandschaft des Nordfriesischen Wattenmeers zu erfassen, zu vermessen und zu dokumentieren. Fragen über die Entwicklung der heutigen Küstenlandschaft stehen dabei ebenso im Fokus wie die Suche nach ehemaligen Siedlungslandschaften und Aussagen zu deren Ausdehnung und Nutzung. Die kartographische Dokumentation (geo-)archäologischer Relikte stellt auch den Ausgangspunkt zur Bewertung des Erhaltungszustandes dar. Hierdurch sollen Prüfsteine erarbeitet werden, die den Archivcharakter der jeweiligen Wattflächen umschreiben und auch definieren, wo bspw. aufgrund erhöhter Gefährdung durch Erosion oder Überlagerung ein intensives Monitoring nötig sein wird. Sämtliche bereits bekannten sowie neuen Daten sollen durch eine Langzeitarchivierungsstrategie der Nachwelt zur Verfügung stehen.

Salztorfabbaureste auf Hallig Hooge

Das Forschungsvorhaben baut auf das 2015-2018 im Rahmen des SPP 1630: Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter durch die DFG geförderte Projekt „Gewerbewurten und Geestrandhäfen – mittelalterliche Handelshäfen an der deutschen Nordseeküste“ auf. Hierbei durchgeführte systematische geophysikalische Untersuchungen konnten erstmals in einem Teilbereich des Rungholtgebiets einen Abschnitt des mittelalterlichen Hauptdeiches samt Schleusenanlagen unter dicken Sandschichten lokalisieren und vermessen.

www.spp-haefen.de/de/die-projekte/der-handelsplatz-rungholt-nordfriesland/

Friesenpott im Rungholt Watt

Das erfolgreich im Watt erprobte moderne Methodenspektrum aus Gelände- und Labormethoden soll nun um historische und archäologische Facetten ergänzt werden. Hierzu gehören unter anderem die digitale Aufarbeitung historischer Karten und Fundberichte sowie zielgerichtete Ortsbegehungen, auch zusammen mit ausgebildeten Detektorgängern.

2019 wird angestrebt, die im Projekt beteiligten Forscher zusammenzubringen und weitere potentielle Kooperationspartner zu ermitteln sowie eine Projektskizze inklusive Kernfragestellungen zu erstellen. Den weiterführenden Schritt stellt eine Antragstellung für Forschungsförderung dar.

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Aktueller Hinweis!

Das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie arbeitet aufgrund der Corona-Krise ab dem 17.3.2020 überwiegend im Homeoffice. Unter den bekannten Mailadressen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichbar.

Daher haben auch Gastwissenschaftler zur Zeit keinen Zugang zu unseren Räumlichkeiten. Bitte wenden Sie sich zu gegebener Zeit an die bekannten Ansprechpartner.

Siehe auch:https://landesmuseen.sh/de/coronavirus

 

From 17/3/2020 the staff of the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology will be mainly working from home due to the Corona crisis. The employees can be reached under the known email addresses.

For this reason, guest researchers do currently not have access to our facilities. Please get in touch with the known contact persons in due course.

See further: https://landesmuseen.sh/de/coronavirus

In Cooperation with

 

Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH): Ulf Ickerodt (Mitantragsteller), Stefanie Klooß, Eicke Siegloff, Astrid Tummuscheit, Jan Fischer, Detektorgruppe Schleswig-Holstein.

Museum für Archäologie Schloss Gottorf (MfA): Zentralwerkstatt, Ortsakten, Ausstellungsbereich.

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): Institut für Ur- und Frühgeschichte; Institut für Angewandte Geophysik: Wolfgang Rabbel, Dennis Wilken (beide Mitantragsteller).

Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU): Naturrisiko-Forschung und Geoarchäologie: Andreas Vött, Hanna Hadler (beide Mitantragsteller).

 
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