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Die Entdeckung der Wolle (abgeschlossen)

Dr. Elena A. Nikulina

Die Entwicklung des Haarkleides der Wildschafe zu einem wolligeren Fell mit weniger Stichelhaaren vollzog sich in einem langen und kulturgeschichtlich bedeutsamen Prozess, der mit genetischen Methoden rekonstruierbar ist. Ob sich der Prozess mehrfach und parallel in unterschiedlichen Kulturen vollzog oder die wolligen Schafe Europas das Ergebnis eines einmaligen Zuchterfolges sind, ist bislang nicht bekannt. Wir haben am ZBSA ein langfristig geplnates Projekt begonnen, um die Evolution vom Haarschaf zum wolligen Schaf intensiv anhand alter DNA zu studieren.

 

Soay-Schafe, eine zimlich ursprüngliche Rasse (Foto: Arche Warder)

 

Das Verbreitungsgebiet der wild lebenden Vorfahren des Hausschafs liegt im südwestlichen Asien, vor allem in den Hügelgebieten am Oberlauf von Euphrat und Tigris. Die Domestikation des Wildschafs erfolgte um 8.000 v. Chr., und anschließend vollzog sich im Zuge der neolithischen Expansion die anthropogene Verbreitung des Hausschafs, ab 7.000 v. Chr. von Südosten her auch in Europa. Erst einige tausend Jahre nach ihrer Domestikation gibt es archäozoologische Indizien für die Nutzung von Schafwolle.

Am ZBSA arbeiten wir daran, die „Entdeckung der Wolle“ durch umfangreiche archäogenetische Analysen an Schafresten aus gut datierten Siedlungsplätzen zu rekonstruieren. Dazu werden bestimmte Abschnitte mitochondrialer DNA von stein-, bronze- und eisenzeitlichen Schafresten untersucht und verglichen.

Die ersten Ergebnisse zeigen eine gleichbleibend geringe genetische Variabilität von der Steinzeit zur Bronzezeit in Nordeuropa und eine Zunahme der genetischen Variabilität während der Eisenzeit. Doch erst die kommenden Jahre werden zeigen, welche Details zur Entdeckungsgeschichte der Wolle sich aus den archäogenetischen Daten ableiten lassen.

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Das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie arbeitet aufgrund der Corona-Krise ab dem 17.3.2020 überwiegend im Homeoffice. Unter den bekannten Mailadressen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichbar.

Daher haben auch Gastwissenschaftler zur Zeit keinen Zugang zu unseren Räumlichkeiten. Bitte wenden Sie sich zu gegebener Zeit an die bekannten Ansprechpartner.

Siehe auch:https://landesmuseen.sh/de/coronavirus

 

From 17/3/2020 the staff of the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology will be mainly working from home due to the Corona crisis. The employees can be reached under the known email addresses.

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See further: https://landesmuseen.sh/de/coronavirus

In Cooperation with

International

Prof. Dr. Linas Daugnora und Prof. Dr Algirdas Girininkas, Klaipėdos universitetas, Baltijos regiono istorijos ir archeologijos institutas, LIT

Prof. Dr. Lise Bender Jørgensen, Institutt for arkeologi og religionsvitenskap, Universitet Trondheim, NOR

Prof. Dr. Patrice Méniel, Université de Bourgogne, FRA

Prof. Dr. Wietske Prummel, ehem. Rijksuniversiteit Groningen, NL

Dr. Erich Pucher, Naturhistorisches Museum Wien, AUT


National

Ingo Clausen und Ingo Lütjens, Archäologissches Landesamt Schleswig-Holstein

Dr. Hans-Jürgen Döhle, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. Hauke Jöns und Dr. Anette Siegmüller, Niedersächsisches Institut für Historische Küstenforschung, Wilhelmshaven

Dr. Ingrid Ulbricht und Dr. Sönke Hartz, Archäologisches Landesmuseum Schleswig-Holstein

TOPOI-Arbeitsgruppe ”The Textile Evolution”

Funded by

Deutsche Forschungsgemeinschaft. Projekttitel:

Die Entdeckung der Wolle: Archäogenetische Untersuchungen zur Etablierung des wolligen Schafes in der Vor- und Frühgeschichte Nord- und Mitteleuropas

 
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