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SFB-Projekt: Estimated subsistence potential of lateglacial landscapes (SFB 1266, B1)

Sascha Krüger M.A.

Geologische Untersuchungen in einem ehemaligen Schmelzwassersee in Schleswig-Holstein (Gemeinde Nahe, Kr. Segeberg) ergaben, dass ungestörte spätglazial abgelagerte Sedimente in der Nähe eines ehemaligen Aufenthaltsplatzes paläolithischer Jäger- und Sammlerkulturen (Hamburger Kultur/ Ahrensburger Kultur) zu finden sind. Erste Pollenanalysen von Hartmut Usinger († 2015) bestätigten, dass es sich dabei auch um Sedimente handelt, die dem Übergang des Allerøds zur Jüngeren Dryas entsprechen. Darüber hinaus konnte auch eine laminierte Sequenz angesprochen werden – bis dato die einzigen in Teilen jahresgeschichteten Sedimente des Spätglazials in Schleswig-Holstein.

Bohrkerne

In Kombination mit archäologischen Grabungsergebnissen ermöglichen diese Sedimente eine detaillierte interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Umwelt-Beziehungen. Im Rahmen des SFB 1266 TransformationsDimensionen erfolgt die Analyse in Form eines Promotionsprojektes. Ziel der Untersuchungen (Pollenanalyse, Glühverlustbestimmung, botanische Makrorestanalyse, Mikro-Holzkohle Zählungen) ist es, ein generell besseres Verständnis der Ressourcenverfügbarkeit und Nutzungsstrategien während des Spätglazials auf dem Gebiet des heutigen Schleswig-Holsteins zu erlangen. Eine Kartierung der Ergebnisse in definierten Zeitscheiben soll ermöglichen, nach geeigneten Habitaten vorrangig genutzter Jagdtiere zu suchen, um schließlich das Nahrungspotenzial der spätglazialen Landschaft bewerten zu können.

Messungen

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