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Raptor and Human - falconry and bird symbolsm throughout the millennia on a global scale

Das ZBSA-Falknereibuch ist erschienen!

Umschlag Beizjagd
Falknerei,  die Kunst mit Vögeln zu jagen (Friedrich II) und ein menschliches Kulturerbe (UNESCO), hat viele Zeugnisse hinterlassen: von Westeuropa und Nordafrika im Westen bis nach Japan im Osten.

Die ältesten gesicherten Nachweise für Falknerei stammen aus dem ersten Jahrtausend v.Chr., vermutet wird eine Herkunft in Mittelasien, bei sogenannten Reiternomaden, von wo aus sich die Kenntnis dieser Jagdform verbreitete. Für das ZBSA sind zahlreiche, reich ausgestattete, mittelschwedische Gräber aus dem Zeitraum vom 6.-10. Jh. von zentraler Bedeutung, die durch die Beigabe von Greifvögeln (meist Habichte) weltweit einzigartig sind.

Im vorliegenden Buch werden Falknerei und Vogelsymbolik über Jahrtausende hinweg auf verschiedenen Kontinenten betrachtet. Das Buch, vier Bände mit rund 2000 Seiten, geht auf einen Workshop am ZBSA im Jahr 2014 zurück, doch die Publikation wurde ganz wesentlich erweitert und umfaßt nun Beiträge von mehr als 100 Autoren aus rund 20 Ländern. Die Beizjagdforschung am ZBSA geht weiter: Ein zweites Buch auf der Basis einer Konferenz im März 2018 an der New York University Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) ist in Vorbereitung.

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Die völkerwanderungszeitlichen Dolchmesser der samländisch-natangischen Kultur auf dem Gebiet des ehemaligen Ostpreußens

Jaroslaw Aleksei Prassolow

Die völkerwanderungszeitlichen Dolchmesser der samländisch-natangischen Kultur auf dem Gebiet des ehemaligen Ostpreußens

BuchcoverDie Völkerwanderungszeit des ehemaligen Ostpreußens gehört zu den spannendsten Kapiteln der Archäologie der südlichen Ostseeküste. In den Archiven der vor- und nachkriegszeitlichen Forschungsperioden findet sich eine Vielzahl von Informationen, mit denen dieser Zeitabschnitt trotz der großen Verluste an Archivalien und Funden während des 2. Weltkrieges erforscht werden kann. Herr Dr. Jaroslaw A. Prassolow hat sich diesem Forschungsfeld mit seiner Arbeit zu den Dolchmessern der frühen Völkerwanderungszeit (Ende des 4.- Anfang des 6. Jahrhs. n. Chr.) im ehemaligen Ostpreußen intensiv beschäftigt. Ihm ist es gelungen, diese spezifische Fundgruppe zum ersten Mal typologisch zu gliedern und chronologisch neu einzuordnen sowie in ihrer Bedeutung für die interne soziale Struktur der samländisch-natangischen Kultur der Völkerwanderungszeit neu zu interpretieren. Ältere Hypothesen zum Phänomen Dolchmesser werden in der vorliegenden Studie erstmals aufgrund der vergleichenden Analyse einer statistisch signifikanten Zahl von Fundobjekte und Grabkomplexen überprüft. Erstaunlich bleibt, dass diese Bewaffnungsgruppe als autonome regionale Entwicklung aufgefasst werden kann und somit auch die ethno-kulturelle Herkunft ihrer ehemaligen Besitzer sowie der soziale Status der letzteren nachweislich in einem ganz neuen Licht erscheint.

548 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Wachholtz-Verlag/Murmann Publishers 59,00 Euro

ISBN: 9783529013751

Bronze Age Settlement and Land-Use in Thy, Northwest Denmark

Jens-Henrik Bech, Berit Valentin Eriksen and Kristian Kristiansen (eds.)

Bronze Age Settlement and Land-Use in Thy, Northwest Denmark, vol. 1-2

Book coverThis two volume monograph about the region of Thy, Northwest Denmark, in the Bronze Age provides a high-resolution archaeological and palaeoecological picture of the organisation of landscapes, settlements and households during the period 1500–700 BC. Bordering the North Sea to the west, and the calmer waters of the Limfjord to the east, the region of Thy experienced a dramatic period of intense economic and demographic expansion. By combining the results of palaeoenvironmental research, extensive field surveys and excavations of archaeological sites with exceptional preservation, a window has been opened to the changes that transformed Bronze Age society and its environment during a few centuries of accelerating expansion and wealth consumption. The results from this multi-disciplinary venture made it possible to link the histories of local farmsteads in Thy with wider developments and events in the Bronze Age of northwest Europe. In this richly illustrated monograph there is much to feed on for students and researchers of the Bronze Age alike..

285 + 578 pages. Richly illustrated in colour. Hardback.
Published in conjunction with Museum Thy

Kleine Funde - große Bedeutung?

Volker Hilberg und Thorsten Lemm (Hrsg.)


Viele Funde - große Bedeutung? Potenzial und Aussagewert von Metalldetektorfunden für die siedlungsarchäologische Forschung der Wikingerzeit


Bericht des 33. Tvaerfaglige Vikingesymposiums, 9. Mai 2014, Wikinger Museum Haithabu

In zehn Beiträgen in deutscher und dänischer Sprache berichten Archäologen aus Deutschland und Dänemark in diesem Band über Metalldetektorfunde der letzten Jahre auf wikingerzeitlichen Siedlungen. Sie stellen Funde vor, diskutieren den Aussage- und Stellenwert der gefundenen Siedlungsplätze und liefern Ansätze für zukünftige systematische Untersuchungen. Der räumliche Schwerpunkt liegt auf Haithabu und seinem Umland sowie auf neuen Fundplätzen in Südjütland, im Limfjordgebiet und auf Fünen.

Schriften des Museums für Archäologie Schloss Gottorf Ergänzungsreihe Band 12

Schleswig 2018
Verlag Ludwig, 200 Seiten, 17 S/W- und 102 Farbabb., Broschur, Fadenheftung, 21x29,7 cm
ISBN 978-3-86935-339-5

Helgö revisited

Helgö revisited Helgö Titel

 

Von Helen Clarke, Kristina Lamm
Herausgegeben von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf und dem Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie durch Claus von Carnap-Bornheim,
Schleswig 2017
Hergestellt mit Unterstützung des Vereins zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e. V.
24,50 Euro

Zu bestellen unter

Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Service GmbH
Schloss Gottorf, Schlossinsel 1
24837 Schleswig

museumsshop@schloss-gottorf

04621/813-303


Helgö, eine kleine Insel im Mälarsee westlich von Stockholm, war ein Siedlungsplatz mit einer wechselvollen Geschichte. Funde aus seiner Hochzeit spiegeln Kontakte zur Seidenstraße
In der Mitte des 20. Jhs. war Helgö Schauplatz großflächiger archäologischer Ausgrabungen.

Helgö revisited verknüpft zum ersten Mal weit verstreute Daten aus verschiedenen Veröffentlichungen, um eine Gesamtinterpretation von Aufstieg und Niedergang der Siedlung zu liefern, die über ein Jahrtausend hinweg existierte.

Was als spätbronzezeitliche Kultstätte begann, geht über in ein kaiserzeitliches Gehöft und expandiert während der Völkerwanderungszeit zu einem bedeutenden handwerklichen Produktionszentrum, das auf Kunstschmiedeprodukte spezialisiert ist. Während der Vendelzeit entwickelte sich die Metallverarbeitung weiter in eine hochqualitative Eisen- und Stahlproduktion für Werkzeuge und Waffen. Das wikingerzeitliche Helgö hingegen zeigt sich wieder als Gehöft.

Der rote Faden, der sich durch Helgös Geschichte zieht, ist die Bedeutung seiner Insellage und der Häfen.

Neue Analysen der Überreste der Metallverarbeitung, des Goldes und der Edelsteine heben Helgös Fernkontakte hervor. Eine Buddha Statue aus dem Swat-Tal (heute Pakistan), Granat aus Sri Lanka und Goldmünzen des Römischen Imperiums zeigen an, dass Helgö in seiner Hochzeit ein westlicher Endpunkt der Seidenstraße gewesen ist. Als aber der Meeresspiegel anstieg und die Häfen verlandeten, nahm der Status als internationaler Handelsort ein Ende und Helgö sank zurück in die Vergessenheit.

Interaktion ohne Grenzen. Beispiele archäologischer Forschungen am Beginn des 21. Jahrhunderts

Berit Valentin Eriksen, Angelika Abegg-Wigg, Ralf Bleile und Ulf Ickerodt (Hrsg.)

Interaktion ohne Grenzen. Beispiele archäologischer Forschungen am Beginn des 21. Jahrhunderts
Interaction without borders. Exemplary archaeological research at the beginning of the 21st century

Die Publikation enthält 78 Beiträge Buchcover Interaktion ohne Grenzen internationaler Autorinnen und Autoren in deutscher und englischer Sprache zur Archäologie von der Steinzeit bis in das Mittelalter, Aspekten der Forschungsgeschichte sowie methodologischen Studien zur Denkmalpflege und zur musealen Öffentlichkeitsarbeit. Behandelt werden Funde und Befunde aus Europa, Russland, dem Nahen Osten und Südamerika. Schwerpunkte liegen dabei in Themen zur Römischen Kaiserzeit in Nord- und Mitteleuropa und der Wikingerzeit.

Das Buch ist ab sofort erhältlich beim Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein, Brockdorff-Rantzau-Straße 70, 24837 Schleswig.
www.archaeologie.schleswig-holstein.de

984 Seiten, zahlreiche Farb- und S/W-Abbildungen, zwei Bände im Schuber, Hardcover

75 Euro + Versandkosten

ISBN 978-3-00-057735-2

Die Rus’ im 9.–10. Jahrhundert. Ein archäologisches Panorama

Nikolaj A. Makarov

Die Rus’ im 9.–10. Jahrhundert. Ein archäologisches Panorama

Das Werk gibt einen umfassenden Buchcover Die Rus’ im 9.–10. JahrhundertÜberblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu den Hauptzentren der frühen Rus’ sowie zu jenen, die im 9./10. Jh. zum Zusammenschluss dieser Zentren zu einem politischen Gesamtgefüge geführt haben. Die Autoren und Autorinnen skizzieren die Entwicklung verschiedener Siedlungen und politischer Machtzentren zwischen dem mittleren Dnepr und dem Volchov. Dabei erfassen sie einen Zeitraum, der sich von der Ersterwähnung des Ethnonyms „Rus’“ in mittelalterlichen Texten bis zum Ende der Regentschaft von Fürst Vladimir I. Svjatoslavič erstreckt, mit der die territoriale Herausbildung des neuen Staates weitgehend abgeschlossen war. Die historische Situation dieser Zeit wird auf der Grundlage historischer und archäologischer Untersuchungen dargestellt. Dabei fällt dem archäologischen Material das Hauptgewicht zu, es bildet mithin nicht den Hintergrund, sondern den Ausgangspunkt für die Rekonstruktion historischer Ereignisse.

541 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Wachholtz-Verlag/Murmann Publishers 59,00 Euro

ISBN: 9783529013744

Welt und Umwelt frühmesolithischer Jäger und Sammler

Buchcover Dissertation D. Gross

Daniel Groß

Welt und Umwelt frühmesolithischer Jäger und Sammler

Untersuchungen und Materialien zur Steinzeit in Schleswig-Holstein und im Ostseeraum

Band 8.

 

Verlag Ludwig 2017

ISBN 978-3-86935-318-0
ISSN 2510-313X

Aikaterini Glykou: Neustadt LA 156. Ein submariner Fundplatz des späten Mesolithikums und des frühesten Neolithikums in Schleswig-Holstein

Cover GlykouAikaterini Glykou 

Neustadt LA 156. Ein submariner Fundplatz des späten Mesolithikums und des frühesten Neolithikums in Schleswig-Holstein. Untersuchungen zur Subsistenzstrategie der letzten Jäger, Sammler und Fischer an der norddeutschen Ostseeküste.

Untersuchungen und Materialien zur Steinzeit in Schleswig-Holstein und im Ostseeraum

Band 7

Wachholtz Verlag – Murmann Publishers, Kiel/Hamburg 2016.

 

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Das Thorsberger Moor vol. 3

Thorsberger Moor, Volume 3

The  military equipment. Investigations comparing Roman and Germanic weaponry

By Suzana Matešič

Publisher and distributor: Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e.V., Schloss Gottorf

Schleswig 2015

124 colour platesCover Thorsberg 3


The publication of the third volume completes the 'Thorsberger Moor' series of monographs. This final volume deals with the military equipment found in the Thorsberger Moor. It is in two parts and includes a comprehensive catalogue and 124 colour plates. The text part contains analyses of the various find categories: swords, shields, helmets, chain-mail and miscellaneous other weaponry. In some categories, previous typologies could be expanded, thereby confirming the limited spatial distribution of certain types. In other cases, new typologies were elaborated to specifically reflect the range of types represented in the Thorsberger find spectrum. Comparison of the decorations allowed some of the finds related to swords to be grouped into sets. Moreover, in the course of the excavation, several find concentrations were recorded: these are now presented and analysed together as find assemblages. The deliberate destruction of objects is discussed, as are the Roman and Germanic inscriptions on objects. A chronological evaluation reveals how many deposits in the Thorsberger Moor could be determined on the basis of the militaria; how these are dated; and to what extent the results correspond with the results of the analyses of the horse harnesses and personal equipment.
An important objective of the study was to investigate the Roman and Roman-influenced Germanic militaria in the find material. Indeed, not only was a considerable proportion of the militaria in the Thorsberger Moor find material actually Roman, it could be proved that there were also typological relationships with certain supposedly purely Germanic types.
The investigation of the military equipment from the Thorsberger Moor was conducted on three levels. Find-specific examinations and find-category comparisons led, on the second level, to an analysis of the site in relation to the composition of the militaria together with the horse harnesses and the personal equipment. On the third level, the site itself was compared with other approximately contemporary sites with sacrificial deposits of war booty to determine any regional differences between the individual sites. Furthermore, the question of whether and to what extent the Thorsberger Moor find spectrum has parallels in Scandinavian and Continental graves containing weapons, thus implying possible cultural connections, is discussed; as is the extent to which possible insights are limited by cremation as the prevailing form of burial and a very selective custom of weapons as grave goods. Finally, the range of Roman militaria types observed in the Thorsberger Moor is compared with those found outside and within the borders of the Roman Empire.
This publication supplements the already published monographs on horse harnesses and personal equipment and the collective volume on the history of the finds and their investigation, together with the scientific analyses and material assessments, so that, for the first time, the metal and leather finds from the Thorsberger Moor are presented in their entirety.

Flint Daggers in Prehistoric Europe

Flint Daggers in Prehistoric Europe

Catherine J. Frieman; Berit Valentin Eriksen (Editors)

Regulärer Preis: £40.00
Sonderpreis: £30.00
ISBN: 9781785700187 | Erschienen bei: Oxbow Books |2015 | Sprache: Englisch, 176 Seiten, 280 x 216 mm schwarz/weiß Illustrationen

Bestellung bei Oxbowbooks

 

Flint Daggers gesamt

Schon seit mehr als einem Jahrhundert gehören Flintdolche zu den am intensivsten erforschten und auch am ausführlichsten publizierten Steinwerkzeugen der späten Urgeschichte. Es ist wohlbekannt, dass sie in ganz Europa und darüber hinaus zu finden sind. Viele waren über mehrere Generationen hinweg in weitem Umlauf. Dennoch haben sich bisher erst wenige Wissenschaftler mit der Gesamtheit des Phänomens „Flintdolche“ befasst. Die vorliegende Publikation führt nun Artikel zusammen, die sich mit Fragen der regionalen Variabilität und gesellschaftlichen und handwerklichen Komplexität der Flintdolche und ihrer Produktion beschäftigen. Der Fokus liegt auf der Typologie, Chronologie, Funktionalität sowie der Bedeutung von Flint- und anderen Steindolchen, die überwiegend im prähistorischen Europa gefertigt wurden, aber auch im östlichen Mittelmeerraum und Ostasien vorkommen. Die 14 Beiträge von führenden Forschern liefern einen umfassenden Überblick über den Erkenntnisstand, sowohl in Hinblick auf unterschiedliche Flintdolch-Korpora als auch auf mögliche Wege für die Entwicklung einer Forschungsagenda über nationale, regionale und fachliche Grenzen hinweg. Das Buch basiert auf einer Session der European Association of Archaeology-Tagung 2011, enthält aber auch darüber hinaus eingereichte Beiträge.

Inhalt

1. Foreword
2. Introduction. Flint daggers: A historical, typological and methodological primer (Frieman & Eriksen)
3. Lithic Daggers in the Ancient Near East – Whence and Whither? (Zimmermann)
4. Dagger-like flint implements in Bronze Age Egypt (Graves-Brown)
5. Origins and Development of Flint Daggers in Italy (Guilbeau)
6. On flint and copper daggers in Chalcolithic Italy (Steiniger)
7. The Pressigny Phenomenon (Ihuel, Pelegrin, Mallet & Verjux)
8. The cultural biography of the Scandinavian daggers in the northern Netherlands (Van Gijn)
9. A parallel-flaked Scandinavian type flint dagger from Lent: an indicator of contacts between the central Netherlands and northern Jutland during Bell Beaker times (Drenth)
10. Bloody Daggers. A discussion of the function of Late Neolithic flint daggers from a South Scandinavian point of view (Varberg)
11. Making a point: Re-evaluating British flint daggers in their cultural and technological contexts (Frieman)
12. Bifacial flint daggers from the Early Bronze Age in Volhynia – Lesser Poland (Grużdź, Migal & Pyżewicz)
13. Silicite daggers from the territories of the Czech Republic and Slovakia (a preliminary study) (Přichystal and Šebela)
14. Metal Adoption and the Emergence of Stone Daggers in Northeast Asia (Shoda)
15. ‘Art thou but a dagger of the mind?’ Understanding lithic daggers in Europe and beyond (Frieman)

Archäologie und Runen

O.Grimm/A.Pesch (Hrsg.), Archäologie und Runen - Fallstudien zu Inschriften im älteren Futhark

Beiträge zum Workshop am Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) in Schleswig am 3./4. Februar 2011

Schriften des Archäologischen Landesmuseums - Ergänzungsreihe vol. 11Cover Archäologie und Runen

 

 

 

25 articles, partly in English, 488 pages

► Table of contents

 

 

 

Wachholtz-Verlag/Murmann Publishers 49,80 Euro

ISBN: 9783529018817

Order at Wachholtz Verlag

The Powers of Animals. Migration Period gold collars and the fundamentals of Germanic art

Alexandra Pesch: Die Kraft der Tiere. Völkerwanderungszeitliche Goldhalskragen und die Grundsätze germanischer Kunst. Unter Mitarbeit von Jan Peder Lamm, Maiken Fecht und Barbara Armbruster (Kataloge des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 47, zugleich Schriften des archäologischen Landesmuseums, Monographien 12). Mainz 2015.

Cover Goldhalskragen
The three fifth-century gold collars from Sweden are exquisite pieces of jewellery of the highest technical and iconographic quality, outstanding products of their time. They were found in the nineteenth century already and have fascinated both amateurs and professionals ever since. Nevertheless, this is the first major academic monograph on the 'regal insignia'. The illustrations are excellent. The emphasis is on how the collars were made, who wore them and what was their significance. Above all, however, the hundreds of figurative images decorating the collars are analysed in detail: tiny figures of animals, hybrid creatures and deities, symbols and signs.  An elaborate pictorial language, based mainly on images of animals, was in widespread use in northern Europe around AD 450. The interdisciplinary approach of this book allows us to penetrate the meaning of these miniatures. The deciphering of the pictorial code provides an in-depth insight into an in many ways mysterious past and the mindscapes of the Germanic people in pre-Christian times.


Hardcover (21 x 30 cm), 671 pages, 720 illustrations, mainly in colour, and 53 colour plates.  With appendices in Swedish (archive information on the finds) and a comprehensive English summary.

Das Thorsberger Moor, Band 2

Thorsberger Moor, Volume 2

Personal equipment


by Ruth Blankenfeldt

Publisher and Distributor: Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e.V., Schloss Gottorf
Schleswig 2015
59 colour platesCover Thorsberg 2

The second volume of the "Thorsberger Moor" series presents finds from the sacrificial site that can be described as warriors' personal equipment. These finds include dress accessories such as brooches and belt fittings, utilitarian objects, jewellery and other personal items. Also included in this study are some exceptional pieces of a highly prestigious nature: two gold-plated decorative discs and a curved sheet of metal, also covered with gold foil.
The number of sacrificial deposits and the chronology of their deposition are discussed on the basis of archaeological and historical analyses. Since the finds from sacrificial sites with votive deposits of military equipment are usually non-local objects, they are also considered with a view to determining the geographical and cultural origin of the defeated warriors.
Given the particular preservation conditions, i.e. with a very low pH value, artefacts made of iron have rarely survived in the Thorsberger Moor. Moreover, the chemical conditions have also diminished the preservation of objects with a high apatite content (horn and bone). As a result, there is absolutely no trace of the traditional chronological 'indicators', such as lance and spearheads or combs, which on the basis of their raw material and form would normally yield detailed information about the origin of their former owners. Consequently, costume accessories, especially brooches and belt fittings, become the main chronological and chorological indicators for the deposits in the Thorsberger Moor.
The two gold-plated discs and the curved sheet can be classified among the most magnificent pieces of equipment of a social and military elite. They are high-quality status symbols made of precious material and are richly decorated with figurative art. However, neither the discs nor the curved sheet permit an analysis of the origin of the warriors or the dates of the votive depositions in the Thorsberger Moor. Artistically, these exceptional finds can be placed in the context of decorative insignia from North European Barbaricum and are thus prestigious evidence of early Germanic art.

Petra Westphalen: Die Häuser von der frühgeschichtlichen Warft Elisenhof

Offa Bücher 87

Among the major archaeological research projects concerning the west coast of Schleswig-Holstein is, without a doubt, the early medieval dwelling mount of Elisenhof on Eiderstedt near Tönning in the District of Nordfriesland. The site has been repeatedly investigated since the 1960s and has appeared and been discussed in numerous publications. This Viking Age inland settlement at the mouth of the River Eider is an important regional and functional counterpart to the early urban trading centre of Hedeby (Haithabu) on the River Schlei. In the present volume, the numerous house remains and other features found in the settlement on the Elisenhof dwelling mound have also been presented and discussed in detail.


Order at Wachholtz Verlag

Stefanie Klooß: Mit Einbaum und Paddel zum Fischfang

Mit Einbaum und Paddel zum Fischfang − Holzartefakte von endmesolithischen und frühneolithischen Küstensiedlungen an der südwestlichen Ostseeküste

(Out fishing with a dugout and paddle − wooden artefacts from the late Mesolithic and early Neolithic coastal settlements on the southwestern Baltic coast) with its cover illustration of a dugout and paddle is a study carried out by Stephanie Klooß of Kiel.Cover Klooss It is published as Volume 6 in the series Untersuchungen und Materialien zur Steinzeit in Schleswig-Holstein und im Ostseeraum (Studies and materials of the Stone Age in Schleswig-Holstein and the Baltic Area). This is the second volume to be edited as a collaborative undertaking by the Archäologisches Landesmuseum (ALM) and the Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA). The aim of the study was the dendrochronological and technological-ergological examination of wooden artefacts from late Mesolithic and early Neolithic sites on the southwestern Baltic coast of northern Germany that were archaeologically investigated recently.

Quo vadis? Status and Future Perspectives of Long-Term Excavations in Europe

Schriften des Archäologischen Landesmuseums – Ergänzungsreihe Band 10

Claus von Carnap-Bornheim (ed.)

Quo Vadis? Status and Future Perspectives of Long-Term Excavations in Europe

International conference, Schleswig, 26.–28. Oct. 2011

15 articles on famous and long-known excavations sites in Europe completely in English

280 pages with many illustrations

Wachholtz Verlag, Neumünster/Hamburg 2014,
ISBN 9783529018800

50 Euro

Order: zbsa@schloss-gottorf.de

or

► Order at Wachholtz Verlag

 map quo vadis

 

Die frühe Phase der Urbanisierung an der südlichen Ostseeküste im ersten nachchristlichen Jahrtausend

Sunhild Kleingärtner

Kleingärtner CoverStarting in the 8th century AD, a number of so-called maritime trading centres were established in the Baltic area. They differed in structure from the other settlements on the southern Baltic coast. Now, for the first time, Sunhild Kleingärtner provides a detailed synopsis of the characteristics and development of the maritime trading centres at Groß Strömkendorf, Rostock-Dierkow, Menzlin and Ralswiek, from a diachronic perspective.

Her study is published as Volume 13 in the series Studien zur Siedlungsgeschichte und Archäologie der Ostseegebiete (Studies on the settlement history and archaeology of the Baltic area, founded by Friedhelm Debus and Michael Müller-Wille), edited by Claus von Carnap-Bornheim of the Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA), Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf in Schleswig, and Matthias Wemhoff of the Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin − Preußischer Kulturbesitz, in collaboration with Ulrich Müller, Institut für Ur- und Frühgeschichte at Christian-Albrechts-Universität in Kiel.

21 x 29.7 cm, 512 pages with numerous illustrations and plates, hardback.

Published in the series Studien zur Siedlungsgeschichte und Archäologie der Ostseegebiete, Bd. 13


ISBN: 3 529 013730

50 Euro

Order at Wachholtz Verlag

Neue Publikationsreihe „Das Thorsberger Moor“ (Herausgeber Claus von Carnap-Bornheim)

Thorsberg Band 1 CoverMit der neuen Reihe „Das Thorsberger Moor“ unter der Herausgeberschaft von Claus von Carnap-Bornheim, in der nun Band 1 und Band 4 erschienen sind, veröffentlicht das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie moderne Untersuchungen zu dem bekannten gleichnamigen Opferplatz.

Der Fundplatz liegt im nördlichen Schleswig-Holstein und gehört zu einer Reihe von Fundplätzen im nördlichen Europa, in denen in den ersten Jahrhunderten nach Christus in verschiedenen kultischen Deponierungen die Ausrüstungen, Waffen und Pferdegeschirre germanischer Krieger niedergelegt wurden.

 

Das Thorsberger Moor, Band 1

Die Pferdegeschirre. Germanische Zaumzeuge und Sattelgeschirre als Zeugnisse kriegerischer Reiterei im mittel- und nordeuropäischen Barbaricum

von Nina Lau

Verlag und Vertrieb: Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e.V., Schloss Gottorf

Schleswig 2014

ISBN 978-3-00-046354-9

484 Seiten mit zahlreichen Abbildungen; zusätzlich 64 Farbtafeln

49 Euro

► zum Bestellformular

 

Das Thorsberger Moor ist der Opferplatz von Heeresausrüstungen im Barbaricum, an dem sich die größte Anzahl von Pferdegeschirrgarnituren fand. Sie gehören zeitlich in die beiden großen Deponierungen in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. und um etwa 300 n. Chr. Die Pferdegeschirre lassen eine Rekonstruktion von Ausrüstungen der Kriegspferde zu, die im germanischen Heer dieser Zeit zum Einsatz kamen, aber auch der Reitweise germanischer Krieger. Die aufwendige Gestaltung und die detailreichen, aufeinander abgestimmten Verzierungen der zahlreichen, einzelnen Bestandteile der Garnituren deuten darauf hin, dass es sich bei den Pferdegeschirren um Auftragsarbeiten wohlhabender Angehöriger der gesellschaftlichen und militärischen Elite handelte. Die Ausrüstungen der Pferde aus dem Thorsberger Moor lassen deutliche Bezüge zu römischen Zaumzeugen und Sattelgeschirren erkennen, was mit der Entwicklung der germanischen Pferdegeschirre auf Basis römischer und keltischer Vorbilder zusammenhängt. Diese Entwicklung, die auf einer neuen Typologie der Zaumzeuge mit Zügelketten der Römischen Kaiserzeit im gesamten Barbaricum beruht, ist zusätzlich zu der Analyse der Pferdegeschirre aus dem Thorsberger Moor Gegenstand der Publikation.

 

Das Thorsberger Moor, Band 4Thorsberg Band 4

Fund- und Forschungsgeschichte, naturwissenschaftliche und materialkundliche Untersuchungen

Mit Beiträgen von Ruth Blankenfeldt, Claus von Carnap-Bornheim, Walter Dörfler, Julia Gräf, Klemens Kelm, Nina Lau, Suzana Matešić und einem Nachdruck von Conrad Engelhardt (1825–1881).

Verlag und Vertrieb: Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e.V., Schloss Gottorf

Schleswig 2014.

ISBN 978-3-00-046355-6

446 Seiten mit zahlreichen Abbildungen

49 Euro

► zum Bestellformular

 

In Band 4 der Reihe „Das Thorsberger Moor“ werden durch verschiedene Autorinnen und Autoren einzelne Aspekte zum Fundplatz vorgestellt. Eine Einführung zum Fundplatz durch Ruth Blankenfeldt, Nina Lau und Suzana Matešić legt die ausführliche Fund- und Forschungsgeschichte, Untersuchungen zu den naturräumlichen Gegebenheiten, Archivalien und zum Fundbestand dar. Die erste grundlegende Monographie zum Fundplatz durch den Ausgräber Helvig Conrad Engelhardt aus dem Jahr 1863 wird im vorliegenden Band in hervorragender Qualität in einem Nachdruck zu Verfügung gestellt.

Es folgen Artikel zu einzelnen Aspekten des Thorsberger Moores wie die Analysen der Lederfunde durch Julia Gräf, der Paläoökologie durch Walter Dörfler und metallographische Untersuchungen durch Klemens Kelm. Abschließend werden die Ergebnisse zum Thorsberger Moor, auch aus den in Kürze folgenden Bänden 2 und 3 von Ruth Blankenfeldt und Suzana Matešić, in einem Fazit durch den Herausgeber der Reihe, Claus von Carnap-Bornheim, zusammengefasst, und der Forschungsstand zum Fundplatz wird in den großen Rahmen der weiteren Opferplätze mit Heeresausrüstungen im nördlichen Europa eingeordnet.

 

 

Chamber graves in the Barbaricum

On Influences and Transitional Phenomena from the Pre-Roman Iron Age to the Migration Period


International conference
Schleswig, 25–27 November, 2010

Angelika Abegg-Wigg/Nina Lau (eds), Kammergräber im Barbaricum. Zu Einflüssen und Übergangsphänomenen von der vorrömischen Eisenzeit bis in die Völkerwanderungszeit (Chamber graves in the Barbaricum. On Influences and Transitional Phenomena from the Pre-Roman Iron Age to the Migration Period) in Schriften des Archäologischen Landesmuseums Ergänzungsreihe Band 9 (Publications of the State Archaeological Museum, Volume 9), published by Wachholtz Verlag, Neumünster/Hamburg 2014, 448 pages, ISBN 978 3 529 01879 4

Lavishly furnished burial chambers are a striking phenomenon among the burial customs of the 1st to 4th centuries AD in central and northern Europe. The current archaeological research on these graves is presented in a publication that appeared in April 2014, in which further chamber graves dating to as late as the 6th century are also considered. The geographical area stretches from Norway, Sweden, Denmark, Britain, Germany, Poland and Slovakia to the Czech Republic and Hungary. Some chamber graves were already excavated in the 19th century but new information has come, above all, from well-preserved grave structures that have been discovered recently and archaeologically documented in detail.

The two editors, Dr Angelika Abegg-Wigg and Dr Nina Lau, point out that this volume provides a compact overall review of the origins and development of burials in chamber graves. Angelika Abegg-Wigg, curator at the State Archaeological Museum, and Nina Lau, research associate at the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology, had organised the international conference on the subject at Schloss Gottorf in 2010. The papers presented then are thus now available in print.

This publication is Volume 9 in the series entitled  Schriften des Archäologischen Landesmuseums Ergänzungsreihe. It contains papers by 24 authors, in German and English, together with numerous illustrations, some in colour.

Nydam Mose, Band 3 und 4. Die Schiffe.

Andreas Rau (Hrsg.).

Nydam 3 CoverIn two books, Nydam Mose 3 & 4 − Die Schiffe (Nydam bog 3 & 4 − the boats), the ZBSA has published new studies on a well-known find, the Nydam boat. Further excavations in Nydam bog by the Danish National Museum in the 1990s brought to light important new information on the Nydam boat and two other boats that were also deposited in Nydam bog. These new excavations have been published by Flemming Rieck (Køge Museum), with descriptions of the finds, illustrations of selected objects  and excavation diagrams (Nydam Mose 3). A group of renowned scholars from Denmark and Germany have also re-evaluated the technological and functional role of the Nydam boat finds: these studies have been combined in a richly illustrated volume of essays (Nydam Mose 4).

The project was directed by Dr Andreas Rau of the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA). The publication of the latest research on one of the most important archaeological objects connected with the early history of central and northern Europe thus coincided with the 150th anniversary of its discovery (the Nydam boat was found and excavated in 1863).

The books can be ordered as a set of two volumes from the
Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf oder den or Aarhus University..

Hunting in northern Europe until 1500 AD

Old Traditions and Regional Developments, Continental Sources and Continental Influences

Umschlag HuntingDer Tagungsband zum Jagd-Workshop

 

► zur Bestellung beim Wachholtz Verlag

Keimzelle dieses Buches war ein internationaler Workshop, den das ZBSA im Juni 2011 unter dem Titel Hunting in Northern Europe AD 500–1500. Old Traditions, Regional Developments and Foreign Influences veranstaltete. Ziel dieser Konferenz, wie auch dieses darauf aufbauenden Buches, war, Jagd in einer diachroner Perspektive durch Beispielstudien ganz unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen zu betrachten. Dies gründet auf der Überzeugung der Herausgeber, dass eine Kulturgeschichte der Jagd nur erfolgreich erarbeitet werden kann, wenn alle relevanten geistes- und naturwissenschaftliche Disziplinen an den notwendigen Diskussionen beteiligt werden.

Zwei Aspekte stehen in diesem Band im Mittelpunkt der 35 in sich abgeschlossenen, aber durch rahmende Kapitel zusammengeführten Einzelbeiträge. Zum einen gilt es, das Spannungsfeld zwischen einheimischen nordeuropäischen Jagdtraditionen, regionalen Entwicklungen und kontinentaleuropäischen Einflüssen im Zeitraum vom Jungpaläolithikum bis zum Mittelalter zu beleuchten, wozu vielfältige Quellengattungen zur Verfügung stehen: In erster Linie sind dies archäologische Befunde (z. B. Jagdfallen) und Funde (z. B. Jagdwaffen) oder Knochen von erbeuteten Tieren, zudem steuern ethnoarchäologische Beobachtungen und experimentell-archäologische Versuche wichtige Einblicke in die sich wandelnden Methoden und Taktiken bei. Zum anderen soll auch die geistig-kulturelle und herrschaftspolitische Relevanz von Jagd analysiert werden, ein Aspekt, der auf Auswertungen Schrift- und Bildquellen, Ortsnamen und Realien beruht.

Diesen Ansatz reflektiert die Gliederung des Buches, das sich der Geschichte der Jagd von verschiedenen Seiten nähert und eine aktuelle Zusammenschau höchst unterschiedlicher Quellen bietet. Der herausgebenden Institution gemäß sind es primär Archäologen und Archäozoologen, die verschiedenste Aspekte der Jagd in Nord- und Mitteleuropa vom Ende der Eiszeit bis zum Ende des Mittelalters darstellen (Beiträge von Sveinung Bang Andersen, Claus Dobiat, Aikaterini Glykou, Oliver Grimm, Leif Hansen, Sönke Hartz, Bodil Holm Sørensen, Ulf Ickerodt, Svein Indrelid, Wietske Prummel, Christoph Reichmann, Peter Trebsche, Ulrich Schmölcke, Peter Vang Pedersen, Maria Vretemark, Mara-Julia Weber). Flankiert werden diese Studien durch Analysen der Jagdausübung in den römisch-kaiserzeitlichen Provinzen an Rhein und Donau (Thomas Fischer) sowie durch eine Untersuchung der Jagdrelevanz im prähistorischen and historischem Litauen (Algirdas Girininkas, Linas Daugnora). Experimentalarchäologie findet sich in einem Beitrag über Rekonstruktionen und Effektivitätstests vor- und frühgeschichtlicher Pfeile und Bögen (Harm Paulsen), Landschaftsarchäologie liefert entscheidene Details insbesondere über frühe Tiergärten und Jagdwälder und damit über die Jagd als Statussymbol mittelalterlicher Oberschichten (Åsa Åhrland, Martina Giese, Christian Radtke, Christoph Reichmann, Jürgen Udolph). Auf Hunde und Greife, seit Jahrtausenden Begleiter des Menschen auf der Jagd, gehen eine ganze Reihe von Artikeln näher ein (Claus Dobiat, Bodil Holm Sørensen, Wietske Prummel, Ulrich Schmölcke, Peter Vang Pedersen, Sigmund Oehrl, Maria Vretemark), und die Bedeutung von naturwissenschaftlichen Methoden wie Archäogenetik und die Analyse stabiler Isotope in Knochen in der Jagdforschung wird ebenfalls diskutiert (John Meadows, Elena A. Nikulina, Svein Indrelid). Doch neben diesen Fächern, die der Archäologie im weitesten Sinne zuzurechnen sind, kommen auch rein geisteswissenschaftliche Disziplinen ausführlich zu Wort. Die Auswertung von Schriftquellen (Åsa Åhrland, Lydia Carstens, Martina Giese, Frode Iversen, Siegmund Oehrl, Christian Radtke), Bildern (Åsa Åhrland, Vera Henkelmann, Sigmund Oehrl) und Ortsnamen (Inge Særheim, Jürgen Udolph, Frode Iversen) trägt ganz wesentlich zum Verständnis von räumlichen und zeitlichen, diachronen und synchronen Traditions- und Innovationslinien im Bereich der nordeuropäischen Jagd bei.

Das Buch will sich als ein neuartiger Ansatz zu einer synthetischen Jagdgeschichtsforschung verstanden wissen. Deshalb schließt es mit einem sehr konkreten Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten und -aufgaben. Drei Schlüsselaspekte werden dabei als besonders bedeutsam für weiterführende Untersuchungen herausgestellt: langlebige Traditionen sowie regionale Entwicklungen in Nordeuropa und kontinentaleuropäische Einflussnahmen auf Nordeuropa.

Insofern ist dieses Buch, das keine Parallele in der nordeuropäischen Forschung hat, als breite Startbahn für zukünftige vom ZBSA initiierte Arbeiten zu verstehen.

 

Rezensionen

Leif Häggström, Fornvännen 109, 2014, 61

Mads Dengsø Jensen, Kuml 2014, 340-343

 

Die frühmittelalterlichen Ringwälle im westlichen und mittleren Holstein

Thorsten Lemm

Die frühmittelalterlichen Ringwälle im westlichen und mittleren Holstein

This book, which has been written as a doctoral thesis at the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology, represents the first comprehensive work on the ring-forts from the 9th to the 11th centuries within the former Saxon settlement area north of the river Elbe. In detail the author discusses the fortresses´ locations, constructions and find materials and interprets them within their archaeological, historical and geographical contexts. Even military-theoretical considerations are included within the interpretations. As a result of his analyses and by taking account of recent historical conclusions the author presents an all new perspective on the ring-forts and Saxon Northelbia as a whole.

 

Lemm Cover

Published by the Archaeological State Museum and the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology under the aegis of the Foundation of the Schleswig-Holstein State Museums at Schloss Gottorf.

21 x 29,7 cm, 776 p., 2 vol., numerous illustrations and plates, 2013

In the series Publications of the Archaeological State Museum Vol. 11

 

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Goldsmith Mysteries

Alexandra Pesch und Ruth Blankenfeldt (Hrsg.), Goldsmith Mysteries. Archaeological, pictorial and documentary evidence from the first millennium AD in northern Europe. Papers presented at a workshop organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig, October 20th and 21st, 2011


Cover Goldsmith MysteriesDer neue, zweisprachige ZBSA-Band beschäftigt sich mit den rätselhaften Gold- bzw. Feinschmieden und ihren Werkstätten im ersten nachchristlichen Jahrtausend. Obwohl deren Produkte, etwa Prunkfibeln, Schwertgriffe, Brakteaten oder Ringschmuck das Goldzeitalter im Norden charakterisieren und für die Kultur insbesondere durch die verwendete Bildersprache identitätsstiftend sind, galten Fragen nach der konkreten Lokalisierung und dem Aussehen der Werkstätten, nach den verwendeten Werkzeugen und Geräten, nach der Herkunft bzw. Ausbildung der Schmiede und vor allem auch dem Status der Schmiedemeister bisher weitgehend als ungeklärt. Daher fand zu diesem Thema im Oktober 2011 in Schleswig am ZBSA der von der Thyssen Stiftung geförderte „Workshop Workshop“ statt, auf dessen Vorträge die Beiträge des Bandes zurückgehen. Es wird eine grundlegende Darstellung des Standes der Forschung bezüglich der nordeuropäischen Schmiede im ersten nachchristlichen Jahrtausend geboten. Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsansätze und zahlreiche neue Erkenntnisse präsentiert. Die inhaltlich aufeinander abgestimmten Beiträge zumeist namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sieben Ländern ergänzen sich, so dass der gesamte Themenbereich von verschiedenen Seiten beleuchtet wird und sich interessante Verbindungen und Synergien ergeben.

 

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Wojciech Nowakowski: Masuren in der Römischen Kaiserzeit

Jankuhn Masuren CoverAuswertung der Archivalien aus dem Nachlass von Herbert Jankuhn

 

 

21 x 29,7 cm, 280 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Tafeln, gebunden. Aus der Reihe: Studien zur Siedlungsgeschichte und Archäologie der Ostseegebiete Bd. 12

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Hartwig Lüdtke: Die einheimische Keramik aus dem Hafen von Haithabu

Ausgrabungen in Haithabu Bd. 17

Cover Haithabu 17Als Johanna Mestorf 1922 ihren grundlegenden Aufsatz zur Identifizierung der aus Schriftquellen bekannten Handelssiedlung Haithabu vorlegte, war der Hafen der Siedlung ein zentraler Aspekt. Zahlreiche weitere Berichte, die im Verlauf der folgenden Jahrzehnte erschienen, betonten nicht nur die spezielle geografische Lage des Platzes Haithabu, sondern in besonderer Weise auch den Hafen als zentralen Lebensnerv, welcher diese frühstädtische Siedlung über die Schlei mit dem gesamten Ostseeraum verband. Vor dem Hintergrund der Position Haithabus auf halber Strecke zwischen Nordsee und Ostsee, zwischen nordseeorientierter Treene und ostseeorientierter Schlei, war dem weitgehend per Schiff durchgeführten Fernhandel, der den Nordsee- mit dem Ostseeraum verband, in der Forschung stets besondere Aufmerksamkeit zuteil geworden. Dieser Band von Hartwig Lüdtke wertet nun die Funde einheimischer Keramik aus der Hafengrabung von 1979/80 aus.

Mara-Julia Weber: From technology to tradition – Re-evaluating the Hamburgian-Magdalenian relationship

Cover Weber

21 x 29,7 cm, 256 pages, English text, many illustrations, soft cover. Series: "Untersuchungen und Materialien zur Steinzeit in Schleswig-Holstein und im Ostseeraum", vol. 5

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Nina Lau: Pilgramsdorf / Pielgrzymowo. Ein Fundplatz der römischen Kaiserzeit in Nordmasowien. Eine Studie zu Archivalien, Grabsitten und Fundbestand

Cover Pilgramsdorf

224 pages, English and Polish summary

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