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Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit

PD Dr. phil. habil. Alexandra Pesch

Forschungen über die völkerwanderungszeitlichen Goldbrakteaten, ihre Ikonographie und Verbreitung sowie auch über ihre semantische wie gesellschaftliche Bedeutung sind ein wichtiger Pfeiler der Bildforschung im ZBSA. Hierzu gehören das Ausstellen von Expertisen bei auswärtigen Anfragen, die ständige Korrespondenz mit anderen BrakteatenforscherInnen (insbesondere dem internationalen »Brakteatenteam«) sowie die Publikation der Ergebnisse. Interdisziplinarität ist dabei von besonderer Bedeutung (Archäologie, Geschichte, Religionsgeschichte, Skandinavistik, Numismatik etc.).

Das Kernteam der Brakteatenforschung:

Dr. Morten Axboe (Kopenhagen), Dr. Charlotte Behr (London), Prof. Dr. Wilhelm Heizmann (München), Dr. habil. Sigmund Oehrl (Stockholm), Dr. habil. Alexandra Pesch (Schleswig).

Voraussetzung und Grundlage der Forschungen ist auch der intensive und regelmäßige Austausch mit weiteren Kolleginnen und Kollegen insbesondere aus Skandinavien.

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1. Schleswiger Brakteaten-Werkstattgespräch, 3.–5. April 2019 auf Schloss Gottorf

Nach dem Erscheinen des Katalogwerkes zur Ikonographie der Goldbrakteaten (IK) und dem Auswertungsband“ (Axboe/Heizmann 2011) sowie angesichts vieler neuer Entwicklungen und Fragen bezüglich der Fortführung der Goldbrakteatenregistrierung und –publikation wurde eine alte Tradition intensiver Forschungsdialoge wieder aufgenommen: die „Werkstattgespräche“ der internationalen Brakteatenforschung, einstmals angeregt und organisiert durch Karl Hauck.

Aktuelle und drängende Fragen wurden bei dem Treffen diskutiert: Braucht die Brakteatenforschung in Zukunft ein Zentrum, in dem Neufunde gemeldet, bearbeitet und veröffentlicht werden? Und wenn ja, wie kann dieses aussehen? Was muss dort sein, damit es attraktiv ist, Funde zu melden? Es handelte sich um ein echtes, ergebnisoffenes Treffen, einen informellen Austausch im Sinne eines „think tanks“. Auch Möglichkeiten externer Finanzierung standen auf der Agenda.

Vor allem ging es um die Idee, in Schleswig eine interaktive Datenbank aufzubauen, die als open data-Ressource von außen zugänglich ist: Finder bzw. Kooperationspartner sollen Neufunde direkt melden können, dafür dann Informationen und Listen wie auch Karten und Texte herunterladen oder auch erstellen können. In enger Zusammenarbeit mit der GIS-Abteilung (Dipl.-Ing. Karin Göbel) wurden die Grundlagen dafür bereits geschaffen: Die Fundplätze der Goldbrakteaten wurden geo-referenziert und eine Datenbank, welche wesentliche Daten zu den einzelnen Funden beinhaltet, mit den Geodaten verknüpft. So soll es bald möglich werden, bei Interesse an bestimmten Brakteaten, konkreten Fundregionen, Seriationen (Axboe 2004) oder auch Formularfamilien (Pesch 2007), mit Hilfe der DB nach Vergleichsfunden zu suchen und dabei ikonographische, runologische, technologische und andere Aspekte in die Analyse einzubeziehen. Eigene Kartierungen relevanter Stücke sollen ebenfalls möglich sein. 

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Zitierte Literatur:

IK = Ikonographischer Katalog 1985–1989: Karl Hauck et al.: Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit. Ikonographischer Katalog (Münstersche Mittelalter-Schriften Bd. 24, 1,1 bis 3,2). München 1985–1989.

Heizmann/Axboe 2011: Wilhelm Heizmann, Morten Axboe (Hg.), Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit – Auswertung und Neufunde (Ergänzungsbände zum RGA 40). Berlin/New York 2011.

Axboe 2004: Morten Axboe, Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit – Herstellungsprobleme und Chronologie (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 38). Berlin/New York 2004.

Pesch 2007: Alexandra Pesch, Thema und Variation – Die Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit (Ergänzungsbände zum RGA 36). Berlin/New York 2007.

 

 

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