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<oembed><version>1.0</version><provider_name>Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)</provider_name><provider_url>https://zbsa.eu/en</provider_url><author_name>Matthias Bolte</author_name><author_url>https://zbsa.eu/en/author/matthias-bolte/</author_url><title>Origins and Influences on Early Gotlandic Picture Stones - Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="mgxkBLJLOW"&gt;&lt;a href="https://zbsa.eu/en/early-gotlandic-picture-stones/"&gt;Origins and Influences on Early Gotlandic Picture Stones&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://zbsa.eu/en/early-gotlandic-picture-stones/embed/#?secret=mgxkBLJLOW" width="600" height="338" title="&#x201C;Origins and Influences on Early Gotlandic Picture Stones&#x201D; &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie" data-secret="mgxkBLJLOW" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;
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&lt;/script&gt;</html><description>Hannah Strehlau M.A. (Dissertation) Das Dissertationsprojekt Origins and Influences on Early Gotlandic Picture Stones: A study on the A-stones and their parallels in the Roman Provinces (Arbeitstitel) befasst sich mit der &#xE4;ltesten Gruppe der Gotl&#xE4;ndischen Bildsteine, genannt Abschnitt A. Das Projekt startete im September 2019 und wird am ZBSA von Prof. Dr. Alexandra Pesch betreut. Zugleich besteht eine enge Kooperation zum Forschungsprojekt Ancient Images 2.0. A Digital Edition of the Gotlandic Picture Stones, das von PD Dr. habil. Sigmund Oehrl seit 2018 an der Universit&#xE4;t in Stockholm geleitet wird und der zudem externer Betreuer der Dissertation ist. Die Gotl&#xE4;ndischen Bildsteine sind eine einzigartige Fundgruppe, die nur auf der schwedischen Insel Gotland in der Ostsee vertreten ist. Heute sind etwa 570 Bildsteine und Fragmente von Gotland bekannt, die &#xFC;ber einen Zeitraum von mindestens 600 Jahren hergestellt und errichtet wurden (ca. 400&#x2013;1000 n. Chr.). Im Jahre 1941 hat der schwedische Arch&#xE4;ologe Sune Lindqvist diese Monumente in f&#xFC;nf Abschnitte (A&#x2013;E) gegliedert. Von den 570 Stelen geh&#xF6;ren 103 zum &#xE4;ltesten Abschnitt A, der bislang in die V&#xF6;lkerwanderungszeit (375&#x2013;550 n. Chr.) datiert wurde und die Grundlage dieser Arbeit bildet. Die bearbeiteten Stelen des Abschnitts A sind in der Regel aus Kalkstein und in Ausnahmef&#xE4;llen aus Sandstein gefertigt. Sie erreichen H&#xF6;hen zwischen weniger als einem und 3,46 m und zeigen ein abstraktes, sich streng wiederholendes Bildprogramm. Besonders typisch f&#xFC;r diesen &#xE4;ltesten Abschnitt der Bildsteine ist eine zentrale, zirkelf&#xF6;rmige Scheibe, die in der Regel ein Wirbelmuster mit mehreren Armen enth&#xE4;lt. In Abweichung dazu kann diese zentrale Scheibe auch einen Vierpassknoten, Rosetten- oder Blumenmuster oder verschiedene Spiralmuster enthalten. Einige Stelen besitzen unter der zentralen Scheibe zwei kleinere Zirkelmotive, die Spiral- oder Rosettenmotive zeigen. Auf anderen Steinen befinden sich an dieser Stelle und/oder auch &#xFC;ber der zentralen Scheibe antithetisch angeordnete Vierbeiner, krokodilartige Wesen oder Menschen. Unter der zentralen Scheibe oder unter den kleineren gepaarten runden Motiven, ist h&#xE4;ufig ein Schiff mit Ruderern und/oder einer rechteckigen Zeltkonstruktion zu sehen. Die Au&#xDF;enkanten der A-Steine sind meist mit parallel laufenden Linien und, vor allem am Kopf, mit m&#xE4;anderartigen Ornamenten geschm&#xFC;ckt. Kein einziger A-Stein wurde in situ, sprich in seiner urspr&#xFC;nglichen Position in der Landschaft, gefunden. Stattdessen wurden sie h&#xE4;ufig oberhalb der Wurzel abgeschlagen oder aus dem Boden gerissen und sekund&#xE4;r in j&#xFC;ngeren Gr&#xE4;bern oder als Spolien in Kirchenbauten verwendet. Dieser Zustand erschwert die genaue Datierung sowie die Interpretation ihres Nutzungskontextes. Bis heute erscheint das pl&#xF6;tzliche Auftreten dieser verzierten Steinstelen, f&#xFC;r deren Bearbeitung ein hoher Grad an technischem und k&#xFC;nstlerischem Geschick in der Steinmetzkunst notwendig ist, als r&#xE4;tselhaft. Dies, wie auch das Fehlen einer vorangehenden, einheimischen Entwicklungsphase, gaben Anlass, nach Parallelen und Vorbildern au&#xDF;erhalb der schwedischen Insel zu suchen, beginnend mit den R&#xF6;mischen Provinzen. Zentrale Fragen des Dissertationsvorhabens sind daher die folgenden: Woher kommt die Idee, bearbeitete und verzierte Steinstelen an bestimmten Orten in der Landschaft aufzustellen? Woher kommt das technische Wissen der talentierten Steinmetze? Woher stammen die Motive und die strenge Motivkomposition im Bildprogramm dieser Denkm&#xE4;ler? Wurden Ideen, Motive und Techniken komplett von einer anderen Kultur &#xFC;bernommen bzw. modifiziert und mit Vorstellungen aus der einheimischen Kultur &#xFC;bernommen? Bereits Sune Lindqvist (1941) f&#xFC;hrte einen Vergleich zu provinzialr&#xF6;mischen Grabsteinen aus dem Duerotal in Nordspanien an und Wilhelm Holmqvist (1952) sah Parallelen zu den Motiven auf r&#xF6;mischen Mosaikfu&#xDF;b&#xF6;den aus Italien. Diese m&#xF6;glichen Verbindungen wurden seitdem h&#xE4;ufig zitiert (e.g. Althaus 1993, 51; Lamm/Nyl&#xE9;n 2003, 10; 152f.; Oehrl 2019, 23), jedoch fehlt&#xA0;bislang&#xA0;eine gr&#xFC;ndliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Eine Verbindung zum entfernten Spanien, den r&#xF6;mischen Provinzen und dem Mittelmeerraum mag zun&#xE4;chst abwegig erscheinen, wird jedoch vor dem Hintergrund des arch&#xE4;ologischen Kontextes verst&#xE4;ndlicher. Obgleich sich das R&#xF6;mische Reich nicht bis nach Skandinavien erstreckte, sind die Kontakte und der Austausch mit den r&#xF6;mischen Provinzen durch Handel und Reisen allgemein bekannt. Die Insel Gotland sticht dabei hervor, da es hier eine Konzentration an r&#xF6;mischer Importware sowie die auch vom Festland bekannten Goldbrakteaten (Imitationen r&#xF6;mischer Medaillons) gibt. Au&#xDF;er Frage steht zudem, dass neben den Goldbrakteaten auch andere Formen, wie z.B. der Nydamstil nach r&#xF6;mischen Vorbildern entstanden sind. Die Tatsache, dass von 6300 in Schweden gefundenen r&#xF6;mischen Silberm&#xFC;nzen 5500 von Gotland stammen, zeichnet ein deutliches Bild von der Bedeutung des Handels f&#xFC;r diese schwedische Insel (Stenberger 1977, 294) Daher soll innerhalb dieses Dissertationsprojektes eine breite Vergleichsbasis an Material aus den R&#xF6;mischen Provinzen zusammengestellt werden, mit einem Schwerpunkt auf sp&#xE4;tantiken Steindenkm&#xE4;lern der iberischen Halbinsel. Es ist jedoch nicht auszuschlie&#xDF;en, dass auch andere Objektgruppen, z. B. Verzierungen in der skandinavischen oder provinzialr&#xF6;mischen Kleinkunst, Mosaike oder selten erhaltene organische Funde aus Holz oder Textil ihren Beitrag zur Entstehung der gotl&#xE4;ndischen Steinstelen leisteten. Einzelne Motive sind zudem nicht nur aus verschiedenen Kulturkreisen bekannt, sondern auch chronologisch schwer ein- und abzugrenzen, was die Suche nach Vorbildern und Parallelen dieser Steine des Abschnitts A enorm erschwert. Die gotl&#xE4;ndischen Bildsteine stellen ein besonders wertvolles Zeugnis vorchristlicher Religion, Mythologie und Kosmologie in einer sonst weitgehend schriftlosen Kultur dar. Die Frage nach ihrer Herkunft befasst sich daher mit einer l&#xE4;ngst &#xFC;berf&#xE4;lligen und &#xE4;u&#xDF;erst dringenden Forschungsfrage f&#xFC;r die schwedische Arch&#xE4;ologie. Links www.ancientimages.seedh-www.adw.uni-heidelberg.de Literatur S. Althaus, Die gotl&#xE4;ndischen Bildsteine. Ein Programm. G&#xF6;ppinger Arbeiten zur Germanistik 588 (G&#xF6;ppingen 1993).W. Holmqvist, De &#xE4;ldsta gotl&#xE4;ndska bildstenarna och deras motivkrets. Fornv&#xE4;nnen 47, 1952, 1&#x2013;20.J. P. Lamm/E. Nyl&#xE9;n, Bildstenar (V&#xE4;rnamo 2003).S. Lindqvist, Gotlands Bildsteine I-II. KVHAA (Stockholm 1941/1942).S. Oehrl, Gotlands Bildsteine. Probleme und neue Wege ihrer Dokumentation, Lesung und Deutung. Studia archaeologiae medii aevi 3 (Friedberg 2019).M. Stenberger, Vorgeschichte Schwedens (Berlin 1977). 4 Themenbereiche Mensch und Artefakt &#xA0;&#xA0; Forschungsschwerpunkte Bildforschung Mitarbeiter Hannah Strehlau In Kooperation mit &#x2013;</description><thumbnail_url>https://zbsa.eu/wp-content/uploads/2021/06/fig03_strehlau-300x261.jpg</thumbnail_url></oembed>
