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<oembed><version>1.0</version><provider_name>Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)</provider_name><provider_url>https://zbsa.eu/en</provider_url><author_name>Matthias Bolte</author_name><author_url>https://zbsa.eu/en/author/matthias-bolte/</author_url><title>Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt lokalisiert die untergegangene Kirche von Rungholt im nordfriesischen Wattenmeer - Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="eqV3X6txSY"&gt;&lt;a href="https://zbsa.eu/en/kirche-von-rungholt/"&gt;Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt lokalisiert die untergegangene Kirche von Rungholt im nordfriesischen Wattenmeer&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://zbsa.eu/en/kirche-von-rungholt/embed/#?secret=eqV3X6txSY" width="600" height="338" title="&#x201C;Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt lokalisiert die untergegangene Kirche von Rungholt im nordfriesischen Wattenmeer&#x201D; &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie" data-secret="eqV3X6txSY" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;
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Fach&#xFC;bergreifende Zusammenarbeit als Schl&#xFC;ssel zum Erfolg Im Rahmen zweier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef&#xF6;rderter interdisziplin&#xE4;rer Vorhaben wird seit einigen Jahren die im Wattenmeer untergegangene, mittelalterliche Kulturlandschaft erforscht. Rungholt &#x2013; &#xFC;berregional bekannt durch seinen mythisch verkl&#xE4;rten Untergang und eine europaweit einmalige arch&#xE4;ologische Fundsituation &#x2013; steht dabei als prominentes Beispiel f&#xFC;r die bis heute andauernden Auswirkungen massiver menschlicher Eingriffe in den norddeutschen K&#xFC;stenraum. Der Schl&#xFC;ssel zum Erfolg der Arbeiten liegt in der engen interdisziplin&#xE4;ren Zusammenarbeit. &#x201E;Unter dem Watt verborgene Siedlungsreste werden zun&#xE4;chst mit unterschiedlichen geophysikalischen Methoden wie magnetischer Gradiometrie, elektromagnetischer Induktion und Seismik lokalisiert und fl&#xE4;chenhaft kartiert&#x201C;, erkl&#xE4;rt Dr. Dennis Wilken, Geophysiker an der CAU. Dr. Hanna Hadler vom Geographischen Institut der JGU erg&#xE4;nzt: &#x201E;Auf Grundlage dieser Prospektion entnehmen wir gezielt Sedimentbohrkerne, deren Analyse nicht nur Aussagen &#xFC;ber r&#xE4;umliche und zeitliche Zusammenh&#xE4;nge der Siedlungsstrukturen, sondern auch zur Landschaftsentwicklung erm&#xF6;glicht.&#x201C; Arch&#xE4;ologische Untersuchungen liefern an ausgew&#xE4;hlten Stellen einmalige Einblicke in das Leben der nordfriesischen Siedler und f&#xF6;rdern aus den Wattfl&#xE4;chen immer wieder bedeutende neue Funde ans Licht. Untergegangene Kulturlandschaft um Rungholt mit zentraler Kirchwarft erstmals gro&#xDF;fl&#xE4;chig rekonstruiert Im Mai 2023 wurde nun bei Hallig S&#xFC;dfall durch geophysikalische Prospektion eine bislang unbekannte, zwei Kilometer lange Kette mittelalterlicher Warften, also k&#xFC;nstlicher Siedlungsh&#xFC;gel, erfasst. Eine dieser Warften zeigt Strukturen, die zweifelsfrei als Fundamente einer Kirche von 40 Meter mal 15 Meter Gr&#xF6;&#xDF;e zu deuten sind. Bohrungen und gezielte Ausgrabungen haben erste Einblicke zum Aufbau und zu den Fundamenten des Sakralbaus ergeben. &#x201E;Damit reiht sich der Fund in die gro&#xDF;en Kirchen Nordfrieslands ein&#x201C;, erl&#xE4;utert Dr. Bente Sven Majchczack, Arch&#xE4;ologe im Exzellenzcluster ROOTS an der CAU. Dr. Ruth Blankenfeldt, Arch&#xE4;ologin am ZBSA f&#xFC;gt hinzu: &#x201E;Die Besonderheit des Fundes liegt in der Bedeutung der Kirche als Mittelpunkt eines Siedlungsgef&#xFC;ges, das in seiner Gr&#xF6;&#xDF;e als Kirchspiel mit &#xFC;bergeordneter Funktion interpretiert werden muss.&#x201C; Die Funde in dem &#xFC;ber zehn Quadratkilometer gro&#xDF;en untersuchten Gebiet umfassen bislang 54 Warften, systematische Entw&#xE4;sserungssysteme, einen Seedeich mit Sielhafen, zwei Standorte kleinerer Kirchen und nun auch die gro&#xDF;e Hauptkirche. Damit muss das gefundene Siedlungsgebiet als einer der &#xFC;berlieferten Hauptorte des mittelalterlichen Verwaltungsbezirkes Edomsharde angesehen werden. Starke Gef&#xE4;hrdung der Kulturspuren durch Erosion Neben dem einzigartigen Archivcharakter, den die Wattfl&#xE4;chen f&#xFC;r die Rekonstruktion der Kulturlandschaft um Rungholt besitzen, zeigen die Projektergebnisse der letzten Jahre jedoch auch die extreme Gef&#xE4;hrdung der &#xFC;ber 600 Jahre alten Kulturspuren. &#x201E;Um Hallig S&#xFC;dfall und in anderen Wattfl&#xE4;chen sind die mittelalterlichen Siedlungsreste bereits stark erodiert und oft nur noch als Negativabdruck nachweisbar. Dies zeigt sich auch im Umfeld der Kirchwarft sehr deutlich, sodass wir die Erforschung hier dringend intensivieren m&#xFC;ssen&#x201C;, res&#xFC;miert Hanna Hadler. Die Forschungsprojekte im Nordfriesischen Wattenmeer An den Forschungen im Rahmen des DFG-Projektes &#x201E;RUNGHOLT &#x2013; Kombinierte geophysikalische, geoarch&#xE4;ologische und arch&#xE4;ologische Untersuchungen im nordfriesischen Wattenmeer im Umfeld des mittelalterlichen Handelsplatzes Rungholt&#x201D; sind Dr. Hanna Hadler und Prof. Dr. Andreas V&#xF6;tt aus der Arbeitsgruppe Naturrisikoforschung und Geoarch&#xE4;ologie der JGU, Dr. Dennis Wilken aus der Arbeitsgruppe Angewandte Geophysik der CAU sowie Dr. Ruth Blankenfeldt vom Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie und Dr. Stefanie Kloo&#xDF; und Dr. Ulf Ickerodt vom Arch&#xE4;ologischen Landesamt Schleswig-Holstein beteiligt. Im Rahmen des Projekts &#x201E;Socio-environmental Interactions on the North Frisian Wadden Sea Coast&#x201D; im Exzellenzcluster ROOTS der Uni Kiel beteiligen sich Dr. Bente Sven Majchczack und Prof. Dr. Wolfgang Rabbel an der Kooperation. Weiterf&#xFC;hrende Links: Arch&#xE4;ologisches Landesamt Schleswig-Holstein Applied Geophysics an der Christian-Albrechts-Universit&#xE4;t zu Kiel (CAU)Geomorphologie an der JGUWattenmeerprojekt im Exzellenzcluster ROOTS der CAU DFG-F&#xF6;rderung f&#xFC;r das RUNGHOLT-Projekt</description></oembed>
