<?xml version="1.0"?>
<oembed><version>1.0</version><provider_name>Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)</provider_name><provider_url>https://zbsa.eu/en</provider_url><author_name>Matthias Bolte</author_name><author_url>https://zbsa.eu/en/author/matthias-bolte/</author_url><title>Mai 2021 - Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="aZEldf2h2h"&gt;&lt;a href="https://zbsa.eu/en/mai-2021/"&gt;May 2021&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://zbsa.eu/en/mai-2021/embed/#?secret=aZEldf2h2h" width="600" height="338" title="&#x201C;Mai 2021&#x201D; &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie" data-secret="aZEldf2h2h" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script&gt;
/*! This file is auto-generated */
!function(d,l){"use strict";l.querySelector&amp;&amp;d.addEventListener&amp;&amp;"undefined"!=typeof URL&amp;&amp;(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&amp;&amp;!/[^a-zA-Z0-9]/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret="'+t.secret+'"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret="'+t.secret+'"]'),c=new RegExp("^https?:$","i"),i=0;i&lt;o.length;i++)o[i].style.display="none";for(i=0;i&lt;a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&amp;&amp;(s.removeAttribute("style"),"height"===t.message?(1e3&lt;(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r&lt;200&amp;&amp;(r=200),s.height=r):"link"===t.message&amp;&amp;(r=new URL(s.getAttribute("src")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&amp;&amp;n.host===r.host&amp;&amp;l.activeElement===s&amp;&amp;(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener("message",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener("DOMContentLoaded",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll("iframe.wp-embedded-content"),r=0;r&lt;s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute("data-secret"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+="#?secret="+t,e.setAttribute("data-secret",t)),e.contentWindow.postMessage({message:"ready",secret:t},"*")},!1)))}(window,document);
//# sourceURL=https://zbsa.eu/wp-includes/js/wp-embed.min.js
&lt;/script&gt;</html><description>Projekt Goldgreise / Goldblechfiguren Prof. Dr. Alexandra Pesch Aus der Sicht einer Solidus-M&#xFC;nze Das Licht der Welt erblickte ich nach einem wohlgezielten Schlag eines geschickten M&#xFC;nzmeisters im Zentrum der Zivilisation, dem goldenen Konstantinopel. Strahlend lag ich da, frisch poliert, versehen mit den stolzen Zeichen des Kaisers selbst, seinem Abbild und dem Echtgoldzertifikat. Wie mich die Menschen bewunderten! Ich wanderte fortan durch mehrere H&#xE4;nde, allesamt mit schweren Ringen geschm&#xFC;ckt und gepflegt &#x2013; nicht irgendwer ber&#xFC;hrte mich in meiner Jugend, dieser guten alten Zeit, einer Zeit des Gl&#xFC;cks und der Selbstbestimmung. Immer wieder wurde ich in fein beschlagenen K&#xE4;stchen zur Ruhe gebettet, in feine T&#xFC;cher geh&#xFC;llt, umgeben von anderen, ebenso stolzen Solidi. Vollkommen und hochgesch&#xE4;tzt! Aber, f&#xFC;r mich v&#xF6;llig unerwartet, dann kam der unfassbare Moment, der Wendepunkt in meinem Leben. Zusammen mit einigen Leidensgenossen wurde ich grob aus meiner Truhe herausgegriffen und in einen Sack gesteckt. Niemand achtete auf unsere Unversehrtheit. Lange baumelte der Sack mit anderem Zeug an einem Pferdesattel, dann in einer Satteltasche, er wurde holterdipolter durchger&#xFC;ttelt und geworfen, und wir hilflosen Solidi kratzten und verletzten uns dabei gegenseitig. Langsam wurde uns die schreckliche Wahrheit bewusst: Die Barbaren hatten uns erwischt. Entsetzlich! Solche wilden Halunken haben wenig &#xFC;brig f&#xFC;r unseren eigentlichen Wert mit der Bedeutung unserer wunderbaren Zeichen und Bilder, hei&#xDF;t es, sie respektieren weder Kaiser noch Kultur, sie raffen einfach blind an sich, was sie bekommen k&#xF6;nnen. Wochenlang wurden wir so r&#xFC;cksichtslos hin- und hergesch&#xFC;ttelt. Dann endlich warf uns jemand in eine kleine Holztruhe und schloss den Deckel. Es war und blieb dunkel. F&#xFC;r lange Zeit. Nur ganz selten wurde der Deckel angehoben, dann erkannten wir zwei oder drei grinsende Gesichter, die sich &#xFC;ber uns beugten, gemein und furchterregend. Wir nahmen es hin; was sollten wir machen? Das Schlimmste stand uns aber noch bevor. Viele, viele Jahre nach unserer Entf&#xFC;hrung schob sich pl&#xF6;tzlich eine Hand in die Kiste und griff mich heraus. Mich, von allen! Endlich wieder am Tageslicht fand ich mich gestrandet in einer traurigen H&#xFC;ttensiedlung, Holz und Stroh, &#xE4;rmlich anmutend, ohne feste Stra&#xDF;en und ganz ohne den frischen Glanz der herrlichen r&#xF6;mischen Steinarchitektur, die ich gewohnt war. &#xDC;berall Barbaren, geh&#xFC;llt in etwas, das in meinen Augen eher Fetzen als echte Kleidung waren &#x2013; und doch zum Teil beh&#xE4;ngt mit Gold und dickem Schmuck, wie zum Hohn! Ich wurde in ein dunkles Haus gebracht, ein Loch, halb in der Erde, fensterlos. Barbarische Zust&#xE4;nde f&#xFC;rwahr. Und dann: Hefiger Schmerz, Schmerz! Ein Feuer umgab mich, hei&#xDF; und hei&#xDF;er, angeheizt von unbarmherzigen Blaseb&#xE4;lgen, ich konnte mich nicht zusammenhalten &#x2013; und wurde eingeschmolzen. Brodelnd zerflossen meine Zeichen und Bilder, meine Form, und mit ihnen mein Sinn und mein ganzes altes Leben. Was dann kam, ist mir nur schemenhaft im Ged&#xE4;chtnis. Klatsch, sie gossen mich in eine l&#xE4;ngliche Form, wo ich in Angst erstarrte. Damit nicht genug: Jemand begann, mit einem gro&#xDF;en Hammer auf mich einzuschlagen, immer und immer wieder. Schon ganz flach und m&#xFC;rbe, wurde ich wieder &#xFC;ber das Feuer gehalten, und dann wieder und wieder geschlagen, und das alles mehrfach. Bald schnitten sie mich in Teile, das H&#xE4;mmern und Schlagen ging weiter. Schlie&#xDF;lich war von mir nichts mehr &#xFC;brig als hauchd&#xFC;nne Erinnerungen an das Gold, das ich einmal gewesen war. Diese traurigen &#xDC;berreste meines Selbst brachten sie dann in ein etwas gr&#xF6;&#xDF;eres Holzhaus mit dicken Holzpfosten, wo uns erstmal Ruhe umgab. Aber einige Zeit sp&#xE4;ter kamen wei&#xDF;gekleidete M&#xE4;nner und Frauen. Fackeln und Fahnen wurden geschwungen: offenbar war es ein besonderer Tag. Sie murmelten seltsames Zeug, sangen auch ein bi&#xDF;chen. Zwei j&#xFC;ngere Leute nahmen uns nach und nach auf und dr&#xFC;ckten uns auf Metallformen, dr&#xFC;ckten das Metall in uns hinein und verformten uns. Wir realisierten, dass wir mit seltsamen Linien gestempelt wurden, vielleicht Darstellungen von Menschen &#x2013; diese Barbaren verstanden aber wenig davon, verglichen mit dem K&#xF6;nnen der Konstantinopler K&#xFC;nstler. Sie zerschnitten dann die gestempelten Bleche in rechteckige St&#xFC;ckchen und sammelten diese in einer Sch&#xFC;ssel. Da lagen wir, zerschunden, zu winzigen, fragilen Bildpl&#xE4;ttchen umgewandelt. Diese Dem&#xFC;tigung! Diese Schande! Und worin mag der Sinn dieser komischen Pl&#xE4;ttchen und ihrer Bilder bestehen? Sie taugen doch zu nichts. Kann mir das vielleicht mal jemand erkl&#xE4;ren? Kalenderblatt Mai 2021: Der markante, die Landschaft J&#xE6;ren in S&#xFC;dwestnorwegen &#xFC;berragende Tu-H&#xFC;gel tr&#xE4;gt verschiedene Arten eisenzeitlicher Befunde aus mehreren Jahrhunderten. Darunter sind zahlreiche Grabh&#xFC;gel, Steinsetzungen und eine &#x201E;Tunanlegg&#x201C;-Geb&#xE4;udeformation, die f&#xFC;r die Funktion des Plateaus als Tingplatz von Bedeutung gewesen sein soll. S&#xFC;dlich des ber&#xFC;hmten, mit dem mittelalterlichen Steinkreuz geschm&#xFC;ckten &#x201E;Krosshaug&#x201C;-Grabes aus dem 5. Jahrhundert lagen am s&#xFC;dlichen Hang weitere Grabh&#xFC;gel, aus denen angeblich zw&#xF6;lf Goldblechfiguren stammen. Diese winzigen, hauchd&#xFC;nnen Bildpl&#xE4;ttchen werden im Rahmen eines interdisziplin&#xE4;ren und internationalen Projektes am ZBSA erforscht. Foto: A. Pesch, mit freundlicher Genehmigung des Historischen Museums in Bergen. Nebenergebnisse und Seitenpfade des Projektes Das Kalenderblatt f&#xFC;r Mai zeigt eine fr&#xF6;hliche Kinderschar, die w&#xE4;hrend eines Schulausflugs eifrig besch&#xE4;ftigt ist: Sie w&#xFC;hlen Steine aus der Erde, w&#xE4;lzen diese herum und stapeln sie freudig zu kleinen T&#xFC;rmchen auf. Das Ereignis wurde im Juni 2018 auf dem idyllischen Tubakken in J&#xE6;ren (S&#xFC;dwestnorwegen) beobachtet. Dieser markant aufragende H&#xFC;gel mit seiner weiten Aussicht ist zweifellos ein lohnendes Ausflugsziel, geradezu ein Locus amoenus. Doch an diesem Tag wurde er zum Locus delicti: Denn es sind nicht irgendwelche Steine, die in der Landschaft herumliegen, sondern es handelt es sich um wertvolle arch&#xE4;ologische Zeugnisse. Durch das neue Arrangement der Steine wurde insbesondere das ber&#xFC;hmte &#x201E;Krosshaug-Grab&#x201C; (Magnus 1975) besch&#xE4;digt, in dem in der Mitte des 5. Jahrhunderts eine Frau mit reichen Beigaben bestattet worden ist. Es liegt heute unter dem im 11. Jahrhundert dar&#xFC;ber errichteten Steinkreuz. Auf irgendwelche Funde wurde bei der Steinw&#xE4;lz-Aktion nicht geachtet. Daher k&#xF6;nnten insbesondere sehr kleine Objekte &#xFC;bersehen und schlimmstenfalls zerst&#xF6;rt worden sein. Die M&#xF6;glichkeit, auf dem auch als Tu/Hauge bekannten Fundort auch nach den Ausgrabungen dort noch kleine arch&#xE4;ologische Objekte finden zu k&#xF6;nnen, ist nicht von der Hand zu weisen. Denn 16 Goldblechfiguren (siehe Foto Kalenderblatt) wurden 1897 in unmittelbarer N&#xE4;he des sogenannten Tinghaugs (&#x201E;Thing-H&#xFC;gel&#x201C;) gefunden, welcher den h&#xF6;chsten Punkt der gesamten Gegend bildet. F&#xFC;r eine praktische Verwendung eigenen sich diese winzigen St&#xFC;cke nicht, vielmehr deuten sie auf kultische Handlungen hin oder sogar auf einen regelrechten Kultplatz. Der Tubakken tr&#xE4;gt aber auch viele weitere Monumente, etwa zahlreiche gr&#xF6;&#xDF;ere und kleinere Grabh&#xFC;gel und Steinsetzungen, und nicht zuletzt eine im Gel&#xE4;nde noch gut sichtbare, ovale angeordnete Formation kleiner H&#xE4;user (Tunanlegg &#x201E;Dusjane&#x201C;), m&#xF6;glicherweise die &#xDC;berreste eines saisonal genutzten Thingplatzes der Roman Iron Age. Bis zur ersten H&#xE4;lfte des 6. Jahrhunderts ist der Tubakken sicherlich ein bedeutender zentraler Ort gewesen, der im Zusammenhang mit den politischen Eliten eines gr&#xF6;&#xDF;eren Umfeldes gesehen werden muss (Kristoffersen/Nitter/Solheim 2014). Die Goldblechfiguren stammen aber aus der ersten H&#xE4;lfte des 8. Jahrhunderts, sind also j&#xFC;nger als die bisher genannten Befunde. Sie &#xFC;berbr&#xFC;cken die Zeit zur hochmittelalterlichen Nutzung des Platzes als Versammlungsort unter dem fr&#xFC;hen christlichen Steinkreuz. Dass ein und derselbe Platz &#xFC;ber so viele Jahrhunderte Bedeutung hatte, ist nicht selbstverst&#xE4;ndlich. Bei vielen anderen skandinavischen St&#xE4;tten ist insbesondere im Laufe des 5. Jahrhunderts ein Kontinuit&#xE4;tsbruch erkennbar: Der Wandel zwischen der V&#xF6;lkerwanderungszeit und der anschlie&#xDF;enden Vendelzeit wird vielerorts durch einen Siedlungsabbruch markiert sowie das Aufkommen ganz neuartiger Befunde, darunter auch Wohnformen, Objektarten und Gr&#xE4;ber. Auch die Goldblechfiguren scheinen, jedenfalls in ihrem massenhaften Auftreten und den typischen Formen, eine Erfindung des sp&#xE4;ten 6. Jahrhunderts zu sein. Was also bewirkte diese extremen Ver&#xE4;nderungen? Offenbar war das 6. Jahrhundert in Nordeuropa gepr&#xE4;gt durch die Folgen einer Klimakrise. Gewaltige Vulkanausbr&#xFC;che in &#xC4;quatorn&#xE4;he hatten mit ihren Ausw&#xFC;rfen von Aschen und Schwefels&#xE4;uren im Jahre 536 einen Staubschleier erzeugt, der das Sonnenlicht zum gro&#xDF;en Teil verdunkelte. Dieses inzwischen weltweit gemessene und interdisziplin&#xE4;r erforschte Ereignis, auch &#x201E;Late Antique Little Ice Age&#x201C; oder kurz &#x201E;LALIA-event&#x201C; genannt (B&#xFC;ntgen et al. 2016), hatte tiefgreifende Folgen: ausfallende Sommer, Missernten, Hungersn&#xF6;te und kriegerische Auseinandersetzungen sind nicht nur naturwissenschaftlich belegt, sondern auch historisch &#xFC;berliefert. Schilderungen liegen beispielsweise aus England vor, ausf&#xFC;hrlichere Texte aus dem Mittelmeerraum. Dort bezeugen Schriftquellen nicht nur Not und Verzweiflung, sondern auch das Aufkommen der sogenannten Justinianischen Pest, einer t&#xF6;dlichen Pandemie, die wenige Jahre sp&#xE4;ter unter den geschw&#xE4;chten Menschen w&#xFC;tete und in kurzer Zeit zigtausende Opfer fand. Inzwischen wurden Pesttote in Gr&#xE4;bern auch in S&#xFC;ddeutschland nachgewiesen, und viele weitere arch&#xE4;ologische Befunde und Indizien konnten zusammengetragen werden. Heute wissen wir, dass nach den Katastrophenjahren die politischen Karten praktisch auf der ganzen Welt neu gemischt worden sind. Auf der Nordhalbkugel und insbesondere in Nordeuropa scheinen sich die Staubschleier deutlich l&#xE4;nger gehalten zu haben als im Mittelmeerraum. Welche Auswirkungen das nicht nur auf den Lebenserwerb der Menschen in der Landwirtschaft, sondern auch auf ihre religi&#xF6;sen Ansichten gehabt haben mag, l&#xE4;sst sich aufgrund des Fehlens dortiger Schriftquellen nur arch&#xE4;ologisch erforschen. Die Ver&#xE4;nderungen in den Krisenzeiten und danach sind auff&#xE4;llig, der kulturelle Umbruch ist enorm und durch viele arch&#xE4;ologische Zeugnisse nachgewiesen (Axboe 1999, 2001; H&#xF8;ilund Nielsen 2005, 2015; Gr&#xE4;slund 2007; Zachrisson 2011; L&#xF6;wenborg 2012; Gr&#xE4;slund/Price 2012). Auch die Goldblechfiguren k&#xF6;nnen als Zeugnisse einer neuen Religionspraxis in der Zeit nach dem Ereignis verstanden werden. Die winzigen, daf&#xFC;r aber in gro&#xDF;en Mengen auf bestimmten Pl&#xE4;tzen hergestellten und verwendeten Bilder zeigen vermutlich vielfach Szenen aus dem Bereich der neuen Kultpraxis selbst. Mit ihrer Ikonographie, die trotz aller Neuerungen auch in der V&#xF6;lkerwanderungszeit wurzelt, sind sie aber auch Zeugen eines kulturellen &#xDC;berlebens der Menschen des Nordens. Das ZBSA-Projekt wird sich in seiner n&#xE4;chsten Phase mit den arch&#xE4;ologischen Befunden und ihrer Stratigraphie aus alten und neuen Ausgrabungen befassen. Dazu geh&#xF6;rt auch der Tubakken in Norwegen. Wir erhoffen uns durch Recherchen und einen f&#xFC;r 2022/23 geplanten Workshop mit internationalen geladenen Experten Antworten auf Fragen der genauen Datierung, aber auch Herstellung und vor allem der konkreten Verwendung der winzigen Bildbleche in den verschiedenen Zeiten und den Regionen ihrer Verbreitung. Literatur Axboe 1999: Morten Axboe, The Year 536 and the Scandinavian Gold Hoards. In: Medieval Archaeology XLIII, 1999, 186-188. Axboe 2001: Morten Axboe, Amulet pendants and a darkened sun. In: Roman Gold and the Development of the Early Germanic Kingdoms. Aspects of technical, socio-political, socio-economic, artistic and intellectual development, A.D. I&#x2013;550. Symposium in Stockholm 1997, ed. Bente Magnus (KVHAA Konferencer 51). Stockholm 2001, 119-135. Gr&#xE4;slund 2007: Bo Gr&#xE4;slund, Fimbulvintern, Ragnar&#xF6;k och klimatkrisen &#xE5;r 536-537 e.Kr. In: Saga och Sed 2007, 2007, S. 93-123. Gr&#xE4;slund/Price 2012: Bo Gr&#xE4;slund, Neil Price, Twilight of the Gods? The &#x2019;dust veil Event&#x2019; of AD 536 in critical perspective In: Antiquity 2012, 420-442. Gunn, Joel D. (ed.) 2000: The Years without Summer. Tracing A.D. 536 and its Aftermath (BAR International Series 872). Oxford 2000. Gutsmidl-Sch&#xFC;mann et al. 2018: Doris Gutsmidl-Sch&#xFC;mann, Bernd P&#xE4;ffgen, Heiner Schwarzberg, Marcel Keller, Andreas Rott, Michaela Harbeck, Digging up the plague: A diachronic comparison of aDNA confirmed plague burials and associated burial customs in Germany. In: Praehistorische Zeitschrift 92(2), 2018, 405-427. H&#xF8;ilund Nielsen 2005: Karen H&#xF8;ilund Nielsen, &#x201C;The sun was darkened by day and the moon by night&#x2026; there was distress among men&#x2026;&#x201D;. In: Neue Forschungsergebnisse zur nordwesteurop&#xE4;ischen Fr&#xFC;hgeschichte, Hg. Hans-J&#xFC;rgen H&#xE4;&#xDF;ler (= Studien zur Sachsenforschung 15). Oldenburg 2005, 247&#x2013;286. H&#xF8;ilund Nielsen 2015: Karen H&#xF8;ilund Nielsen, Endzeiterwartung &#x2013; expecting the End of the World. In: Neue Studien zur Sachsenforschung 5, 2015, 23-50. Kristoffersen/Nitter/Solheim 2014: Elna Siv Kristoffersen, Marianne Nitter, Einar Solheim (Eds.), Et Akropolis p&#xE5; J&#xE6;ren? Tinghaugplat&#xE5;et gjennom jernalderen (AmS-Varia 55). Stavanger 2014. L&#xF6;wenborg 2012: Daniel L&#xF6;wenborg, An Iron Age Shock Doctrine &#x2013; Did the 536-7 event trigger large-scale social changes in the M&#xE4;laren valley area? In: Journal of Archaeology and Ancient History (JAAH) 2012/4, 2012, 3-29. Magnus 1975: Bente Magnus, Krosshaugfunnet. Et fors&#xF8;k p&#xE5; kronologisk og stilhistorisk plassering i 5. &#xE5;rh. (Stavanger Museums skrifter 9). Stavanger 1975. Zachrisson 2011: Torun Zachrisson, Property and Honour &#x2013; Social Change in Central Sweden 20-700 AD Mirrored in the Area around Old Uppsala. In: Ark&#xE6;ologi i Slesvig &#x2013; Arch&#xE4;ologie in Schleswig. Sonderband &#x201E;Det 61. Internationale Sachsensymposion 2010, Haderslev, Danmark. Neum&#xFC;nster 2011, 141-156. Ver&#xF6;ffentlichungen zu diesem Projekt Pesch/Helmbrecht (eds.) 2019: Gold foil figures in focus. A Scandinavian find group and related objects and images from ancient and medieval Europe. Papers presented at an international and interdisciplinary workshop organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA) Schleswig, October 23rd to 25th, 2017. Advanced studies in ancient iconography 1, eds.: Alexandra Pesch, Michaela Helmbrecht (Schriften des Museums f&#xFC;r Arch&#xE4;ologie, Erg&#xE4;nzungsreihe 14). M&#xFC;nchen 2019. Pesch/Helmbrecht...</description><thumbnail_url>https://zbsa.eu/wp-content/uploads/2021/04/kalenderblatt05-2021.jpg</thumbnail_url></oembed>
