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<oembed><version>1.0</version><provider_name>Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)</provider_name><provider_url>https://zbsa.eu/en</provider_url><author_name>Matthias Bolte</author_name><author_url>https://zbsa.eu/en/author/matthias-bolte/</author_url><title>Post-SINCOS &#x2013; Aktuelle Forschungen zur Steinzeit in der westlichen Ostsee - Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie</title><type>rich</type><width>600</width><height>338</height><html>&lt;blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="BzaryxKdaf"&gt;&lt;a href="https://zbsa.eu/en/post-sincos/"&gt;Post-SINCOS &#x2013; Aktuelle Forschungen zur Steinzeit in der westlichen Ostsee&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;iframe sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://zbsa.eu/en/post-sincos/embed/#?secret=BzaryxKdaf" width="600" height="338" title="&#x201C;Post-SINCOS &#x2013; Aktuelle Forschungen zur Steinzeit in der westlichen Ostsee&#x201D; &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie (ZBSA) &#x2014; Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie" data-secret="BzaryxKdaf" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" class="wp-embedded-content"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;
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&lt;/script&gt;</html><description>Harald L&#xFC;bke, Ulrich Schm&#xF6;lcke, John Meadows Im skandinavisch-baltischen Raum fanden im mittleren Holoz&#xE4;n tiefgreifende Umweltver&#xE4;nderungen statt, die ab etwa 6000 v. Chr. in die Entstehung der heutigen Ostsee m&#xFC;ndeten. Ein Meeresspiegelanstieg f&#xFC;hrte damals zur &#xDC;berflutung der Landverbindung zwischen Zentraleuropa und Skandinavien und zum Eindringen des Weltmeers in das waldbestandene, gew&#xE4;sserreiche Ostseebecken. Dieser Prozess hat nicht nur die Topographie von Grund auf ver&#xE4;ndert, er wird f&#xFC;r die Kulturentwicklung der J&#xE4;ger-, Fischer- und Sammlergruppen von &#xE4;hnlich gro&#xDF;er Bedeutung wie die zeitgleiche Neolithisierung des binnenl&#xE4;ndischen Mitteleuropas&nbsp;gewesen sein. Am ZBSA wird in diesem Zusammenhang der Frage nachgegangen, in welcher Weise und in welchem Umfang die mesolithischen Populationen durch Anpassung ihrer &#xD6;konomie, ihrer Sozialstrukturen und ihrer Kommunikationsnetzwerke auf den Landschaftswandel reagierten. Diese Forschungen sind die Fortf&#xFC;hrung des 2002 bis 2009 bestehenden, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef&#xF6;rderten, interdisziplin&#xE4;ren Forschungsunternehmens Sinking Coasts: Geosphere, Climate and Anthroposphere of the Holocene Southern Baltic Sea (SINCOS-II) (abgeschlossen), welches das Zusammenwirken klimatologischer, geologischer und &#xF6;kologischer Faktoren auf kulturelle Entwicklungen im s&#xFC;dwestlichen Ostseeraum in den Fokus nahm und mit der Vorlage des Abschlussberichtes Ende 2014 seinen Abschluss gefunden hat. S. Hartz/H. J&#xF6;ns/H. L&#xFC;bke/U. Schm&#xF6;lcke/C. v. Carnap-Bornheim/D. Heinrich/S. Kloo&#xDF;/F. L&#xFC;th/S. Wolters, Prehistoric Settlements in the southwestern Baltic Sea area and development of the regional Stone Age economy. Berichte der RGK 92, 2011 [2014], 77&#x2013;210. Unabh&#xE4;ngig davon werden die gewonnen Datenbest&#xE4;nde und das geborgene umfangreiche &nbsp;arch&#xE4;ologische und naturwissenschaftliche Fundmaterial auch am ZBSA noch &#xFC;ber viele Jahre weitere Detailauswertungen erm&#xF6;glichen, die zus&#xE4;tzliche Erkenntnisse zu den Lebensbedingungen und den Umweltverh&#xE4;ltnissen der damaligen J&#xE4;ger-Fischer-Sammler-Populationen liefern. In besonderem Ma&#xDF;e trifft dieses auf die Wismarbucht zu, da hier nicht nur weitere Forschungsperspektiven, sondern auch denkmalpflegerische Belange von Bedeutung sind. Vor allem die im Rahmen von SINCOS n&#xF6;rdlich der Insel Poel auf dem J&#xE4;ckelberg entdeckten Fundstellen werden akut durch die geplante Ausbaggerung der Gro&#xDF;schifffahrts-Fahrrinne zum Seehafen Wismar gef&#xE4;hrdet. Wissenschaftler des Themenbereiches Mensch und Umwelt am ZBSA unterst&#xFC;tzen deshalb beratend das Dezernat Arch&#xE4;ologie des Landesamtes f&#xFC;r Kultur und Denkmalpflege, Schwerin, als zust&#xE4;ndige Fachbeh&#xF6;rde bei der denkmalpflegerischen Begleitung dieser Bauma&#xDF;nahme, um die negativen Auswirkungen auf diesen wissenschaftlich hoch bedeutenden Denkmalbereich m&#xF6;glichst weitgehend zu minimieren. Es handelt sich hierbei um eine in 6 bis 12 m Wassertiefe erhaltene Pal&#xE4;olandschaft mit steinzeitlichen Fundstellen, die im Rahmen des SINCOS-Projektes w&#xE4;hrend mehrerer unter Leitung des IOW durchgef&#xFC;hrten Ausfahrten mit dem Forschungsschiff &#x201E;Professor Alberecht Penck&#x201C; geoarch&#xE4;ologisch erkundet wurde. Von Seiten der meeresgeologischen Sektion des IOW wurde dabei umfangreiches technisches Ger&#xE4;t zum Einsatz gebracht, um ein m&#xF6;glichst detailliertes Bild der aktuellen Beschaffenheit des gegenw&#xE4;rtigen Meeresbodens zu erstellen. Besonders erfolgreich war dabei der Einsatz des Sidescansonars, da es hier gelungen ist, die Auswertungsmethodik so weit zu verfeinern, dass auf den Sidescan-Aufnahmen selbst kleinste aus dem Meeresboden herausragende, aus Mudde oder Torf bestehende organogene Sedimentb&#xE4;nke, Baumst&#xFC;mpfe oder Baumst&#xE4;mme zu identifizieren sind, die anschlie&#xDF;end durch Forschungstaucher weiter dokumentiert und beprobt werden konnten. Aufgrund dieser in unterschiedlicher Wassertiefe angetroffenen Relikte war es m&#xF6;glich, die wesentlich durch den weltweiten nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg verursachte Ver&#xE4;nderung der Pal&#xE4;olandschaft Wismarbucht von einem urspr&#xFC;nglich glazial angelegten, mit Eichen/Lindenmischw&#xE4;ldern und zahlreichen Seen ausgestatteten Flusstal zun&#xE4;chst zu einer der Schlei vergleichbaren F&#xF6;rde und dann in die heute offene Bucht zu rekonstruieren. Aufbauend auf diesen Ergebnissen ist es durch gezielte Tauchprospektionen gelungen, zahlreiche neue, zuvor unbekannte, steinzeitliche Fundstellen zu entdecken, einzelne davon konnten auch bereits im Rahmen von Unterwasserausgrabungen ausf&#xFC;hrlicher untersucht werden. Demnach sind in mehreren F&#xE4;llen nicht nur die Abfallschichten in den angrenzenden Uferzonen des eigentlichen Wohnplatzes, sondern auch das Siedlungsareal selbst unter den sp&#xE4;ter aufgewachsenen und dann &#xFC;berfluteten Torfschichten erhalten. Diese Fundstellen geh&#xF6;ren dem 7. und 6. vorchristlichen Jahrtausend an, einem Zeithorizont, der in Norddeutschland bislang noch weitgehend unerforscht ist. Die weitere Untersuchung der sp&#xE4;tmesolithischen Fundstellen in der &#xE4;u&#xDF;eren Wismarbucht in Kooperation mit dem federf&#xFC;hrenden Landesamt f&#xFC;r Kultur und Denkmalpflege, Schwerin, und dem Institut f&#xFC;r Ostseeforschung Warnem&#xFC;nde f&#xFC;gen sich aufgrund der gut erhaltenen Siedlungsplatzstrukturen gut in den Forschungsschwerpunkt Siedlung und Raum im Pal&#xE4;o- und Mesolithikum ein. &nbsp; Weitere Literatur: S. Kloo&#xDF; (2015): Mit Einbaum und Paddel zum Fischfang. Holzartefakte von endmesolithischen und fr&#xFC;hneolithischen K&#xFC;stensiedlungen an der s&#xFC;dwestlichen Ostseek&#xFC;ste. Untersuchungen und Materialien zur Steinzeit in Schleswig-Holstein und im Ostseeraum aus dem Arch&#xE4;ologischen Landesmuseum und dem Zentrum f&#xFC;r Baltische und Skandinavische Arch&#xE4;ologie in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Band 6. Begr&#xFC;ndet von J. Hoika&#x2020;. Herausgegeben von S. Hartz und H. L&#xFC;bke. H. L&#xFC;bke, U. Schm&#xF6;lcke, F. Tauber (2011): Mesolithic Hunter-Fishers in a Changing World: a case study of submerged sites on the J&#xE4;ckelberg, Wismar Bay, northeastern Germany. In: J. Benjamin, C. Bonsall, C. Pickard, A. Fischer (eds.), Submerged Prehistory, Oxbow Books (Oxford 2011), 21&#x2013;37. L&#xFC;bke, H., Schm&#xF6;lcke, U. (2010): Timmendorf-Nordmole III und der Neolithisierungsprozess an der s&#xFC;dwestlichen Ostseek&#xFC;ste. NAU &#x2013; Nachrichtenblatt Arbeitskreis Unterwasserarch&#xE4;ologie 16 (2010), 13&#x2013;24. Forschungsbereiche Mensch und Umwelt &#xA0;&#xA0; Forschungsschwerpunkte Wildbeuter in ihrer Umwelt &#xA0;&#xA0; Mitarbeiter Leitung:Dr. Harald L&#xFC;bkeDr. John MeadowsPD Dr. habil. Ulrich Schm&#xF6;lcke &nbsp; &nbsp; In Kooperation mit Landesamt f&#xFC;r Kultur und Denkmalpflege, Mecklenburg-Vorpommern &#x2013; Landesarch&#xE4;ologie (Schwerin) &#x2013; Dr. D. Jantzen Leibniz-Institut f&#xFC;r Ostseeforschung Warnem&#xFC;nde (IOW) &#x2013; Dr. Franz Tauber</description><thumbnail_url>https://zbsa.eu/wp-content/uploads/2021/03/1zbsa.jpg</thumbnail_url></oembed>
