{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Isabel Sonnenschein","author_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/isabel-sonnenschein\/","title":"Forschungen zum \u00e4lterkaiserzeitlichen Fundplatz von Hoby, Lolland - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"peOZEhPzkN\"><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/forschungen-zum-aelterkaiserzeitlichen-fundplatz-von-hoby-lolland\/\">Forschungen zum \u00e4lterkaiserzeitlichen Fundplatz von Hoby, Lolland<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/forschungen-zum-aelterkaiserzeitlichen-fundplatz-von-hoby-lolland\/embed\/#?secret=peOZEhPzkN\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Forschungen zum \u00e4lterkaiserzeitlichen Fundplatz von Hoby, Lolland&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"peOZEhPzkN\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! 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Neben edelmetallenen und bronzenen Gegenst\u00e4nden \u00f6rtlicher Herkunft enthielt diese Grablege ein umfangreiches Trink- und Speisegeschirr italischer Provenienz. Die bekanntesten Gegenst\u00e4nde stellen dabei sicherlich zwei gro\u00dfe Silberbecher mit Szenen aus der Ilias von Homer dar. Ein weiteres in der N\u00e4he gefundenes Grab aus der Zeit kurz vor Christi Geburt kann ebenfalls einer Person von gehobenem Status zugeordnet werden. Nach ersten Keramik- und Detektorfunden sowie anschlie\u00dfenden kleinen Probegrabungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde in ca. 250 Meter Entfernung zur \u00e4lterkaiserzeitlichen Bestattung eine zeitgleiche Siedlung lokalisiert. Unter der Leitung von Susanne Klingenberg, Nationalmuseum Kopenhagen, wurde 2005 eine gr\u00f6\u00dfere Grabungskampagne durchgef\u00fchrt, bei der u.a. die Reste eines gro\u00dfen Geb\u00e4udes sowie von zehn zum Teil mehrphasigen H\u00e4usern dokumentiert wurden. 2010 wurde in Zusammenhang mit dieser Fundstelle ein Kooperationsprojekt zwischen dem Nationalmuseet Kopenhagen, dem Museum Lolland-Falster und dem ZBSA geschlossen. Im Fokus stehen dabei neben einer monographischen Publikation der Grabfunde die feldarch\u00e4ologischen Untersuchungen der Siedlung und die anschlie\u00dfende Auswertung der Funde und Befunde. Zudem sind die Untersuchungen in Hoby seit 2011 auch Teilbereich des Projektes \u201eF\u00f8rkristne kultpladser\u201c, angesiedelt am Nationalmuseum Kopenhagen. Das ungef\u00e4hr zwei Hektar gro\u00dfe Siedlungsareal und das Gebiet um die alten Grabfundstellen wurden im Mai 2010 vollst\u00e4ndig unter der Leitung von Christina Klein, Institut f\u00fcr Geophysik der CAU Kiel, mit Geomagnetik untersucht. Fast sieben Hektar mit zahlreichen Anomalien wurden so vermessen. Von 33 dieser Strukturen wurden zus\u00e4tzlich durch P\u00fcrckhauerbohrungen Profile erschlossen, wobei sich in einem Gro\u00dfteil Hinweise auf arch\u00e4ologische Kulturstufen fanden. In den Sommermonaten der letzten Jahre wurden mehrw\u00f6chige Grabungskampagnen in der \u00e4lterkaiserzeitlichen Siedlung durchgef\u00fchrt. Unter der Leitung d\u00e4nischer Arch\u00e4ologen sind diese Feldarbeiten als Lehrgrabung angelegt, bei denen neben Studenten aus Kopenhagen im Jahr 2014 auch erstmalig Studierende der Universit\u00e4t \u00c5rhus teilnahmen. Letztere erprobten zus\u00e4tzlich bestimmte dreidimensionale Dokumentationsverfahren, welche in einer Dissertation ausgewertet werden sollen. Durch die Ausgrabungskampagnen konnten unterschiedliche Bereiche der Siedlung genauer betrachtet werden. So wurde das 2005 bereits aufgedeckte 25 Meter lange Haus inzwischen vollst\u00e4ndig ergraben, des Weiteren wurden mittlerweile \u00fcber zwei Dutzend Haus- und Geb\u00e4udebefunde dokumentiert. Dabei konnten zum Teil die alten Lehmbodenverputze aufgedeckt werden; in einem Fall ist ein St\u00fcck verbrannter Hauswand erhalten, welches noch deutliche Abdr\u00fccke von Flechtwerk und Lehmverputz zeigt und beim Zusammenbruch des Hauses vor ca. 2000 Jahren verst\u00fcrzt und etwas au\u00dferhalb des Brandherdes geraten zu sein scheint. Zwischen den zum Teil mehrphasigen H\u00e4userbefunden wurden Hinweise auf ein planm\u00e4\u00dfig angelegtes Wegenetz gefunden, zudem konnten zahlreiche Herdstellen und Kochgruben untersucht werden. In einem Bereich der Siedlung liegt eine gro\u00dfe Abfallstelle, in der sich zahlreiche Keramikscherben und fragmentierte Knochen befinden. S\u00e4mtliche w\u00e4hrend der Grabungsarbeiten gefundenen Tierknochen werden unter der Leitung von U. Schm\u00f6lcke in dem Forschungsbereich Arch\u00e4ozoologie und Faunengeschichte am ZBSA analysiert. Anhand der gut erhaltenen St\u00fccke k\u00f6nnen Aussagen \u00fcber Anzahl und Alter der hier angetroffenen Spezies sowie die quantitativen Verh\u00e4ltnisse allgemein getroffen werden. Auch f\u00fcr a-DNA-Material liegen ideale Konservierungsbedingungen vor, so dass durch E. Nikulina im Labor f\u00fcr Arch\u00e4ogenetik am ZBSA bereits zahlreiche Proben aus Schafsz\u00e4hnen extrahiert und analysiert werden konnten. Diese lieferten bereits erste Ergebnisse in Bezug auf Fragen zur Zusammensetzung der Schafpopulation im \u00e4lterkaiserzeitlichen Hoby. Zu den nach Schleswig verbrachten Tierknochen geh\u00f6ren auch Funde au\u00dferhalb des gro\u00dfen \u201eAbfallbereichs\u201c in der Siedlungsfl\u00e4che, wie bspw. ein 2013 unter einem Haus entdecktes und somit vermutlich geopfertes Pferdeskelett. Erg\u00e4nzt wird diese kultische Komponente durch ein weiteres Grabungsareal, in dem mehrere Strukturen auf bewusst niedergelegte bzw. nach einem bestimmten Muster zerst\u00f6rte Keramik hinweisen. Im Nordosten der Siedlungsfl\u00e4che befindet sich ein Bereich, der deutlich tiefer abzugraben ist, weshalb gegen das nach oben dr\u00fcckende Grundwasser eine Pumpe eingesetzt werden muss. Trotz der erschwerten technischen Bedingungen gelang es, am Grund dieses Befundes einen langgezogenen Flechtwerkzaun zu registrieren. Weitere Feldarbeiten sollen hier folgen. Parallel zu den Ausgrabungskampagnen laufen Arbeiten f\u00fcr das geplante Publikationsprojekt, in dem die au\u00dfergew\u00f6hnlich reichen Grabbeigaben dieser Fundstelle behandelt werden. Dabei wird unter anderem angestrebt, einen Katalog mit den Importfunden der \u00c4lteren R\u00f6mischen Kaiserzeit in D\u00e4nemark und Schleswig-Holstein zu erstellen. Hierzu werden auch Arbeiten im Fundmagazin, der Restaurierungs- und der Fotowerkstatt des Museums f\u00fcr Arch\u00e4ologie in Schleswig durchgef\u00fchrt. Projektbericht des D\u00e4nischen Nationalmuseums (p\u00e5 dansk) \u00bbStormanden fra Hoby\u00ab (PDF) Publikationen zu diesem Projekt R. Blankenfeldt\/S. Klingenberg, The Hoby project. In: Arkaeologie i Slesvig\/Arch\u00e4ologie in Schleswig. Sonderband &#8222;Det 61. Internationale Sachsensymposion 2010&#8220; Haderslev, Danmark (Neum\u00fcnster 2011) 187\u2013198. Weitere Informationen zu diesem Projekt im Internet http:\/\/vikingekult.natmus.dk\/foerkristne-kultpladser\/forside\/http:\/\/vikingekult.natmus.dk\/foerkristne-kultpladser\/noeglepladserne\/hoby\/http:\/\/www.aabne-samlinger.dk\/museumlollandfalster\/udforsk\/vild-med-arkaeologi\/hoby\/ &nbsp; Themenbereich Mensch und Gesellschaft \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkt Jenseits des Grabes \u00a0\u00a0 Mitarbeiter Leitung:Dr. Ruth Blankenfeldt Mitarbeiter:Dr. Elena A. NikulinaPD Dr. habil. Ulrich Schm\u00f6lcke &nbsp; &nbsp;","thumbnail_url":"https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image_medium.jpeg"}