{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Matthias Bolte","author_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/matthias-bolte\/","title":"Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt lokalisiert die untergegangene Kirche von Rungholt im nordfriesischen Wattenmeer - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"JgkJPAe8yW\"><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/kirche-von-rungholt\/\">Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt lokalisiert die untergegangene Kirche von Rungholt im nordfriesischen Wattenmeer<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/kirche-von-rungholt\/embed\/#?secret=JgkJPAe8yW\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Wissenschaftliches Gemeinschaftsprojekt lokalisiert die untergegangene Kirche von Rungholt im nordfriesischen Wattenmeer&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"JgkJPAe8yW\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=https:\/\/zbsa.eu\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n\/* ]]> *\/\n<\/script>","thumbnail_url":"https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/grabungskasten_rungholt_presse.jpg","thumbnail_width":1000,"thumbnail_height":667,"description":"Vermisst seit 1362 Der heute im UNESCO-Welterbe Wattenmeer gelegene, 1362 in einer Sturmflut untergegangene mittelalterliche Handelsplatz Rungholt ist aktuell Ziel interdisziplin\u00e4rer Forschung. Durch eine Kombination aus naturwissenschaftlichen und arch\u00e4ologischen Methoden gelang es nun Forschenden der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU), der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz (JGU), des Zentrums f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) sowie des Arch\u00e4ologischen Landesamts Schleswig-Holstein (ALSH) den Standort der Rungholter Kirche zu lokalisieren \u2013 und somit eine \u00fcber 100-j\u00e4hrige, vieldiskutierte Forschungsfrage endg\u00fcltig zu kl\u00e4ren. Fach\u00fcbergreifende Zusammenarbeit als Schl\u00fcssel zum Erfolg Im Rahmen zweier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rderter interdisziplin\u00e4rer Vorhaben wird seit einigen Jahren die im Wattenmeer untergegangene, mittelalterliche Kulturlandschaft erforscht. Rungholt \u2013 \u00fcberregional bekannt durch seinen mythisch verkl\u00e4rten Untergang und eine europaweit einmalige arch\u00e4ologische Fundsituation \u2013 steht dabei als prominentes Beispiel f\u00fcr die bis heute andauernden Auswirkungen massiver menschlicher Eingriffe in den norddeutschen K\u00fcstenraum. Der Schl\u00fcssel zum Erfolg der Arbeiten liegt in der engen interdisziplin\u00e4ren Zusammenarbeit. \u201eUnter dem Watt verborgene Siedlungsreste werden zun\u00e4chst mit unterschiedlichen geophysikalischen Methoden wie magnetischer Gradiometrie, elektromagnetischer Induktion und Seismik lokalisiert und fl\u00e4chenhaft kartiert\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Dennis Wilken, Geophysiker an der CAU. Dr. Hanna Hadler vom Geographischen Institut der JGU erg\u00e4nzt: \u201eAuf Grundlage dieser Prospektion entnehmen wir gezielt Sedimentbohrkerne, deren Analyse nicht nur Aussagen \u00fcber r\u00e4umliche und zeitliche Zusammenh\u00e4nge der Siedlungsstrukturen, sondern auch zur Landschaftsentwicklung erm\u00f6glicht.\u201c Arch\u00e4ologische Untersuchungen liefern an ausgew\u00e4hlten Stellen einmalige Einblicke in das Leben der nordfriesischen Siedler und f\u00f6rdern aus den Wattfl\u00e4chen immer wieder bedeutende neue Funde ans Licht. Untergegangene Kulturlandschaft um Rungholt mit zentraler Kirchwarft erstmals gro\u00dffl\u00e4chig rekonstruiert Im Mai 2023 wurde nun bei Hallig S\u00fcdfall durch geophysikalische Prospektion eine bislang unbekannte, zwei Kilometer lange Kette mittelalterlicher Warften, also k\u00fcnstlicher Siedlungsh\u00fcgel, erfasst. Eine dieser Warften zeigt Strukturen, die zweifelsfrei als Fundamente einer Kirche von 40 Meter mal 15 Meter Gr\u00f6\u00dfe zu deuten sind. Bohrungen und gezielte Ausgrabungen haben erste Einblicke zum Aufbau und zu den Fundamenten des Sakralbaus ergeben. \u201eDamit reiht sich der Fund in die gro\u00dfen Kirchen Nordfrieslands ein\u201c, erl\u00e4utert Dr. Bente Sven Majchczack, Arch\u00e4ologe im Exzellenzcluster ROOTS an der CAU. Dr. Ruth Blankenfeldt, Arch\u00e4ologin am ZBSA f\u00fcgt hinzu: \u201eDie Besonderheit des Fundes liegt in der Bedeutung der Kirche als Mittelpunkt eines Siedlungsgef\u00fcges, das in seiner Gr\u00f6\u00dfe als Kirchspiel mit \u00fcbergeordneter Funktion interpretiert werden muss.\u201c Die Funde in dem \u00fcber zehn Quadratkilometer gro\u00dfen untersuchten Gebiet umfassen bislang 54 Warften, systematische Entw\u00e4sserungssysteme, einen Seedeich mit Sielhafen, zwei Standorte kleinerer Kirchen und nun auch die gro\u00dfe Hauptkirche. Damit muss das gefundene Siedlungsgebiet als einer der \u00fcberlieferten Hauptorte des mittelalterlichen Verwaltungsbezirkes Edomsharde angesehen werden. Starke Gef\u00e4hrdung der Kulturspuren durch Erosion Neben dem einzigartigen Archivcharakter, den die Wattfl\u00e4chen f\u00fcr die Rekonstruktion der Kulturlandschaft um Rungholt besitzen, zeigen die Projektergebnisse der letzten Jahre jedoch auch die extreme Gef\u00e4hrdung der \u00fcber 600 Jahre alten Kulturspuren. \u201eUm Hallig S\u00fcdfall und in anderen Wattfl\u00e4chen sind die mittelalterlichen Siedlungsreste bereits stark erodiert und oft nur noch als Negativabdruck nachweisbar. Dies zeigt sich auch im Umfeld der Kirchwarft sehr deutlich, sodass wir die Erforschung hier dringend intensivieren m\u00fcssen\u201c, res\u00fcmiert Hanna Hadler. Die Forschungsprojekte im Nordfriesischen Wattenmeer An den Forschungen im Rahmen des DFG-Projektes \u201eRUNGHOLT \u2013 Kombinierte geophysikalische, geoarch\u00e4ologische und arch\u00e4ologische Untersuchungen im nordfriesischen Wattenmeer im Umfeld des mittelalterlichen Handelsplatzes Rungholt\u201d sind Dr. Hanna Hadler und Prof. Dr. Andreas V\u00f6tt aus der Arbeitsgruppe Naturrisikoforschung und Geoarch\u00e4ologie der JGU, Dr. Dennis Wilken aus der Arbeitsgruppe Angewandte Geophysik der CAU sowie Dr. Ruth Blankenfeldt vom Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie und Dr. Stefanie Kloo\u00df und Dr. Ulf Ickerodt vom Arch\u00e4ologischen Landesamt Schleswig-Holstein beteiligt. Im Rahmen des Projekts \u201eSocio-environmental Interactions on the North Frisian Wadden Sea Coast\u201d im Exzellenzcluster ROOTS der Uni Kiel beteiligen sich Dr. Bente Sven Majchczack und Prof. Dr. Wolfgang Rabbel an der Kooperation. Weiterf\u00fchrende Links: Arch\u00e4ologisches Landesamt Schleswig-Holstein Applied Geophysics an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU)Geomorphologie an der JGUWattenmeerprojekt im Exzellenzcluster ROOTS der CAU DFG-F\u00f6rderung f\u00fcr das RUNGHOLT-Projekt"}