{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Matthias Bolte","author_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/matthias-bolte\/","title":"Landschaft und Fauna Ost- und Mitteleuropas im Kontext von vorgeschichtlichem Kulturtransfer und sozio\u00f6konomischer Entwicklung - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"3J0Bx4dldr\"><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/landschaft-und-fauna-ost-und-mitteleuropas\/\">Landschaft und Fauna Ost- und Mitteleuropas im Kontext von vorgeschichtlichem Kulturtransfer und sozio\u00f6konomischer Entwicklung<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/landschaft-und-fauna-ost-und-mitteleuropas\/embed\/#?secret=3J0Bx4dldr\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Landschaft und Fauna Ost- und Mitteleuropas im Kontext von vorgeschichtlichem Kulturtransfer und sozio\u00f6konomischer Entwicklung&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"3J0Bx4dldr\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=https:\/\/zbsa.eu\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n\/* ]]> *\/\n<\/script>","description":"Dr. Daniel Gro\u00df, Dr. Harald L\u00fcbke, PD Dr. habil. Ulrich Schm\u00f6lcke, Dr. Elena A. Nikulina Ein Verst\u00e4ndnis der kulturellen Beziehungen zwischen dem \u00f6stlichen und dem westlichen Ostseeraum und ihren jeweiligen Hinterl\u00e4ndern in vor- und fr\u00fchgeschichtlicher Zeit ist ohne Kenntnis der \u00f6kologischen Entwicklungen nicht m\u00f6glich. In diesem Zusammenhang liegt ein Schwerpunkt der Forschungen am ZBSA auf der Auswertungen von Tierresten nach morphologischen und in ausgesuchten F\u00e4llen auch arch\u00e4ogenetischen Verfahren. In einem zweiten Schritt gilt es, die an verschiedenen Lokalit\u00e4ten erzielten Ergebnisse in einen \u00fcberregionalen Zusammenhang zu stellen. Wir wollen Parallelen und Unterschiede sowie potenzielle Beziehungen zum Ostseeraum herausarbeiten. aDNA-Barcoding von mittelholoz\u00e4nen Pelikan-Knochen aus Nordeuropa Seit dem Ende der letzten Eiszeit haben sich die Verbreitungsgebiete der meisten europ\u00e4ischen Tierarten stark verschoben. Je mehr sich das Klima dem mittelholoz\u00e4nen thermalen Maximum zwischen 8000 und 4000 v. Chr. n\u00e4herte, desto mehr w\u00e4rmebed\u00fcrftige Tier- und Pflanzenarten konnten ihr Verbreitungsgebiet weit nach Norden ausdehnen. Zu den V\u00f6geln, die im mittleren Holoz\u00e4n im n\u00f6rdlichen Mitteleuropa und auf den Britischen Inseln weit entfernt von ihrem heutigen Verbreitungsgebiet vorkamen, geh\u00f6ren auch Pelikane. Heute leben in Europa zwei Arten dieser V\u00f6gel, der ortstreue Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus) und der wanderfreudige Rosapelikan (P. onocrotalus), die beide ihr Brutareal im s\u00fcd\u00f6stlichen Mittelmeerraum haben. Am ZBSA haben wir erstmals alle bekannten vor- und fr\u00fchgeschichtlichen Funde von Pelikanen katalogisiert, und an einem 7100 Jahre alten Knochen aus Rosenhof in Schleswig-Holstein die alte DNA untersucht. Ziel dieser Pionierarbeit von Elena Nikulina in unserem Arch\u00e4ogenetik-Labor war se, den taxonomischen Status der mittelholoz\u00e4nen Pelikane Nordmitteleuropas zu kl\u00e4ren und das n\u00f6rdliche Vorkommen von Pelikanen zu interpretieren. Um Gewicht zu sparen, haben V\u00f6gel in ihren Knochen generell eine wesentlich d\u00fcnnere Kompakta als S\u00e4ugetiere. Dementsprechend ist damit zu rechnen, dass sich die DNA der Tiere nach Einbettung in den Boden rasch zersetzt. \u00dcberraschenderweise war die Erbsubstanz beim untersuchten Fundst\u00fcck jedoch vergleichsweise gut erhalten und erlaubte die Untersuchung mehrerer verschiedener mitochondrialer Genabschnitte. Alle Analysen erbrachten dasselbe, eindeutige Resultat: Der untersuchte Knochen stammt zweifellos von einem Krauskopfpelikan. Die Zuordnung zur viel wanderfreudigeren Art Rosapelikan oder die Pr\u00e4senz einer heute ausgestorbenen dritten Pelikanart konnten definitiv ausgeschlossen werden. Vermutlich sind damit auch die \u00fcbrigen vor- und fr\u00fchgeschichtlichen Nachweise von Pelikanen in Nordmitteleuropa dieser Art zuzuordnen. Die kartierten Funde aus arch\u00e4ologischen Ausgrabungen und Mooren zeigen, dass Krauskopfpelikane f\u00fcr eine begrenzte Zeit von England \u00fcber den Norden Mitteleuropas bis nach S\u00fcdskandinavien verbreitet waren, mit einem Schwerpunkt im d\u00e4nischen Ostseearchipel und den angrenzenden K\u00fcsten Schwedens und Deutschlands. Allein aus dieser Region stammen 16 der insgesamt 29 pr\u00e4historischen Nachweise. Chronologisch gruppieren sich die Funde in drei verschiedene Zeitscheiben zwischen 5000 und 3000 v. Chr., um Christi Geburt sowie um etwa 1100 AD. Demnach ist von drei Einwanderungsereignissen auszugehen. Lediglich die erste Einwanderung f\u00fchrte zu einer dauerhafteren Pr\u00e4senz der Krauskopfpelikane im Norden. Sie f\u00e4llt hier mit dem nacheiszeitlichen Temperaturmaximum zusammen, und auch die zweite und die dritte Einwanderungswelle scheinen mit Perioden w\u00e4rmerer und feuchterer Sommer im neuen Areal einherzugehen. Offenbar gab es im Sp\u00e4tatlantikum und fr\u00fchen Subboreal eine vor\u00fcbergehende Arealausweitung dieser spektakul\u00e4ren Art. Die fast 2000 km messende Fundl\u00fccke zwischen dem mediterranen Brutareal und dem s\u00fcdwestlichen Ostseeraum deutet dabei auf die Existenz einer disjunkten Verbreitung. Disjunktion ist meist das Ergebnis von regionalen Bestandseinbr\u00fcchen oder Arealverlusten aufgrund von Klimaver\u00e4nderungen oder dem Auftreten neuer Konkurrenzarten bzw. Pr\u00e4datoren. Im vorliegenden Fall gibt es jedoch keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass das Territorium zwischen Balkan und Ostsee jemals Pelikanvorkommen aufwies. In Ermangelung anderer m\u00f6glicher Ursachen ist hier vermutlich von der Verdriftung eines Trupps Krauskopfpelikane w\u00e4hrend eines Sturmereignisses auszugehen. Weitere Informationen:Nikulina, E. A., &amp; Schm\u00f6lcke, U. (2015). First archaeogenetic results verify the mid\u2010Holocene occurrence of Dalmatian pelican Pelecanus crispus far out of present range. Journal of Avian Biology, DOI: 10.1111\/jav.00652. Die gr\u00f6\u00dften Fische der Nordsee: Auf den Spuren der St\u00f6re St\u00f6re lebten viele Jahrtausende sowohl in der Nord- und Ostsee als auch in gr\u00f6\u00dferen und gro\u00dfen Fl\u00fcssen wie Elbe, Eider, Oder und Weichsel. Mit \u00fcber 3 m L\u00e4nge und 300 kg Gewicht z\u00e4hlten sie zu den gr\u00f6\u00dften Fischen Europas. Doch trotz ihrer enormen Gr\u00f6\u00dfe und der damit verbundenen Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die Fischerei fehlen aus der Stein- und Bronzezeit Nachweise dieser Fische im ZBSA-Forschungsraum fast v\u00f6llig. Auch Belege f\u00fcr eine gezielte Nutzung dieser Art in kaiserzeitlichen bis fr\u00fchmittelalterlichen Fundschichten gibt es nur vereinzelt. Erst seit etwa zehn Jahren ist bekannt, dass es fr\u00fcher in Nord- und Westeuropa nicht nur, wie immer angenommen, eine St\u00f6rart, den Europ\u00e4ischen St\u00f6r, gab, sondern auch den Atlantischen St\u00f6r. Diese Art kommt in erster Linie in Nordamerika vor und breitete sich dann nach Europa aus. Einzelheiten dieses Prozesses, zum Beispiel der Zeitpunkt der Expansion, aber auch die Areale und das Verh\u00e4ltnis zwischen beiden Arten sind noch immer unbekannt. Im Projekt \u201eLandschaft und Fauna Ost- und Mitteleuropas im Kontext von vorgeschichtlichem Kulturtransfer und sozio\u00f6konomischer Entwicklung\u201c gehen wir dieser Frage von mehreren Seiten her und mit verschiedenen Methoden nach. Dazu z\u00e4hlen vor allem arch\u00e4ogenetische Analysen, aber auch eine zeitliche und r\u00e4umliche Kartierung aller St\u00f6rfunde sowie morphologische Untersuchungen. Eine genauere Kenntnis der Verbreitungsgeschichte von St\u00f6ren im Kernarbeitsgebiet des ZBSA wird k\u00fcnftig dazu f\u00fchren, die diachron und synchron sehr unterschiedliche wirtschaftliche Bedeutung dieser Tiere im Laufe der Geschichte fundierter interpretieren zu k\u00f6nnen. Friesack 4: Tierwelt und Landschaft im Pr\u00e4boreal Nordmitteleuropas Fr\u00fchmesolithische Siedlungspl\u00e4tze mit gr\u00f6\u00dferen Fundserien von organischem Material sind in der mitteleurop\u00e4ischen Tiefebene selten, und entsprechend unzureichend ist der Kenntnisstand \u00fcber menschliches Siedlungsverhalten und Subsistenz. Das ZBSA hat das Ziel, diese Wissensl\u00fccke zu schlie\u00dfen und setzt sich auf unterschiedliche Weise aktiv f\u00fcr die Erst- oder Neuanalyse von Funden aus dieser Zeit ein. In diesen Zusammenhang geh\u00f6ren die 2014 abgeschlossene Dissertation von Daniel Gro\u00df \u00fcber den Fundplatz Friesack 27a und die Fertigstellung eines Drittmittelantrags zur Neubearbeitung von Knochenspitzen aus Hohen Viecheln. \u00dcberdies wurde im Berichtsjahr mit der Untersuchung des quantitativ reichsten Tierknochenmaterials aus dem Fr\u00fchholoz\u00e4n begonnen, dem Fundgut von Friesack 4. Insgesamt konnten aus den fr\u00fchmesolithischen Schichten von Friesack 4 w\u00e4hrend der Ausgrabungen unter Leitung von B. Gramsch in den Jahren 1978-1989 Tierknochen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 5.000 Funden geborgen werden. Es ist dieser Zahl, dem nachgewiesenen Artenreichtum und anderen Faktoren geschuldet, dass die vollst\u00e4ndige Analyse dieser wertvollen Funde erst mehr als zwanzig Jahre nach Ende der Grabungen abgeschlossen werden kann. Die Knochenanalyse lag zun\u00e4chst in den H\u00e4nden von Dr. Lothar Teichert (Brandenburgischen Landesmuseum f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte, Potsdam), der auch Studien zu den Hunde-, Biber- und Vogelresten aus Friesack 4 vorlegte. Seine umfangreichen Manuskriptentw\u00fcrfe, Tabellen und Messtabellen \u00fcberlie\u00df er S. Hanik (Brandenburgisches Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege\/Arch\u00e4ologisches Landesmuseum, Zossen), die sie seit 2006 digitalisieren lie\u00df. Im Zuge einer Zusammenarbeit mit dem Zweck der Vorlage des Gesamtmaterials zwischen dem Ausgr\u00e4ber, Prof. Bernhard Gramsch, Dr. Susanne Hanik (Landesamt Brandenburg), Prof. Nobert Benecke (DAI) und Schloss Gottorf wurden diese Unterlagen von Wolfgang Lage (ehemals ALSH) in ein Datenbankprogramm \u00fcberf\u00fchrt und so einer zeitgem\u00e4\u00dfen Auswertung zug\u00e4nglich gemacht. Die Auswertungen wurden 2015 beendet und wurden 2017 in einer Monographie zum Fundplatz vorgelegt. Biberjagd an der Ostseek\u00fcste: der Fundplatz D\u0105bki Der Siedlungsplatz D\u0105bki lag urspr\u00fcnglich auf einer sandigen Insel inmitten des heute durch gro\u00dfr\u00e4umige Verlandung wesentlich verkleinerten Bukowo-Sees. Die Entfernung des Platzes zum Meer betrug in der Luftlinie nur etwa 500 m. Radiokarbondaten zeigen Nutzungsperioden von 4900 bis 4200 v. Chr. und zwischen 3800 und 3700 v. Chr. an. Obwohl sich der Nachweis sehr fr\u00fcher Viehhaltung nach aDNA-Untersuchungen fraglicher Funde nicht best\u00e4tigte, ist D\u0105bki fraglos ein hochinteressanter Platz. W\u00e4hrend der ersten Okkupationsphase lag er im Grenzbereich von drei Kulturr\u00e4umen, der westlichen Erteb\u00f8lle-Kultur, der zentraleurop\u00e4ischen Bandkeramik, und der \u00f6stlichen Narva-Kultur \u2013 ohne, dass er einer dieser Kulturen eindeutig zuzuordnen w\u00e4re. Importfunde belegen ein Kontaktnetz von R\u00fcgen \u00fcber den Oberlauf der Oder bis hin zum mittleren Weichselgebiet \u2013 Regionen, die jeweils mehrere hundert Kilometer von D\u0105bki entfernt sind. In der zweiten Okkupationsphase zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild; jetzt ist der Kontaktraum sogar bis in den zentralen Balkan ausgedehnt. Damit w\u00e4chst D\u0105bki eine Schl\u00fcsselstellung beim Verst\u00e4ndnis von Austauschsystemen des Sp\u00e4tmesolithikums und der Zeit der Neolithisierung im s\u00fcdlichen Ostseeraum zu. Die arch\u00e4ozoologischen Untersuchungen am ZBSA erbrachten zudem eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche Zusammensetzung der Tierknochenfunde. Tats\u00e4chlich erscheint zurzeit eine schl\u00fcssige Interpretation der Tierreste unabdingbar f\u00fcr das Gesamtverst\u00e4ndnis der Funktion dieses einzigartigen Platzes. Die Auswertung der Tierknochen ergab ein \u00fcberraschendes Ergebnis, das im westlichen Ostseeraum keine Parallele hat: Addiert man Funde von Bibern, Wildkatzen, Fischottern und anderen Mardern, so stammen in D\u0105bki 77 % aller Knochen (47 % der Mindestindividuen) von Tierarten, die von Menschen seit jeher in erster Linie wegen ihres dichten Pelzes gejagt worden sind. Allein auf Biber entfallen 61 % der S\u00e4ugetierknochen. Ganz sicher spielten Tierfelle also eine entscheidene Rolle f\u00fcr die Menschen, die den Platz D\u0105bki aufsuchten. Wie saisonale Indikatoren an Gro\u00dfwildknochen belegen, lag die Nutzungszeit des Platzes ausschlie\u00dflich zwischen April und Juli, in einer Zeit also, in der die Pelze der genannten Arten von niederer Qualit\u00e4t als im Winter waren. Wurden auf der Insel im Bukowo-See im Fr\u00fchling die im Winter erbeuteten Pelztiere zusammengetragen? Kaum, denn wie die Repr\u00e4sentanz der Skelettteile zeigt, gelangten in der Regel die gesamten Kadaver, nicht nur die Felle nach D\u0105bki. Mehr noch: Schnitt- und Hackspuren zeigen, dass die Biber auch eine Nahrungsressource darstellten. Es liegt nahe, die ungew\u00f6hnlichen arch\u00e4ozoologischen Ergebnisse mit den zahlreichen Importg\u00fctern auf dem Fundplatz in Beziehung zu setzen. Wurde D\u0105bki \u00fcber Jahrhunderte von Menschen aufgesucht, um hier \u2013 verkehrstechnisch g\u00fcnstig nahe am Meer, an Oder und Weichsel gelegen \u2013 Felle (und Bernstein) gegen exquisite Keramik oder Steinger\u00e4te einzutauschen? &nbsp; Forschungsbereiche Mensch und Umwelt \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte Jagd- und Fischereigeschichte, Wildbeuter in ihrer Umwelt \u00a0\u00a0 Mitarbeiter Leitung:PD Dr. habil. Ulrich Schm\u00f6lcke Mitarbeiter:Dr. Daniel Gro\u00dfDr. Harald L\u00fcbkeDr. John Meadows &nbsp; &nbsp; In Kooperation mit Projektteil Friesack 4Prof. Dr. Bernhard Gramsch (Potsdam) Dr. Susanne Hanik (Brandenburgisches Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege) Prof. Dr. Norbert Benecke (Deutsches Arch\u00e4ologisches Institut, Berlin) Projektteil D\u0105bkiProf. Dr. Jacek Kabaci\u0144ski (Instytut Archeologii i Etnologii PAN, Poznan, PL) Prof. Dr. Daniel Makowiecki und Miros\u0142awa Zabilska (Uniwersytet Torun, PL) Prof. Dr. Thomas Terberger (Nieders\u00e4chsisches Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege) Andreas Kotula M.A. (Universit\u00e4t Greifswald) Dr. S\u00f6nke Hartz (Arch\u00e4ologisches Lndesmuseum Schleswig-Holstein).","thumbnail_url":"https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/image_content-6.jpg"}