{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Isabel Sonnenschein","author_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/isabel-sonnenschein\/","title":"Sensationsfund im Duvenseer Moor: Das \u00e4lteste Grab Norddeutschlands - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"oOi2zJnqZJ\"><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/sensationsfund-im-duvenseer-moor\/\">Sensationsfund im Duvenseer Moor: Das \u00e4lteste Grab Norddeutschlands<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/sensationsfund-im-duvenseer-moor\/embed\/#?secret=oOi2zJnqZJ\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Sensationsfund im Duvenseer Moor: Das \u00e4lteste Grab Norddeutschlands&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"oOi2zJnqZJ\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script type=\"text\/javascript\">\n\/* <![CDATA[ *\/\n\/*! 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Dabei handelt es sich um eine Brandbestattung, die von mittelsteinzeitlichen J\u00e4gern, Fischern und Sammlern vor ca. 10.500 Jahren am Rande des Duvenseer Moors angelegt wurde. Zu dieser Zeit war die letzte Eiszeit bereits seit mehr als 1000 Jahren Vergangenheit. In der Landschaft hatten sich zun\u00e4chst als Pioniervegetation Birken- und Kieferw\u00e4lder ausgebreitet, die nun aber zunehmend durch die Hasel verdr\u00e4ngt wurden, welche gro\u00dffl\u00e4chige Buschwaldbest\u00e4nde ausbildete. Vor allem in der Jungmor\u00e4nenlandschaft entlang der heutigen Ostsee existierten zahlreiche Seen, deren flache Ufer zunehmend verlandeten. Diese Landschaft wurde von J\u00e4ger- und Sammler-Gruppen bewohnt, die von S\u00fcden herkommend der sich ausbreitenden Waldlandschaft gefolgt waren, w\u00e4hrend die zuvor ans\u00e4ssigen Rentierj\u00e4ger der Sp\u00e4teiszeit nach Norden abgewandert waren. Die nachfolgenden J\u00e4ger-und-Sammler-Gruppen lebten von der Jagd auf das Wild des Waldes (Rothirsch, Reh, Wildschwein), vom Fischfang und vom Sammeln insbesondere der weit verbreiteten Haselnuss. Eine der Schl\u00fcsselregionen zur Erforschung dieser Zeit ist das Duvenseer Moor im Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein, wo bereits vor knapp 100 Jahren die ersten Wohnpl\u00e4tze dieser steinzeitlichen J\u00e4ger und Sammler entdeckt wurden. Seit Mitte der 1960er Jahre bis zu seinem Ruhestand am Beginn der 2000er Jahre war es der Arch\u00e4ologe Klaus Bokelmann vom damaligen Arch\u00e4ologischen Landesmuseum in Schleswig, der die Forschungen entscheidend vorangetrieben hatte. Ihm ist die Entdeckung von weit mehr als 20 weiteren Fundstellen im Duvenseer Moor zu verdanken. Dazu geh\u00f6rt auch der Fundplatz L\u00fcchow LA 11, auf dem jetzt die Brandbestattung gefunden wurde. Seit 2010 hatte Dr. Harald L\u00fcbke im Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) die Aufgabe \u00fcbernommen, diese erfolgreichen Forschungen fortzuf\u00fchren. Durch die Digitalisierung aller Ausgrabungsdokumentationen zu den bis dahin bekannten Fundstellen war eine ausgezeichnete Grundlage f\u00fcr weitere Gel\u00e4ndearbeiten geschaffen worden, die in enger Abstimmung und Unterst\u00fctzung mit der zust\u00e4ndigen Genehmigungsbeh\u00f6rde, dem Arch\u00e4ologischen Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH), durchgef\u00fchrt wird. Diese wurde au\u00dferdem durch den an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel 2016 neu eingerichteten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef\u00f6rderten Sonderforschungsbereich 1266 \u201eTransformationsDimensionen \u2013 Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Pr\u00e4historischen und Archaischen Gesellschaften\u201c erm\u00f6glicht, an dem das ZBSA mit insgesamt vier Teilprojekten beteiligt ist. Dabei ist das Projekt 1266-B2 \u201eTransformationen spezialisierter holoz\u00e4ner Wildbeuter\u201c federf\u00fchrend bei den neuen Untersuchungen im Duvenseer Moor. In enger Zusammenarbeit mit den naturwissenschaftlichen Partnerdisziplinen wie der Geophysik oder der Pal\u00e4obotanik konnten wichtige neue Erkenntnisse zur Geomorphologie und Entwicklung des Moores gewonnen werden. Die arch\u00e4ologischen Ausgrabungen, die mit Unterst\u00fctzung des Arch\u00e4ologischen Landesamtes Schleswig-Holstein und des Museums f\u00fcr Arch\u00e4ologie durchgef\u00fchrt werden, liefern neue Informationen zur Nutzung dieser Mikroregion durch die damaligen Menschengruppen. W\u00e4hrend bei den altbekannten Wohnpl\u00e4tzen vor allem das saisonale Sammeln von Haseln\u00fcssen im Vordergrund stand, lassen sich auf den neu untersuchten Stationen in sehr viel st\u00e4rkerem Umfang Jagd- und Fischfangaktivit\u00e4ten nachweisen. Dies weist auf eine ganzheitliche und diversifizierte Landschaftsnutzung hin. Diese bisher schon ausgesprochen erfolgreichen Forschungsergebnisse werden jetzt aber noch einmal gesteigert durch die Entdeckung der Brandbestattung auf der Fundstelle L\u00fcchow LA 11. Foto: Eine kleine Grabungsfl\u00e4che mit gro\u00dfem Potential! (Quelle: ALSH)"}