{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Matthias Bolte","author_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/matthias-bolte\/","title":"Sinking Coasts: Geosphere, Climate and Anthroposphere of the Holocene Southern Baltic Sea (SINCOS-II) - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"XiFxhqzusH\"><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/sinking-coasts-sincos-ii\/\">Sinking Coasts: Geosphere, Climate and Anthroposphere of the Holocene Southern Baltic Sea (SINCOS-II)<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/sinking-coasts-sincos-ii\/embed\/#?secret=XiFxhqzusH\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Sinking Coasts: Geosphere, Climate and Anthroposphere of the Holocene Southern Baltic Sea (SINCOS-II)&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"XiFxhqzusH\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script>\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=https:\/\/zbsa.eu\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n<\/script>","description":"F\u00fcr das ZBSA: Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Dr. Harald L\u00fcbke, Dr. Ulrich Schm\u00f6lcke Von 2002 bis 2009 wurde in dem interdisziplin\u00e4ren Forschungsprojekt SINCOS exemplarisch das Zusammenwirken klimatologischer, geologischer und \u00f6kologischer Faktoren auf kulturelle Entwicklungen der letzten 8000 Jahre im s\u00fcdwestlichen Ostseeraum untersucht. Die Ostsee eignet sich als Modellraum f\u00fcr Untersuchungen dieser Art besonders, da hier im Verlauf der letzten 12000 Jahre tiefgreifende Umweltver\u00e4nderungen stattfanden, die ab etwa 6000 v. Chr. in die Entstehung der heutigen Ostsee m\u00fcndeten. Damals f\u00fchrte ein weltweiter Meeresspiegelanstieg zur \u00dcberflutung der jahrtausendelang bestehenden Landverbindung zwischen Zentraleuropa und Skandinavien und zum Eindringen des Weltmeers in das waldbestandene, seenreiche Ostseebecken. Dieser Prozess hat nicht nur die Fauna von Grund auf ver\u00e4ndert, er wird f\u00fcr die Kulturentwicklung der J\u00e4ger-, Fischer- und Sammlergruppen von \u00e4hnlich gro\u00dfer Bedeutung gewesen sein wie die zeitgleich abgelaufene Neolithisierung des binnenl\u00e4ndischen Mitteleuropas. Am ZBSA wird untersucht, in welcher Weise und in welchem Umfang die pr\u00e4historischen menschlichen Gemeinschaften durch Anpassung ihrer \u00d6konomie, ihrer Sozialstrukturen und ihrer Kommunikationsnetzwerke auf den Landschaftswandel reagiert haben. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die Mecklenburger Bucht und die K\u00fcstengew\u00e4sser der Insel R\u00fcgen. Die Lage der beiden Schwerpunktregionen westlich bzw. \u00f6stlich der Dar\u00dfer Schwelle erm\u00f6glicht vergleichende Analysen der Kulturentwicklung in zwei unterschiedlichen Gro\u00dfregionen. Zum Erreichen der Forschungsziele war prim\u00e4r eine Untersuchung ausgew\u00e4hlter pr\u00e4historischer Siedlungspl\u00e4tze erforderlich. W\u00e4hrend der letzten Jahre konnten im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef\u00f6rderten SINCOS-Projektes zahlreiche neue Fundstellen entdeckt und analysiert werden, die \u00fcberwiegend dem Sp\u00e4t- und Endmesolithikum des 6. und 5. vorchristlichen Jahrtausends angeh\u00f6ren. Die Fundstellen sind zum Teil durch au\u00dfergew\u00f6hnlich gute Erhaltungsbedingungen gekennzeichnet und erm\u00f6glichten bereits eine vorl\u00e4ufige Neugliederung der endmesolithischen Kulturen in mehrere Entwicklungsphasen parallel zu den Ver\u00e4nderungen der Umwelt. Die Menschen stellten w\u00e4hrend des untersuchten Zeitraums ihre Ern\u00e4hrung mehrfach um: Auf die Epoche der Jagd auf Gro\u00dfs\u00e4uger des Waldes und der Fischerei in Seen und Fl\u00fcssen folgte eine Zeit intensiver Nutzung der neuen marinen Ressourcen, insbesondere von Robben und Meeresfischen, bevor sich letztlich die \u00f6konomische Wende hin zu Ackerbau und Viehhaltung vollzog. Jedoch existierte die Kultur der Meeresfischer und Robbenj\u00e4ger mehr als 1000 Jahre in unmittelbarer Nachbarschaft zu den s\u00fcdlich der Elbe ans\u00e4ssigen Bauern \u2013 ein Zeichen f\u00fcr die Fruchtbarkeit des jungen Meeres. Die Gel\u00e4ndearbeiten im Rahmen dieses Projektes wurden im Fr\u00fchjahr 2009 zum Abschluss gebracht. Im Anschluss erfolgte eine erste Auswertung der sp\u00e4tmesolithischen Flintinventare sowie der arch\u00e4ozoologischen Funde durch Wissenschaftler des ZBSA. Insgesamt werfen die interdisziplin\u00e4ren Untersuchungen ein facettenreiches Schlaglicht auf die mit den Umweltver\u00e4nderungen, aber auch mit dem ab 4000 v. Chr. einsetzenden Neolithisierungsvorgang verbundenen Anpassungsprozesse der einheimischen J\u00e4ger-Fischer-Sammler-Gemeinschaften. Die Ergebnisse dieser Forschungen sind in dem Abschlussbericht des Teilprojektes IV zusammengefasst, an dessen Erstellung die am ALM und ZBSA besch\u00e4ftigten Mitarbeiter ma\u00dfgeblichen Anteil hatten. Mit dessen Publikation als Teil des Gesamtberichtes des von der gef\u00f6rderten DFG-Paketantrages SINCOS-II im Bericht der R\u00f6misch-Germanischen Kommission 92, 2011 Ende 2014 ist das Projekt offiziell abgeschlossen. Dar\u00fcber hinaus wird der gewonnene Datenbestand ebenso wie das umfangreiche arch\u00e4ologische und naturwissenschaftliche Fundmaterial noch \u00fcber Jahre weitere Forschungen auch am ZBSA erm\u00f6glichen. So erfolgt die Weiterf\u00fchrung der vergleichenden faunistischen Betrachtungen bis ins 1. nachchristliche Jahrtausend hinein, in dem die ersten fr\u00fchst\u00e4dtischen Siedlungen ganz neue Rahmenbedingungen f\u00fcr die Nutzung der Umweltressourcen \u2013 insbesondere der Ostsee \u2013 schaffen, am ZBSA im Rahmen des Projektes Landschaft und Fauna Ost- und Mitteleuropas im Kontext von vorgeschichtlichem Kulturtransfer und sozio\u00f6konomischer Entwicklung. Interdisziplin\u00e4re Untersuchungen speziell zum steinzeitlichen Kulturerbe der submarinen Fundstellen sind in dem Projekt Post-Sincos \u2013 Aktuelle Forschungen zur Steinzeit in der s\u00fcdwestlichen Ostsee zusammengefasst. Themenbereiche Mensch und Umwelt \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte &#8211; Mitarbeiter Leitung:Prof. Dr. Claus von Carnap-BornheimDr. Harald L\u00fcbkeDr. Ulrich Schm\u00f6lcke \u00a0\u00a0 In Kooperation mit Leibniz-Institut f\u00fcr Ostseeforschung Warnem\u00fcnde (IOW) R\u00f6misch-Germanische Kommission (RGK),Deutsches Arch\u00e4ologisches Institut (Frankfurt\/Main) Landesamt f\u00fcr Kultur und Denkmalpflege,Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin) Nieders\u00e4chsisches Institut f\u00fcr Historische K\u00fcstenforschung (Wilhelmshaven) Institut f\u00fcr Geographie und Geowissenschaften,Universit\u00e4t Greifswald Institut f\u00fcr Planetare Geod\u00e4sie,TU Dresden Abteilung \u00bbPal\u00e4oklimatologie\u00ab,GKSS Forschungszentrum Geesthacht Kieler Graduiertenschule \u00bbHuman Development in Landscapes\u00ab Projektleitung: Prof. Dr. Jan Harff (IOW\/Universit\u00e4t Stettin; Sprecher) und Prof. Dr. F. L\u00fcth (RGK; Stellv. Sprecher). Unterst\u00fctzt durch Deutsche Forschungsgemeinschaft2002 bis 2005DFG-Forschergruppe &#8222;SINCOS&#8220; (FOR488);Unterprojekt 1.6 &#8222;Prehistoric Settlements and Development of the Regional Economic Area&#8220;(LU537\/6-1) 2006 bis 2009DFG-Paketantrag &#8222;SINCOS-II&#8220; (PAK81);Teilprojekt 4 &#8222;Prehistoric Settlements and Development of the Regional Economic Area&#8220;(LU537\/11-1) \u00a0"}