{"version":"1.0","provider_name":"Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA)","provider_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en","author_name":"Matthias Bolte","author_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/author\/matthias-bolte\/","title":"Vergleichende Studien zu fr\u00fchmittelalterlichen Hafenanlagen - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","type":"rich","width":600,"height":338,"html":"<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Os2HFb3iqL\"><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/vergleichende-studien-zu-fruehmittelalterlichen-hafenanlagen\/\">Comparative Studies on Early Medieval Harbours<\/a><\/blockquote><iframe sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/vergleichende-studien-zu-fruehmittelalterlichen-hafenanlagen\/embed\/#?secret=Os2HFb3iqL\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8220;Vergleichende Studien zu fr\u00fchmittelalterlichen Hafenanlagen&#8221; &#8212; Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" data-secret=\"Os2HFb3iqL\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" class=\"wp-embedded-content\"><\/iframe><script>\n\/*! This file is auto-generated *\/\n!function(d,l){\"use strict\";l.querySelector&&d.addEventListener&&\"undefined\"!=typeof URL&&(d.wp=d.wp||{},d.wp.receiveEmbedMessage||(d.wp.receiveEmbedMessage=function(e){var t=e.data;if((t||t.secret||t.message||t.value)&&!\/[^a-zA-Z0-9]\/.test(t.secret)){for(var s,r,n,a=l.querySelectorAll('iframe[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),o=l.querySelectorAll('blockquote[data-secret=\"'+t.secret+'\"]'),c=new RegExp(\"^https?:$\",\"i\"),i=0;i<o.length;i++)o[i].style.display=\"none\";for(i=0;i<a.length;i++)s=a[i],e.source===s.contentWindow&&(s.removeAttribute(\"style\"),\"height\"===t.message?(1e3<(r=parseInt(t.value,10))?r=1e3:~~r<200&&(r=200),s.height=r):\"link\"===t.message&&(r=new URL(s.getAttribute(\"src\")),n=new URL(t.value),c.test(n.protocol))&&n.host===r.host&&l.activeElement===s&&(d.top.location.href=t.value))}},d.addEventListener(\"message\",d.wp.receiveEmbedMessage,!1),l.addEventListener(\"DOMContentLoaded\",function(){for(var e,t,s=l.querySelectorAll(\"iframe.wp-embedded-content\"),r=0;r<s.length;r++)(t=(e=s[r]).getAttribute(\"data-secret\"))||(t=Math.random().toString(36).substring(2,12),e.src+=\"#?secret=\"+t,e.setAttribute(\"data-secret\",t)),e.contentWindow.postMessage({message:\"ready\",secret:t},\"*\")},!1)))}(window,document);\n\/\/# sourceURL=https:\/\/zbsa.eu\/wp-includes\/js\/wp-embed.min.js\n<\/script>","description":"Dr. Sven Kalmring Die Hafenanlagen von Dorestad (NL) und Birka (S) DorestadDer sp\u00e4tmerowingerzeitlichen und karolingischen Handelsplatz Dorestad (Mitte 7. bis Mitte 9. Jh.) in der Gabelung von Krummen Rhein und Lek in den Niederlanden fungierte als eine Art Drehscheibe des fr\u00e4nkischen Handels, der sich von hier aus \u00fcber das gesamte Rhein- und Maasgebiet, England, Nordeuropa bis in den Ostseeraum erstreckte. Bei den Ausgrabungen zwischen 1967 bis 1977, die sich auf einen zusammenh\u00e4ngenden Teil des eigentlichen Wohnareals mit dem n\u00f6rdlichen Bereich der Siedlung und dem dazugeh\u00f6rigen Gr\u00e4berfeld de Heul konzentrierten, wurde ebenfalls das linke ehemalige Ufer des Krummen Rheins untersucht. Hier, rechts der Hoogstraat, einem alten Feldweg auf einem Uferwall des Rheins, ergrub man regelrechte Pfostenreihen, die zu mehrphasigen dammartigen Holz-Erde-Konstruktionen geh\u00f6rten und zu Schiffl\u00e4nden gef\u00fchrt haben. Bei der Lage des Hafengebietes von Dorestad an der Hoogstraat scheint es sich anfangs um einen besonders g\u00fcnstigen Abschnitt des Rheinufers gehandelt zu haben, da es sich an einer Innenschleife des Flusses befand und das Ufer somit keinen Erosionsprozessen ausgesetzt war. Das Ufer verf\u00fcgte hier \u00fcber eine flache B\u00f6schung mit einem Sandstrand, auf den die Schiffe auflanden konnten. Allm\u00e4hlich begann der Fluss jedoch zu m\u00e4andrieren und sein Bett kontinuierlich nach Osten zu verlagern, so dass in der Biegung der Flusskurve ein feuchtes und niedriges Neuland entstand. Um den f\u00fcr die Siedlung lebenswichtigen Anschluss zum Ufer und zu den Schiffsl\u00e4nden aufrecht zu erhalten, wurden unter gro\u00dfen Anstrengungen und Holzverbrauch D\u00e4mme errichtet. Dabei bildeten die tief in den Boden getriebenen angespitzten Pf\u00e4hle in Verbindung mit Flechtwerk eine Umfassung, die mit Erde aufgef\u00fcllt wurde. Das hierzu ben\u00f6tigte Erdmaterial stammt aus den Gr\u00e4ben, die jeweils zwischen kleineren Gruppen von D\u00e4mmen beobachtet werden konnten. Der Ausbau der Holz-Erde-Konstruktionen vollzog sich mit der Verlagerung des Rheinufers nur schrittweise in zahlreichen aufeinander folgenden Bauphasen, die zumeist der Verl\u00e4ngerung der Anlagen dienten. Der Ausbau des Gesamtkomplexes der D\u00e4mme hat sich \u00fcber einen Zeitraum von etwa anderthalb Jahrhunderten erstreckt. Im fr\u00fchen 9. Jahrhundert endeten die Ausbauten an den Konstruktionen. Zu diesem Zeitpunkt verf\u00fcgten sie \u00fcber eine Gesamtl\u00e4nge von ca. 200 m. Nach der Neuinterpretation durch die Ausgr\u00e4ber W.A. van Es und W.J.H. Verwers haben die umfangreichen Arbeiten im trockengefallenen Areal des Flussbettes in erster Linie jedoch nicht etwa der weiteren Nutzung des Gel\u00e4ndes als Hafen gedient, sondern es habe sich dabei vielmehr um Landgewinnungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Siedlungszwecke gehandelt. Pfostenroste innerhalb der D\u00e4mme, die zuvor als Hinweis auf Bretterpflasterungen gewertet wurden, werden nun als Roste von Bauten mit speicher\u00e4hnlichem Aussehen interpretiert. Vor dem Hintergrund der Ausgrabungen in Schleswig soll die Neuinterpretation des ansonsten gut publizierten Befundes im Rahmen eines Aufsatzes kritisch \u00fcberpr\u00fcft werden. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der Konferenz &#8222;Dorestad in an International Framework\u201d 2009 in Leiden, und auf dem 29. Tv\u00e6rfaglige Vikingesymposium 2010 im Wikinger Museum Haithabu vorgestellt. Zudem wurden die Resultate in den folgenden Artikeln vorgelegt: S. Kalmring, Dorestad Hoogstraat from a Hedeby\/Schleswig point of view. In: A. Willemsen (ed.), Dorestad in an international Framework. New Research on Centres of Trade and Coinage in Carolingian Times [Symposium Leiden 2009] (Turnhout 2010) 68-81. S. Kalmring, Dorestad Hoogstraat. Ein Diskurs gegen das Verschwinden des Hafens des &#8222;vicus famosus&#8220;. 29. Tv\u00e6rfaglige Vikingesymposium Schleswig (H\u00f8jbjerg 2012) 22-49. BirkaDer wikingerzeitliche Handelsplatz Birka (8. bis letztes Viertel 10. Jh.) befindet sich auf der Insel Bj\u00f6rk\u00f6 im M\u00e4larsee, etwa 30 km westlich von Stockholm. Anders als heute war des M\u00e4larseegebiet zur Wikingerzeit eine noch ausgedehnte Ostseebucht, die erst im 10. Jahrhundert durch die postglaziale Landhebung allm\u00e4hlich von der Ostsee getrennt wurde. Gelegen am Knotenpunkt der zwei wichtigsten Segelrouten in Zentralschweden befand sich die fr\u00fche Stadt in einer f\u00fcr den Fernhandel strategisch \u00e4u\u00dferst g\u00fcnstigen Lage. Zum einen kreuzte hier eine Ost-West gerichtet Verkehrsachse, die vom Landesinneren in Richtung Ostsee verlief. Birka bildete auf dieser Route einen wichtigen Umlande- und Stapelplatz von Handelswaren wie Eisen oder Holz, die auf dem Landwege im Winter per Schlitten aus Zentralschweden hierher transportiert wurden und dann im Sommerhalbjahr weiter verschifft werden sollten. Die zweite Verkehrsachse war der sogenannte Fyrsleden. Dieser f\u00fchrte von der Ostsee im S\u00fcden \u00fcber den Sund bei S\u00f6dert\u00e4lje in den M\u00e4larsee und \u00fcber Birka weiter in Richtung Sigtuna, Gamla Uppsala und Vendel im Norden des M\u00e4lartals. Bei der von B. Ambrosiani und B. Arrhenius in den Jahren 1969\u20131971 durchgef\u00fchrten Ausgrabung im heute durch die anhaltende Regression und dramatisch sinkende Wasserst\u00e4nde heute landfesten Hafengebiet von Birka eine Landebr\u00fccke dokumentiert. Ziel der Ausgrabung im Bereich der svarta jorden war die Bestimmung der wikingerzeitlichen Uferlinie und die Untersuchung des m\u00f6glichen Hafenareals. Eine der beiden Steinpflaster wurde ergraben und stellte sich als landw\u00e4rtige zweilagige Fundamentierung einer Landebr\u00fccke heraus. Es war im feuchten Uferbereich sowie im Bereich einer Sandbank, die sich um eine Uferbefestigung aus Rundh\u00f6lzern gebildet hatte, errichtet worden und diente vermutlich der Verst\u00e4rkung einer h\u00f6lzernen Landebr\u00fccke. \u00dcber das aus der Grabung stammende stratifizierte Fundmaterial wird die dokumentierte Schichtenfolge von der Mitte des 9. Jahrhunderts bis in die Schlussphase Birkas um 970 datiert; die Landebr\u00fccke (\u201esp\u00e4teste Landebr\u00fccke\u201c) selbst wird in die Zeit 930\u2013950 eingeordnet. Unter der Landebr\u00fccke aus dem 10. Jahrhundert fanden sich Hinweise auf eine \u00e4ltere, ebenso konstruierte Landebr\u00fccke, die in eine Schicht des 9. Jahrhunderts eingebettet war (\u201euntere Landebr\u00fccke\u201c). In der 1990\u20131995 oberhalb der Fl\u00e4che von 1969\u20131971 durchgef\u00fchrten Grabung ragte aus der \u00f6stlichen Profilwand der Grabungsfl\u00e4che des Jahres 1990 eine Lage von bis zu 0,8 m m\u00e4chtigen Steinen, die als die Stirnseite einer weiteren Landebr\u00fccke interpretiert wurde (\u201efr\u00fcheste Landebr\u00fccke\u201c). Sie befand sich in einer H\u00f6he von etwa 6,10 m\u20136,30 \u00fcber dem Meeresspiegel. Als weitere Hafenbecken stehen in der Diskussion Kugghamn, Korshamn und Salviksgropen. Weitere, bislang noch ununtersuchte Steinfundamente zweier Landebr\u00fccken befinden sich abseits des Handelshafens unterhalb der Garnison. Im S\u00fcden der Insel Bj\u00f6rk\u00f6 wird bei Charlottenlund ein Bootshaus vom Typ naust vermutet. Seit 1970 werden im Bereich vor der svarta jorden zudem in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Tauchaktionen durchgef\u00fchrt, die dazu dienen den unter Wasser verliebenden Teil des Hafenbeckens zu erforschen. Verschiedene Bohrkerne aus den im Jahre 1990\/91 durchgef\u00fchrten Kernbohrungen geben zudem Aufschluss \u00fcber den Aufbau des Hafenbeckens; eine 2007 an Land durchgef\u00fchrte, bislang unpublizierte geomagnetische Prospektion birgt weiter wichtige Hinweise. Im Rahmen einer umfassenden Studie sollen in enger Kooperation mit den schwedischen Kollegen erstmals s\u00e4mtliche den Hafen betreffende Informationen aus Ausgrabungen, Tauchaktionen und geophysikalischer Prospektionen zusammengef\u00fchrt und vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus Haithabu beleuchtet werden. \u00a0 Themenbereiche Mensch und Gesellschaft \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte &#8211; Mitarbeiter Leitung:Docent Dr. Sven Kalmring \u00a0\u00a0 In Kooperation mit &#8211;"}