{"id":5581,"date":"2021-04-13T11:43:26","date_gmt":"2021-04-13T09:43:26","guid":{"rendered":"https:\/\/zbsa.eu\/?page_id=5581"},"modified":"2021-04-13T14:59:37","modified_gmt":"2021-04-13T12:59:37","slug":"roots-of-conflict","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/roots-of-conflict\/","title":{"rendered":"Subcluster ROOTS of Conflict: Competition and Conciliation"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-text-align-left\">Wo Menschen miteinander in Beziehung treten entsteht Konfliktpotential. Konflikte entstehen auf verschiedenen Ebenen und stellen immer eine Herausforderung f\u00fcr die beteiligten Akteure dar. Das Spektrum m\u00f6glicher Konfliktl\u00f6sungen ist dabei sehr gro\u00df. Das Forschungsfeld von Konflikten in der Arch\u00e4ologie er\u00f6ffnet neue Perspektiven auf langanhaltende Konflikte und nachhaltige L\u00f6sungsstrategien. Die komplexen und facettenreichen Beziehungen, Verl\u00e4ufe und besonders L\u00f6sungen von Konflikten in vergangenen Gesellschaften wurden bislang noch nicht mit einem ganzheitlichen interdisziplin\u00e4ren Ansatz unter Einbeziehung moderner Methoden untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Konflikte sind potentiell vorhanden, sobald mehrere Akteure verschiedene Interessen und Ideen verfolgen. Sie k\u00f6nnen auf unterschiedliche Weise gel\u00f6st werden, z. B. durch Verhandlung, durch Wettstreit, durch Rituale, durch Migration oder durch Gewalt. Wettstreit und Schlichtung sind h\u00e4ufig miteinander verbunden. Im Rahmen des Subclusters wird ein mehrstufiges Modell von Konfliktverl\u00e4ufen erarbeitet, dessen Grundlage die empirische Identifizierung von Ursachen, Verl\u00e4ufen und Beilegungen von Konflikten in der Vergangenheit bilden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Arch\u00e4ologische Theorien zur Konfliktl\u00f6sung oder Vermeidung von Gewaltstrategien sind \u2013 im Gegensatz zu den Themen Krieg und Gewalt \u2013 immer noch ein Desiderat. Die enge Verbindung konfliktbezogener kultureller, sozialer und \u00f6kologischer Faktoren erfordert ein hohes Ma\u00df an Konnektivit\u00e4t und Interdisziplinarit\u00e4t bei ihrer Erforschung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Es werden Fragen nach der Rolle von Landschaft, nat\u00fcrlicher Umgebung und Subsistenz bei der Ausformung von Konfliktdynamiken sowie nach dem Ausma\u00df der r\u00e4umlichen, sozialen und sprachlichen Grenzen, der Wechselwirkung dieser Abgrenzungskriterien zwischen und innerhalb von Gesellschaften sowie nach der Rolle von Territorialit\u00e4t und Grenzen in Konfliktl\u00f6sungen untersucht. Ein Schwerpunkt wird auch auf qualitative Unterschieden in der materiellen Kultur und Sprache gelegt, die konkurrierende Strategien und Auswirkungen von Handelsbeziehungen und den Austausch von Technologien und Menschen anzeigen k\u00f6nnen. Als m\u00f6gliche Konfliktursachen werden unter anderem Ver\u00e4nderungen in Ritualen, Ideologie und Sprache, st\u00e4dtische Agglomerationen und soziale Ungleichheiten untersucht, wobei sich breite \u00dcberschneidungen zu anderen Roots-Subclustern ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/index.php\/2021\/04\/13\/konfliktbewaeltigung-der-slawischen-welt-im-mittelalter\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5490\">Konfliktbew\u00e4ltigung in kulturellen und territorialen Grenzr\u00e4umen der slawischen Welt im Mittelalter<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo Menschen miteinander in Beziehung treten entsteht Konfliktpotential. Konflikte entstehen auf verschiedenen Ebenen und stellen immer eine Herausforderung f\u00fcr die beteiligten Akteure dar. Das Spektrum m\u00f6glicher Konfliktl\u00f6sungen ist dabei sehr gro\u00df. Das Forschungsfeld von Konflikten in der Arch\u00e4ologie er\u00f6ffnet neue Perspektiven auf langanhaltende Konflikte und nachhaltige L\u00f6sungsstrategien. Die komplexen und facettenreichen Beziehungen, Verl\u00e4ufe und besonders L\u00f6sungen von Konflikten in vergangenen Gesellschaften wurden bislang noch nicht mit einem ganzheitlichen interdisziplin\u00e4ren Ansatz unter Einbeziehung moderner Methoden untersucht. Konflikte sind potentiell vorhanden, sobald mehrere Akteure verschiedene Interessen und Ideen verfolgen. Sie k\u00f6nnen auf unterschiedliche Weise gel\u00f6st werden, z. B. durch Verhandlung, durch Wettstreit, durch Rituale, durch Migration oder durch Gewalt. Wettstreit und Schlichtung sind h\u00e4ufig miteinander verbunden. Im Rahmen des Subclusters wird ein mehrstufiges Modell von Konfliktverl\u00e4ufen erarbeitet, dessen Grundlage die empirische Identifizierung von Ursachen, Verl\u00e4ufen und Beilegungen von Konflikten in der Vergangenheit bilden. Arch\u00e4ologische Theorien zur Konfliktl\u00f6sung oder Vermeidung von Gewaltstrategien sind \u2013 im Gegensatz zu den Themen Krieg und Gewalt \u2013 immer noch ein Desiderat. Die enge Verbindung konfliktbezogener kultureller, sozialer und \u00f6kologischer Faktoren erfordert ein hohes Ma\u00df an Konnektivit\u00e4t und Interdisziplinarit\u00e4t bei ihrer Erforschung. Es werden Fragen nach der Rolle von Landschaft, nat\u00fcrlicher Umgebung und Subsistenz bei der Ausformung von Konfliktdynamiken sowie nach dem Ausma\u00df der r\u00e4umlichen, sozialen und sprachlichen Grenzen, der Wechselwirkung dieser Abgrenzungskriterien zwischen und innerhalb von Gesellschaften sowie nach der Rolle von Territorialit\u00e4t und Grenzen in Konfliktl\u00f6sungen untersucht. Ein Schwerpunkt wird auch auf qualitative Unterschieden in der materiellen Kultur und Sprache gelegt, die konkurrierende Strategien und Auswirkungen von Handelsbeziehungen und den Austausch von Technologien und Menschen anzeigen k\u00f6nnen. Als m\u00f6gliche Konfliktursachen werden unter anderem Ver\u00e4nderungen in Ritualen, Ideologie und Sprache, st\u00e4dtische Agglomerationen und soziale Ungleichheiten untersucht, wobei sich breite \u00dcberschneidungen zu anderen Roots-Subclustern ergeben. 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