{"id":1040,"date":"2021-03-03T11:43:47","date_gmt":"2021-03-03T10:43:47","guid":{"rendered":"https:\/\/zbsa.eu\/?p=1040"},"modified":"2021-03-03T11:43:47","modified_gmt":"2021-03-03T10:43:47","slug":"november-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/november-2020\/","title":{"rendered":"November 2020"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Fr\u00fchgeschichtlicher Bernstein in Nordeuropa<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Karl Johann Offermann M.A.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2019 startete ein am ZBSA angesiedeltes Dissertationsprojekt zu fr\u00fchgeschichtlichem Bernstein in Nordeuropa. Ziel des Projektes ist eine Zusammenstellung der skandinavischen und norddeutschen Bernsteinfunde von der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Vendelzeit sowie eine darauf aufbauende Rekonstruktion der regionalen und \u00fcberregionalen gesellschaftlichen Bedeutung des Bernsteins.<\/p>\n\n\n\n<p>Der aktuelle Forschungsstand zu Bernstein im 1. Jahrtausend n. Chr. zeigt im Gegensatz zur Forschung an stein- und bronzezeitlichen sowie fr\u00fchmittelalterlichen Bernsteinartefakten mehrere L\u00fccken und somit ein Ungleichgewicht des Wissens um diese Fundkategorie in den einzelnen L\u00e4ndern Nordeuropas auf. Abgesehen von wenigen Regionaluntersuchungen (s. Stjernquist 1993) und Materialstudien (s. Lund Hansen 1991) fehlen eine Gesamtaufnahme aller Bernsteinartefakte und ein Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die Nutzung von Bernstein in Skandinavien, der zwischen dem 1. und 7. Jh. in diesem Raum im Umlauf war. Beispielsweise ist die Frage nach dem Austausch von Bernstein innerhalb der (barbarischen) Gesellschaften, wie er f\u00fcr die Bronzezeit und besonders auch die Wikingerzeit diskutiert wurde, f\u00fcr die Zeit der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Germanischen Eisenzeit\/Vendelzeit kaum tiefgehender untersucht worden. Dabei birgt Bernstein als Rohstoff und bearbeitetes Artefakt das Potenzial, in dem Untersuchungsraum das regionale und \u00fcberregionale gesellschaftliche Handeln sowie Vorstellungen und Traditionen \u00fcber mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangsbasis des Dissertationsprojektes ist daher zun\u00e4chst eine systematische Aufnahme der publizierten und unpublizierten Bernsteinfunde in Norddeutschland, D\u00e4nemark, Norwegen und Schweden auf Grundlage der Literatur und Museumsbest\u00e4nde \u2013 getrennt nach den Fund- und Befundarten bzw. funktionaler Einordnung der Funde. Hierdurch ist bewusst ein Raum ausgew\u00e4hlt worden, der abseits der vom Baltikum nach Mitteleuropa verlaufenden gut erforschten \u201eBernsteinstra\u00dfen\u201c liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bereits vorliegenden Studien listen ein breites Spektrum an Artefakten aus Bernstein oder mit Bernsteinanteilen auf. Wie auch die ersten, eigenen Untersuchungsergebnisse zeigen, l\u00e4sst sich die Hauptmasse der Bernsteinfunde \u00fcberwiegend als Schmuck- bzw. Trachtbestandteil klassifizieren, vornehmlich Perlen oder in Einzelf\u00e4llen mit Bernstein verzierte Schmuckgegenst\u00e4nde, wie Fibeln. Daneben liegen Amulette, Spinnwirtel, Spielsteine, W\u00fcrfel, Schwertperlen, Obolusst\u00fccke und andere individuelle Formen aus Bernstein vor. Die Bandbreite dieser Fundarten verdeutlicht, dass Bernstein symbolische und damit sehr ambivalente Eigenschaften innerhalb der germanischen Gesellschaften besa\u00df. Dar\u00fcber hinaus ist die Funktion des Bernsteins auch als W\u00e4hrung bei Austauschprozessen zu vermuten.<br>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Bernsteinfunde im Untersuchungsgebiet stammt dabei aus Gr\u00e4bern. Hinzu kommen aber auch Bernsteinfunde aus Siedlungen, Hortfunden oder Opferungen, die in Rohform, leicht bearbeitet oder als fertiges Objekt auftreten. Bisher liegen zwar noch keine eindeutig nachgewiesenen Bernsteinwerkst\u00e4tten aus dem Untersuchungsraum vor, doch k\u00f6nnen anhand dieser Funde auch die Rohstofforganisation und Produktion von Bernsteinobjekten bewertet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese facettenreiche Nutzung von Bernstein erm\u00f6glicht es, auf Grundlage der erhobenen Daten und unter Ber\u00fccksichtigung der unterschiedlichen Befund- und Fundkontexte gesellschaftliche Vorstellungen und soziale Verh\u00e4ltnisse nachzuzeichnen. Anhand des Bernsteins lie\u00dfe sich somit die gesellschaftliche Wertevorstellung genauer erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf die Verbreitung und Verteilung von Bernsteinartefakten sei darauf verwiesen, dass Bernstein nicht fl\u00e4chendeckend an den skandinavischen K\u00fcsten nat\u00fcrlich vorkommt und Fundintensit\u00e4ten sowie Rohst\u00fcckgr\u00f6\u00dfen regional erheblich variieren. Gleichzeitig m\u00fcssen Rohbernstein und Bernsteinartefakte aus Regionen fernab des Umlandes der Danziger Bucht \u2013 die Hauptlagerst\u00e4tte von Bernstein \u2013 auf germanischem Gebiet und im \u00fcberregionalen Handel ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Dazu z\u00e4hlt die j\u00fctl\u00e4ndische K\u00fcste, die als nat\u00fcrliche und reichhaltige Bernsteinquelle schon seit der Steinzeit diente. Mithilfe der Untersuchungsergebnisse und Verteilungsmuster lassen sich somit Produktions- und Austauschprozesse sowie Transportmechanismen in Skandinavien weiter untersuchen. Denn im Gegensatz zum Grenzhandel zwischen Barbaricum und R\u00f6mischem Reich liegen in Nordeuropa kaum Konzepte zum Austausch und Handel einer bestimmten \u2013 germanischen \u2013 Sachgruppe vor. Bisher ist es noch ungekl\u00e4rt, inwiefern etwa Zentralpl\u00e4tze, wandernde Handwerker oder der Einfluss germanischer Eliten eine Rolle bei der Bernsteinverbreitung gespielt haben. Austauschmechanismen sind weitaus komplexer als die bisherigen diskutierten Modelle aufzeigen, da bspw. auch die Frage gestellt werden muss, welche G\u00fcter gegengehandelt wurden.<br>Dar\u00fcber hinaus liefert eine genaue Interpretation des skandinavischen\/norddeutschen Materials auch einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr die Beurteilung von zentral- und s\u00fcdeurop\u00e4ischen Bernsteinfunden. J\u00fcngst formulierte Verbreitungsmodelle dieser Funde sehen z. B. D\u00e4nemark und Norddeutschland als Zwischenstation des Bernsteinhandels vom Baltikum in das Rheinland entlang der Ost- und Nordseek\u00fcste (vgl. Neumayer\/N\u00fcsse 2016).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">U. Lund Hansen, Berlockf\u00f6rmige Bernsteinperlen \u2013 die europ\u00e4ischen Kontakte eines ostd\u00e4nischen Zentrums der j\u00fcngeren Kaiserzeit. Acta Arch. Lundensia, 1991, 177\u2013192.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">H. Neumayer\/H.-J. N\u00fcsse, Das Land des Bernsteins im fr\u00fchen Mittelalter: Merowingerzeitliche Funde aus Ostpreu\u00dfen und der Handel mit Bernstein zwischen Donau und Atlantik. In: E. Peytremann (Hrsg.), Des fleuves et des hommes \u00e0 l&#8217;\u00e9poque m\u00e9rovingienne: territoire fluvial et soci\u00e9t\u00e9 au premier Moyen \u00c2ge (Ve-XIIe si\u00e8cle); actes des XXXIII\u00e8mes Journ\u00e9es internationales d&#8217;arch\u00e9ologie m\u00e9rovingienne, Strasbourg, 28-30 septembre 2012 (Dijon 2016) 367\u2013390.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">B. Stjernquist, Amber in Iron Age finds in Sweden. A preliminary report. In: C. W. Beck\/J. Bouzek (Hrsg.), Amber in Archaeology, Proceedings of the second International Conference on amber in archaeology, Liblice 1990 (Praha 1993) 88\u2013101.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fchgeschichtlicher Bernstein in Nordeuropa Karl Johann Offermann M.A. Im Jahr 2019 startete ein am ZBSA angesiedeltes Dissertationsprojekt zu fr\u00fchgeschichtlichem Bernstein in Nordeuropa. Ziel des Projektes ist eine Zusammenstellung der skandinavischen und norddeutschen Bernsteinfunde von der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Vendelzeit sowie eine darauf aufbauende Rekonstruktion der regionalen und \u00fcberregionalen gesellschaftlichen Bedeutung des Bernsteins. Der aktuelle Forschungsstand zu Bernstein im 1. Jahrtausend n. Chr. zeigt im Gegensatz zur Forschung an stein- und bronzezeitlichen sowie fr\u00fchmittelalterlichen Bernsteinartefakten mehrere L\u00fccken und somit ein Ungleichgewicht des Wissens um diese Fundkategorie in den einzelnen L\u00e4ndern Nordeuropas auf. Abgesehen von wenigen Regionaluntersuchungen (s. Stjernquist 1993) und Materialstudien (s. Lund Hansen 1991) fehlen eine Gesamtaufnahme aller Bernsteinartefakte und ein Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die Nutzung von Bernstein in Skandinavien, der zwischen dem 1. und 7. Jh. in diesem Raum im Umlauf war. Beispielsweise ist die Frage nach dem Austausch von Bernstein innerhalb der (barbarischen) Gesellschaften, wie er f\u00fcr die Bronzezeit und besonders auch die Wikingerzeit diskutiert wurde, f\u00fcr die Zeit der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Germanischen Eisenzeit\/Vendelzeit kaum tiefgehender untersucht worden. Dabei birgt Bernstein als Rohstoff und bearbeitetes Artefakt das Potenzial, in dem Untersuchungsraum das regionale und \u00fcberregionale gesellschaftliche Handeln sowie Vorstellungen und Traditionen \u00fcber mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen. Ausgangsbasis des Dissertationsprojektes ist daher zun\u00e4chst eine systematische Aufnahme der publizierten und unpublizierten Bernsteinfunde in Norddeutschland, D\u00e4nemark, Norwegen und Schweden auf Grundlage der Literatur und Museumsbest\u00e4nde \u2013 getrennt nach den Fund- und Befundarten bzw. funktionaler Einordnung der Funde. Hierdurch ist bewusst ein Raum ausgew\u00e4hlt worden, der abseits der vom Baltikum nach Mitteleuropa verlaufenden gut erforschten \u201eBernsteinstra\u00dfen\u201c liegt. Die bereits vorliegenden Studien listen ein breites Spektrum an Artefakten aus Bernstein oder mit Bernsteinanteilen auf. Wie auch die ersten, eigenen Untersuchungsergebnisse zeigen, l\u00e4sst sich die Hauptmasse der Bernsteinfunde \u00fcberwiegend als Schmuck- bzw. Trachtbestandteil klassifizieren, vornehmlich Perlen oder in Einzelf\u00e4llen mit Bernstein verzierte Schmuckgegenst\u00e4nde, wie Fibeln. Daneben liegen Amulette, Spinnwirtel, Spielsteine, W\u00fcrfel, Schwertperlen, Obolusst\u00fccke und andere individuelle Formen aus Bernstein vor. Die Bandbreite dieser Fundarten verdeutlicht, dass Bernstein symbolische und damit sehr ambivalente Eigenschaften innerhalb der germanischen Gesellschaften besa\u00df. Dar\u00fcber hinaus ist die Funktion des Bernsteins auch als W\u00e4hrung bei Austauschprozessen zu vermuten.Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Bernsteinfunde im Untersuchungsgebiet stammt dabei aus Gr\u00e4bern. Hinzu kommen aber auch Bernsteinfunde aus Siedlungen, Hortfunden oder Opferungen, die in Rohform, leicht bearbeitet oder als fertiges Objekt auftreten. Bisher liegen zwar noch keine eindeutig nachgewiesenen Bernsteinwerkst\u00e4tten aus dem Untersuchungsraum vor, doch k\u00f6nnen anhand dieser Funde auch die Rohstofforganisation und Produktion von Bernsteinobjekten bewertet werden. Diese facettenreiche Nutzung von Bernstein erm\u00f6glicht es, auf Grundlage der erhobenen Daten und unter Ber\u00fccksichtigung der unterschiedlichen Befund- und Fundkontexte gesellschaftliche Vorstellungen und soziale Verh\u00e4ltnisse nachzuzeichnen. Anhand des Bernsteins lie\u00dfe sich somit die gesellschaftliche Wertevorstellung genauer erkl\u00e4ren. Im Hinblick auf die Verbreitung und Verteilung von Bernsteinartefakten sei darauf verwiesen, dass Bernstein nicht fl\u00e4chendeckend an den skandinavischen K\u00fcsten nat\u00fcrlich vorkommt und Fundintensit\u00e4ten sowie Rohst\u00fcckgr\u00f6\u00dfen regional erheblich variieren. Gleichzeitig m\u00fcssen Rohbernstein und Bernsteinartefakte aus Regionen fernab des Umlandes der Danziger Bucht \u2013 die Hauptlagerst\u00e4tte von Bernstein \u2013 auf germanischem Gebiet und im \u00fcberregionalen Handel ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Dazu z\u00e4hlt die j\u00fctl\u00e4ndische K\u00fcste, die als nat\u00fcrliche und reichhaltige Bernsteinquelle schon seit der Steinzeit diente. Mithilfe der Untersuchungsergebnisse und Verteilungsmuster lassen sich somit Produktions- und Austauschprozesse sowie Transportmechanismen in Skandinavien weiter untersuchen. Denn im Gegensatz zum Grenzhandel zwischen Barbaricum und R\u00f6mischem Reich liegen in Nordeuropa kaum Konzepte zum Austausch und Handel einer bestimmten \u2013 germanischen \u2013 Sachgruppe vor. Bisher ist es noch ungekl\u00e4rt, inwiefern etwa Zentralpl\u00e4tze, wandernde Handwerker oder der Einfluss germanischer Eliten eine Rolle bei der Bernsteinverbreitung gespielt haben. Austauschmechanismen sind weitaus komplexer als die bisherigen diskutierten Modelle aufzeigen, da bspw. auch die Frage gestellt werden muss, welche G\u00fcter gegengehandelt wurden.Dar\u00fcber hinaus liefert eine genaue Interpretation des skandinavischen\/norddeutschen Materials auch einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr die Beurteilung von zentral- und s\u00fcdeurop\u00e4ischen Bernsteinfunden. J\u00fcngst formulierte Verbreitungsmodelle dieser Funde sehen z. B. D\u00e4nemark und Norddeutschland als Zwischenstation des Bernsteinhandels vom Baltikum in das Rheinland entlang der Ost- und Nordseek\u00fcste (vgl. Neumayer\/N\u00fcsse 2016). Literatur U. Lund Hansen, Berlockf\u00f6rmige Bernsteinperlen \u2013 die europ\u00e4ischen Kontakte eines ostd\u00e4nischen Zentrums der j\u00fcngeren Kaiserzeit. Acta Arch. Lundensia, 1991, 177\u2013192. H. Neumayer\/H.-J. N\u00fcsse, Das Land des Bernsteins im fr\u00fchen Mittelalter: Merowingerzeitliche Funde aus Ostpreu\u00dfen und der Handel mit Bernstein zwischen Donau und Atlantik. In: E. Peytremann (Hrsg.), Des fleuves et des hommes \u00e0 l&#8217;\u00e9poque m\u00e9rovingienne: territoire fluvial et soci\u00e9t\u00e9 au premier Moyen \u00c2ge (Ve-XIIe si\u00e8cle); actes des XXXIII\u00e8mes Journ\u00e9es internationales d&#8217;arch\u00e9ologie m\u00e9rovingienne, Strasbourg, 28-30 septembre 2012 (Dijon 2016) 367\u2013390. B. Stjernquist, Amber in Iron Age finds in Sweden. A preliminary report. In: C. W. Beck\/J. 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Ziel des Projektes ist eine Zusammenstellung der skandinavischen und norddeutschen Bernsteinfunde von der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Vendelzeit sowie eine darauf aufbauende Rekonstruktion der regionalen und \u00fcberregionalen gesellschaftlichen Bedeutung des Bernsteins. Der aktuelle Forschungsstand zu Bernstein im 1. Jahrtausend n. Chr. zeigt im Gegensatz zur Forschung an stein- und bronzezeitlichen sowie fr\u00fchmittelalterlichen Bernsteinartefakten mehrere L\u00fccken und somit ein Ungleichgewicht des Wissens um diese Fundkategorie in den einzelnen L\u00e4ndern Nordeuropas auf. Abgesehen von wenigen Regionaluntersuchungen (s. Stjernquist 1993) und Materialstudien (s. Lund Hansen 1991) fehlen eine Gesamtaufnahme aller Bernsteinartefakte und ein Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die Nutzung von Bernstein in Skandinavien, der zwischen dem 1. und 7. Jh. in diesem Raum im Umlauf war. Beispielsweise ist die Frage nach dem Austausch von Bernstein innerhalb der (barbarischen) Gesellschaften, wie er f\u00fcr die Bronzezeit und besonders auch die Wikingerzeit diskutiert wurde, f\u00fcr die Zeit der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Germanischen Eisenzeit\/Vendelzeit kaum tiefgehender untersucht worden. Dabei birgt Bernstein als Rohstoff und bearbeitetes Artefakt das Potenzial, in dem Untersuchungsraum das regionale und \u00fcberregionale gesellschaftliche Handeln sowie Vorstellungen und Traditionen \u00fcber mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen. Ausgangsbasis des Dissertationsprojektes ist daher zun\u00e4chst eine systematische Aufnahme der publizierten und unpublizierten Bernsteinfunde in Norddeutschland, D\u00e4nemark, Norwegen und Schweden auf Grundlage der Literatur und Museumsbest\u00e4nde \u2013 getrennt nach den Fund- und Befundarten bzw. funktionaler Einordnung der Funde. Hierdurch ist bewusst ein Raum ausgew\u00e4hlt worden, der abseits der vom Baltikum nach Mitteleuropa verlaufenden gut erforschten \u201eBernsteinstra\u00dfen\u201c liegt. Die bereits vorliegenden Studien listen ein breites Spektrum an Artefakten aus Bernstein oder mit Bernsteinanteilen auf. Wie auch die ersten, eigenen Untersuchungsergebnisse zeigen, l\u00e4sst sich die Hauptmasse der Bernsteinfunde \u00fcberwiegend als Schmuck- bzw. Trachtbestandteil klassifizieren, vornehmlich Perlen oder in Einzelf\u00e4llen mit Bernstein verzierte Schmuckgegenst\u00e4nde, wie Fibeln. Daneben liegen Amulette, Spinnwirtel, Spielsteine, W\u00fcrfel, Schwertperlen, Obolusst\u00fccke und andere individuelle Formen aus Bernstein vor. Die Bandbreite dieser Fundarten verdeutlicht, dass Bernstein symbolische und damit sehr ambivalente Eigenschaften innerhalb der germanischen Gesellschaften besa\u00df. Dar\u00fcber hinaus ist die Funktion des Bernsteins auch als W\u00e4hrung bei Austauschprozessen zu vermuten.Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Bernsteinfunde im Untersuchungsgebiet stammt dabei aus Gr\u00e4bern. Hinzu kommen aber auch Bernsteinfunde aus Siedlungen, Hortfunden oder Opferungen, die in Rohform, leicht bearbeitet oder als fertiges Objekt auftreten. Bisher liegen zwar noch keine eindeutig nachgewiesenen Bernsteinwerkst\u00e4tten aus dem Untersuchungsraum vor, doch k\u00f6nnen anhand dieser Funde auch die Rohstofforganisation und Produktion von Bernsteinobjekten bewertet werden. Diese facettenreiche Nutzung von Bernstein erm\u00f6glicht es, auf Grundlage der erhobenen Daten und unter Ber\u00fccksichtigung der unterschiedlichen Befund- und Fundkontexte gesellschaftliche Vorstellungen und soziale Verh\u00e4ltnisse nachzuzeichnen. Anhand des Bernsteins lie\u00dfe sich somit die gesellschaftliche Wertevorstellung genauer erkl\u00e4ren. Im Hinblick auf die Verbreitung und Verteilung von Bernsteinartefakten sei darauf verwiesen, dass Bernstein nicht fl\u00e4chendeckend an den skandinavischen K\u00fcsten nat\u00fcrlich vorkommt und Fundintensit\u00e4ten sowie Rohst\u00fcckgr\u00f6\u00dfen regional erheblich variieren. Gleichzeitig m\u00fcssen Rohbernstein und Bernsteinartefakte aus Regionen fernab des Umlandes der Danziger Bucht \u2013 die Hauptlagerst\u00e4tte von Bernstein \u2013 auf germanischem Gebiet und im \u00fcberregionalen Handel ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Dazu z\u00e4hlt die j\u00fctl\u00e4ndische K\u00fcste, die als nat\u00fcrliche und reichhaltige Bernsteinquelle schon seit der Steinzeit diente. Mithilfe der Untersuchungsergebnisse und Verteilungsmuster lassen sich somit Produktions- und Austauschprozesse sowie Transportmechanismen in Skandinavien weiter untersuchen. Denn im Gegensatz zum Grenzhandel zwischen Barbaricum und R\u00f6mischem Reich liegen in Nordeuropa kaum Konzepte zum Austausch und Handel einer bestimmten \u2013 germanischen \u2013 Sachgruppe vor. Bisher ist es noch ungekl\u00e4rt, inwiefern etwa Zentralpl\u00e4tze, wandernde Handwerker oder der Einfluss germanischer Eliten eine Rolle bei der Bernsteinverbreitung gespielt haben. Austauschmechanismen sind weitaus komplexer als die bisherigen diskutierten Modelle aufzeigen, da bspw. auch die Frage gestellt werden muss, welche G\u00fcter gegengehandelt wurden.Dar\u00fcber hinaus liefert eine genaue Interpretation des skandinavischen\/norddeutschen Materials auch einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr die Beurteilung von zentral- und s\u00fcdeurop\u00e4ischen Bernsteinfunden. J\u00fcngst formulierte Verbreitungsmodelle dieser Funde sehen z. B. D\u00e4nemark und Norddeutschland als Zwischenstation des Bernsteinhandels vom Baltikum in das Rheinland entlang der Ost- und Nordseek\u00fcste (vgl. Neumayer\/N\u00fcsse 2016). Literatur U. Lund Hansen, Berlockf\u00f6rmige Bernsteinperlen \u2013 die europ\u00e4ischen Kontakte eines ostd\u00e4nischen Zentrums der j\u00fcngeren Kaiserzeit. Acta Arch. Lundensia, 1991, 177\u2013192. H. Neumayer\/H.-J. N\u00fcsse, Das Land des Bernsteins im fr\u00fchen Mittelalter: Merowingerzeitliche Funde aus Ostpreu\u00dfen und der Handel mit Bernstein zwischen Donau und Atlantik. In: E. Peytremann (Hrsg.), Des fleuves et des hommes \u00e0 l&#8217;\u00e9poque m\u00e9rovingienne: territoire fluvial et soci\u00e9t\u00e9 au premier Moyen \u00c2ge (Ve-XIIe si\u00e8cle); actes des XXXIII\u00e8mes Journ\u00e9es internationales d&#8217;arch\u00e9ologie m\u00e9rovingienne, Strasbourg, 28-30 septembre 2012 (Dijon 2016) 367\u2013390. B. Stjernquist, Amber in Iron Age finds in Sweden. A preliminary report. In: C. 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Beispielsweise ist die Frage nach dem Austausch von Bernstein innerhalb der (barbarischen) Gesellschaften, wie er f\u00fcr die Bronzezeit und besonders auch die Wikingerzeit diskutiert wurde, f\u00fcr die Zeit der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Germanischen Eisenzeit\/Vendelzeit kaum tiefgehender untersucht worden. Dabei birgt Bernstein als Rohstoff und bearbeitetes Artefakt das Potenzial, in dem Untersuchungsraum das regionale und \u00fcberregionale gesellschaftliche Handeln sowie Vorstellungen und Traditionen \u00fcber mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen. Ausgangsbasis des Dissertationsprojektes ist daher zun\u00e4chst eine systematische Aufnahme der publizierten und unpublizierten Bernsteinfunde in Norddeutschland, D\u00e4nemark, Norwegen und Schweden auf Grundlage der Literatur und Museumsbest\u00e4nde \u2013 getrennt nach den Fund- und Befundarten bzw. funktionaler Einordnung der Funde. 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Im Hinblick auf die Verbreitung und Verteilung von Bernsteinartefakten sei darauf verwiesen, dass Bernstein nicht fl\u00e4chendeckend an den skandinavischen K\u00fcsten nat\u00fcrlich vorkommt und Fundintensit\u00e4ten sowie Rohst\u00fcckgr\u00f6\u00dfen regional erheblich variieren. Gleichzeitig m\u00fcssen Rohbernstein und Bernsteinartefakte aus Regionen fernab des Umlandes der Danziger Bucht \u2013 die Hauptlagerst\u00e4tte von Bernstein \u2013 auf germanischem Gebiet und im \u00fcberregionalen Handel ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Dazu z\u00e4hlt die j\u00fctl\u00e4ndische K\u00fcste, die als nat\u00fcrliche und reichhaltige Bernsteinquelle schon seit der Steinzeit diente. Mithilfe der Untersuchungsergebnisse und Verteilungsmuster lassen sich somit Produktions- und Austauschprozesse sowie Transportmechanismen in Skandinavien weiter untersuchen. 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Ziel des Projektes ist eine Zusammenstellung der skandinavischen und norddeutschen Bernsteinfunde von der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Vendelzeit sowie eine darauf aufbauende Rekonstruktion der regionalen und \u00fcberregionalen gesellschaftlichen Bedeutung des Bernsteins.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Der aktuelle Forschungsstand zu Bernstein im 1. Jahrtausend n. Chr. zeigt im Gegensatz zur Forschung an stein- und bronzezeitlichen sowie fr\u00fchmittelalterlichen Bernsteinartefakten mehrere L\u00fccken und somit ein Ungleichgewicht des Wissens um diese Fundkategorie in den einzelnen L\u00e4ndern Nordeuropas auf. Abgesehen von wenigen Regionaluntersuchungen (s. Stjernquist 1993) und Materialstudien (s. Lund Hansen 1991) fehlen eine Gesamtaufnahme aller Bernsteinartefakte und ein Gesamt\u00fcberblick \u00fcber die Nutzung von Bernstein in Skandinavien, der zwischen dem 1. und 7. Jh. in diesem Raum im Umlauf war. Beispielsweise ist die Frage nach dem Austausch von Bernstein innerhalb der (barbarischen) Gesellschaften, wie er f\u00fcr die Bronzezeit und besonders auch die Wikingerzeit diskutiert wurde, f\u00fcr die Zeit der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis zur Germanischen Eisenzeit\/Vendelzeit kaum tiefgehender untersucht worden. Dabei birgt Bernstein als Rohstoff und bearbeitetes Artefakt das Potenzial, in dem Untersuchungsraum das regionale und \u00fcberregionale gesellschaftliche Handeln sowie Vorstellungen und Traditionen \u00fcber mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuvollziehen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Ausgangsbasis des Dissertationsprojektes ist daher zun\u00e4chst eine systematische Aufnahme der publizierten und unpublizierten Bernsteinfunde in Norddeutschland, D\u00e4nemark, Norwegen und Schweden auf Grundlage der Literatur und Museumsbest\u00e4nde \u2013 getrennt nach den Fund- und Befundarten bzw. funktionaler Einordnung der Funde. Hierdurch ist bewusst ein Raum ausgew\u00e4hlt worden, der abseits der vom Baltikum nach Mitteleuropa verlaufenden gut erforschten \u201eBernsteinstra\u00dfen\u201c liegt.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Die bereits vorliegenden Studien listen ein breites Spektrum an Artefakten aus Bernstein oder mit Bernsteinanteilen auf. Wie auch die ersten, eigenen Untersuchungsergebnisse zeigen, l\u00e4sst sich die Hauptmasse der Bernsteinfunde \u00fcberwiegend als Schmuck- bzw. Trachtbestandteil klassifizieren, vornehmlich Perlen oder in Einzelf\u00e4llen mit Bernstein verzierte Schmuckgegenst\u00e4nde, wie Fibeln. Daneben liegen Amulette, Spinnwirtel, Spielsteine, W\u00fcrfel, Schwertperlen, Obolusst\u00fccke und andere individuelle Formen aus Bernstein vor. Die Bandbreite dieser Fundarten verdeutlicht, dass Bernstein symbolische und damit sehr ambivalente Eigenschaften innerhalb der germanischen Gesellschaften besa\u00df. Dar\u00fcber hinaus ist die Funktion des Bernsteins auch als W\u00e4hrung bei Austauschprozessen zu vermuten.<br \/>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Bernsteinfunde im Untersuchungsgebiet stammt dabei aus Gr\u00e4bern. Hinzu kommen aber auch Bernsteinfunde aus Siedlungen, Hortfunden oder Opferungen, die in Rohform, leicht bearbeitet oder als fertiges Objekt auftreten. Bisher liegen zwar noch keine eindeutig nachgewiesenen Bernsteinwerkst\u00e4tten aus dem Untersuchungsraum vor, doch k\u00f6nnen anhand dieser Funde auch die Rohstofforganisation und Produktion von Bernsteinobjekten bewertet werden.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Diese facettenreiche Nutzung von Bernstein erm\u00f6glicht es, auf Grundlage der erhobenen Daten und unter Ber\u00fccksichtigung der unterschiedlichen Befund- und Fundkontexte gesellschaftliche Vorstellungen und soziale Verh\u00e4ltnisse nachzuzeichnen. Anhand des Bernsteins lie\u00dfe sich somit die gesellschaftliche Wertevorstellung genauer erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Verbreitung und Verteilung von Bernsteinartefakten sei darauf verwiesen, dass Bernstein nicht fl\u00e4chendeckend an den skandinavischen K\u00fcsten nat\u00fcrlich vorkommt und Fundintensit\u00e4ten sowie Rohst\u00fcckgr\u00f6\u00dfen regional erheblich variieren. Gleichzeitig m\u00fcssen Rohbernstein und Bernsteinartefakte aus Regionen fernab des Umlandes der Danziger Bucht \u2013 die Hauptlagerst\u00e4tte von Bernstein \u2013 auf germanischem Gebiet und im \u00fcberregionalen Handel ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Dazu z\u00e4hlt die j\u00fctl\u00e4ndische K\u00fcste, die als nat\u00fcrliche und reichhaltige Bernsteinquelle schon seit der Steinzeit diente. 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J\u00fcngst formulierte Verbreitungsmodelle dieser Funde sehen z. B. D\u00e4nemark und Norddeutschland als Zwischenstation des Bernsteinhandels vom Baltikum in das Rheinland entlang der Ost- und Nordseek\u00fcste (vgl. Neumayer\/N\u00fcsse 2016).<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"fontSize\":\"small\"} --><\/p>\n<p class=\"has-small-font-size\">U. Lund Hansen, Berlockf\u00f6rmige Bernsteinperlen \u2013 die europ\u00e4ischen Kontakte eines ostd\u00e4nischen Zentrums der j\u00fcngeren Kaiserzeit. Acta Arch. Lundensia, 1991, 177\u2013192.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"fontSize\":\"small\"} --><\/p>\n<p class=\"has-small-font-size\">H. Neumayer\/H.-J. N\u00fcsse, Das Land des Bernsteins im fr\u00fchen Mittelalter: Merowingerzeitliche Funde aus Ostpreu\u00dfen und der Handel mit Bernstein zwischen Donau und Atlantik. In: E. Peytremann (Hrsg.), Des fleuves et des hommes \u00e0 l&#8217;\u00e9poque m\u00e9rovingienne: territoire fluvial et soci\u00e9t\u00e9 au premier Moyen \u00c2ge (Ve-XIIe si\u00e8cle); actes des XXXIII\u00e8mes Journ\u00e9es internationales d&#8217;arch\u00e9ologie m\u00e9rovingienne, Strasbourg, 28-30 septembre 2012 (Dijon 2016) 367\u2013390.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"fontSize\":\"small\"} --><\/p>\n<p class=\"has-small-font-size\">B. Stjernquist, Amber in Iron Age finds in Sweden. A preliminary report. In: C. W. Beck\/J. Bouzek (Hrsg.), Amber in Archaeology, Proceedings of the second International Conference on amber in archaeology, Liblice 1990 (Praha 1993) 88\u2013101.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n","comment_info":"No Comments","acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1040","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1040"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1040\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1041,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1040\/revisions\/1041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}