{"id":2096,"date":"2021-03-14T13:11:26","date_gmt":"2021-03-14T12:11:26","guid":{"rendered":"https:\/\/zbsa.eu\/?p=2096"},"modified":"2023-05-22T08:56:18","modified_gmt":"2023-05-22T06:56:18","slug":"archaeologische-bildwissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/archaeologische-bildwissenschaft\/","title":{"rendered":"Arch\u00e4ologische Bildwissenschaft"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"2096\" class=\"elementor elementor-2096\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-4bc2b503 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"4bc2b503\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-66 elementor-top-column elementor-element elementor-element-594a3899\" data-id=\"594a3899\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5591cf86 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"5591cf86\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h5>Network for Image Studies in Archaeology<\/h5><p><strong>Prof. Dr. Alexandra Pesch<\/strong><\/p><p>Bilder, Ornamente, Symbole und Zeichen sind authentische Hinterlassenschaften von Kulturen oder Gruppen. Es handelt sich um identit\u00e4tsstiftende und determinierende Elemente sowie um sinntragende Medien der Kommunikation. Ihre Dechiffrierung erm\u00f6glicht heute in der Erg\u00e4nzung zu arch\u00e4ologischen Erkenntnissen ein tieferes Verst\u00e4ndnis historischer Zust\u00e4nde und Entwicklungen in kultureller, politischer und religi\u00f6ser Hinsicht, gerade dann, wenn es um weitgehend schriftlose Kulturen geht. Doch sowohl die Lesung als vor allem auch die Deutung vieler auf arch\u00e4ologischen Objekten erhaltenen Bildmotive, Zeichen und Symbole sind heute umstritten. Fig\u00fcrliche, ornamentale oder zeichenhafte Darstellungen sind nur durch die Identifizierung ihrer einstigen Kontexte in ihrem ehemaligen Aussagewert sowie der historischen Bedeutsamkeit zu verstehen. Aber es fehlt an \u00fcbergreifenden methodischen Ans\u00e4tzen und gesicherten Zugangswegen zur Rekonstruktion dieser Kontexte. Diese L\u00fccke m\u00f6chten wir mit dem Projekt \u201eArch\u00e4ologische Bildwissenschaft\u201c f\u00fcllen. Langfristig haben wir uns darin zum Ziel gesetzt, allgemeing\u00fcltige Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen von Bildkunst zu ermitteln und geeignete Werkzeuge zur Deutung alter Motive und Zeichen zu erarbeiten. Hierbei wollen wir im Forschungsraum wie auch dar\u00fcber hinaus Impulse geben und eine enge Zusammenarbeit mit einem breiten, interdisziplin\u00e4ren Netzwerk von KooperationspartnerInnen (<strong>Network for Image Studies in Archaeology<\/strong>) auch anderer Institutionen im In- und Ausland aufbauen: Insbesondere integrieren wir Forschende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen mit der Idee, Zugangswege zur Bilddeutung aus unterschiedlichen Fachbereichen zu korrelieren.<\/p><p>Ziel des langfristig angelegten Forschungsprojektes ist letztlich die Ableitung allgemeiner Zug\u00e4nge und Werkzeuge f\u00fcr ein zweckbezogen-funktionales wie dann auch semantisches Verst\u00e4ndnis von alten Bilddarstellungen. Denn trotz vielfacher wissenschaftlicher Erkenntnisse und theoretischer wie auch methodischer Fortschritte der letzten Jahre fehlt es an generellen, allgemeing\u00fcltigen und anerkannten Grunds\u00e4tzen, welche m\u00f6glichst klare, gesicherte methodische Zugangswege zu einer unvoreingenommenen Bilddeutung und arch\u00e4ologischen Hermeneutik er\u00f6ffnen. Unsere Vision ist es, durch das Projekt die Arch\u00e4ologische Bildforschung als eigenen Fachbereich neben der Geschichtswissenschaft (Textquellen) und der Arch\u00e4ologie (Funde und Befunde) zu einem dritten Pfeiler der historischen Forschungen aufzubauen.<\/p><h5>Projektstruktur<\/h5><p>Zu Beginn war die langfristige institutionelle und personelle Zusammenarbeit zwischen ZBSA und RGZM im Bereich der Bildforschung ausschlaggebend f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Projektes. Als Kerngruppe sorgte au\u00dferdem das internationale Brakteatenteam (-&gt; siehe <a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/goldbrakteaten-der-voelkerwanderungszeit\/\">Projekt Goldbrakteaten<\/a>) f\u00fcr wichtige Impulse. Seit der Integration des ZBSA in das Leibniz Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ologie (LEIZA, ehem. RGZM) wurde ein erweitertes Netzwerk als Tr\u00e4ger aufgestellt, das \u201eNetwork for Image Studies in Archaeology\u201c.<br \/>Im Rahmen von mehreren Fachtagungen bringen wir Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Bilddarstellungen, Bildersprachen, Bildtr\u00e4gern sowie theoretischen Ans\u00e4tzen der Bildforschung besch\u00e4ftigen. Es sollen verschiedene gebr\u00e4uchliche Methoden, die in ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern und Fachbereichen erprobt worden sind, gegen\u00fcbergestellt sowie kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Bewusst geht die Perspektive \u00fcber den europ\u00e4ischen Horizont hinaus.<\/p><h5>Archiv<\/h5><p><strong>Workshop II, 2023: Bildpraktiken zwischen Weltbildern und Normsetzungen<\/strong><br \/>Bildliche Darstellungen sind eine ergiebige Quelle zur Erschlie\u00dfung und Rekonstruktion von Weltbildern vergangener Kulturen. Dabei spiegeln bestimmte Bilder ganz konkret politische, religi\u00f6se oder kulturelle Zust\u00e4nde. Der Workshop widmete sich einer zentralen Funktion von Bildern, n\u00e4mlich der Vergegenw\u00e4rtigung und aktiven Propagierung von kulturellen Standards, Weltbildern und Normen. Als Bildpraxis verstehen wir dabei den konkreten Umgang mit Bildern und bildtragenden Objekten sowie ihre praktische Handhabung in einem spezifischen gesellschaftlichen Kontext. Dabei wurden solche Ph\u00e4nomene der Rezeption, Manipulation und Zerst\u00f6rung von Bildern in den Blick genommen, die Hinweise auf die Akzeptanz, Ver\u00e4nderung oder Ablehnung der mit den Bildern vermittelten Wertvorstellungen und Normen geben. Als einschl\u00e4gige Beispiele seien bewusste Rekontextualisierungen \u00e4lterer Bildwerke, die Zerst\u00f6rung von Herrscherbildern oder Beseitigung von Bildern konkurrierender Religionsgemeinschaften genannt. Zu pr\u00fcfen waren zudem Zusammenh\u00e4nge zwischen g\u00e4nzlich neuen Bildthemen und intendierten Normsetzungen oder -ver\u00e4nderungen. <br \/>Der Workshop wollte die Betrachtung von Bildaussagen und Bildbedeutungen mit dem Umgang sowie der Behandlung von Bildern analytisch miteinander verschr\u00e4nken. \u00dcber die Betrachtung des bewussten Einsatzes und der Manipulation von Bildern haben wir die zentrale Funktion von Bildern f\u00fcr die Aushandlung von gesellschaftlichem Konsens genauer skizziert. Dazu wurden anhand aussagekr\u00e4ftiger Beispiele Methoden und hermeneutische Zug\u00e4nge zu Weltbildern und Normen diskutiert.<\/p><p><strong>Programm<\/strong><br \/>Dienstag, 28. Februar 2023<br \/>15.00 Begr\u00fc\u00dfung<br \/>15.30 Christoph Huth (Freiburg): Figurationen der Kupfer- und Eisenzeit und ihr arch\u00e4ologischer Aussagewert<br \/>16.00 Holger Baitinger (Mainz): Fr\u00fche vollplastische Bildwerke n\u00f6rdlich der Alpen &#8211; ein Beitrag zu Kulturkontakten in der Hallstatt- und Fr\u00fchlat\u00e8nezeit<br \/>16.30 Kaffeepause<br \/>16.45 Martin Sch\u00f6nfelder (Mainz): Fr\u00fche keltische Kunst: Probleme bei der Interpretation von Knollennasen und Fabelwesen<br \/>17.15 Thorben Frieling (Hamburg): Mutterlos \u2013 Athenageburt im Wandel<br \/>17.45 Annette Haug (Kiel): Zwischen den Welten wandern: Bilder als Mediatoren<\/p><p>Mittwoch, 1. M\u00e4rz 2023<br \/>9.00 Charlotte Behr (London): Provinzialr\u00f6mische Skulpturen von G\u00f6tterbildern im kolonialen Kontext<br \/>9.30 Alexandra Pesch (Schleswig): Handhabung und Behandlung der merowingerzeitlichen Goldblechfiguren<br \/>10.00 Benjamin Fourlas und Stefan Albrecht (Mainz): Kirchenpolitisch-dogmatische Normsetzungen als Triebfeder f\u00fcr Bildsch\u00f6pfungen, -manipulationen und -zerst\u00f6rungen in Byzanz (6.-9. Jh.)<br \/>10.45 Kaffeepause<br \/>11:00 Michaela Helmbrecht (M\u00fcnchen): Re-Pr\u00e4sentation des G\u00f6ttlichen: Ein\u00e4ugige Figuren der Vendel- und Wikingerzeit in Skandinavien<br \/>11.30 Sigmund Oehrl (Stavanger): Die Bildsteine Gotlands und ihre Wiederverwendung in christlicher Zeit<br \/>12.00 Renate Heckendorf (Hamburg): Vom Winde verweht \u2013 Verwitterung und Zerst\u00f6rung von Petroglyphen<br \/>12.30 Abschlussdiskussion<\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Pilotworkshop 2021<\/strong><br \/>Unser erster Pilotworkshop (4.\/5. Oktober 2021) im kleinen Kreis mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten sollte helfen, die methodologischen M\u00f6glichkeiten genauer auszuloten und die Fragestellungen zu pr\u00e4zisieren. Es ging um die gemeinsame Analyse und Bewertung derjenigen Methoden, Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen, die bei den verschiedenen Deutungsans\u00e4tzen Anwendung finden. In erfreulich konstruktiver Atmosph\u00e4re fanden offene Gespr\u00e4ch und ein echter, zielorientierter Austausch auf der Basis konkreter Fragen statt. Dieser erfolgversprechende Anfang wird durch eine lockere Reihe weiterer thematischer Workshops an unterschiedlichen Orten fortgesetzt.<\/p><p><strong>Programm:<\/strong><br \/>Montag, 4. Oktober<br \/>15:00 Begr\u00fc\u00dfung Leitung ZBSA<br \/>15:10 Begr\u00fc\u00dfung Alexandra Pesch, Dieter Quast<br \/>15:20 Alexandra Pesch, Einleitung und Kontextikonographie<br \/>15:45 Zum Stand der Forschung \u2013 Diskussion<br \/>16:30 Annette Haug, Bilder und Methoden in der Klassischen Arch\u00e4ologie<br \/>17:00 Benjamin Fourlas, Bilder und Methoden in der Christlichen Arch\u00e4ologie<\/p><p>Dienstag, 5. Oktober<br \/>10:00 Renate Heckendorf, Bilder und Methoden in der Felsbildforschung<br \/>10:30 Bettina Ventker, Bilder und Methoden in der \u00c4gyptologie<br \/>11:00 Catrin Kost, Bilder und Methoden in der (Chinesischen u.) Skythischen Arch\u00e4ologie (kurzfristig ausgefallen)<br \/>11:30 Christoph Huth, Bilder und Methoden in der Hallstatt- u. Eisenzeitforschung<br \/>12:30 Mittags-Snack (vor Ort), Kaffee etc.<br \/>13:30 Markus Reindel, Komplexe Gesellschaften ohne Schrift verstehen: Bildanalyse altamerikanischer Kulturen<br \/>14:00 Charlotte Behr, Stilfragen<br \/>14:30 \u2013 ca. 17:00 Abschlussdiskussion<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-33 elementor-top-column elementor-element elementor-element-244c941a\" data-id=\"244c941a\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-215308fd elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"215308fd\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h6>Research clusters<\/h6><p>Man and Artefact<\/p><div class=\"ms-editor-squiggler\" style=\"color: initial; font: initial; 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Es handelt sich um identit\u00e4tsstiftende und determinierende Elemente sowie um sinntragende Medien der Kommunikation. Ihre Dechiffrierung erm\u00f6glicht heute in der Erg\u00e4nzung zu arch\u00e4ologischen Erkenntnissen ein tieferes Verst\u00e4ndnis historischer Zust\u00e4nde und Entwicklungen in kultureller, politischer und religi\u00f6ser Hinsicht, gerade dann, wenn es um weitgehend schriftlose Kulturen geht. Doch sowohl die Lesung als vor allem auch die Deutung vieler auf arch\u00e4ologischen Objekten erhaltenen Bildmotive, Zeichen und Symbole sind heute umstritten. Fig\u00fcrliche, ornamentale oder zeichenhafte Darstellungen sind nur durch die Identifizierung ihrer einstigen Kontexte in ihrem ehemaligen Aussagewert sowie der historischen Bedeutsamkeit zu verstehen. Aber es fehlt an \u00fcbergreifenden methodischen Ans\u00e4tzen und gesicherten Zugangswegen zur Rekonstruktion dieser Kontexte. Diese L\u00fccke m\u00f6chten wir mit dem Projekt \u201eArch\u00e4ologische Bildwissenschaft\u201c f\u00fcllen. Langfristig haben wir uns darin zum Ziel gesetzt, allgemeing\u00fcltige Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen von Bildkunst zu ermitteln und geeignete Werkzeuge zur Deutung alter Motive und Zeichen zu erarbeiten. Hierbei wollen wir im Forschungsraum wie auch dar\u00fcber hinaus Impulse geben und eine enge Zusammenarbeit mit einem breiten, interdisziplin\u00e4ren Netzwerk von KooperationspartnerInnen (Network for Image Studies in Archaeology) auch anderer Institutionen im In- und Ausland aufbauen: Insbesondere integrieren wir Forschende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen mit der Idee, Zugangswege zur Bilddeutung aus unterschiedlichen Fachbereichen zu korrelieren. Ziel des langfristig angelegten Forschungsprojektes ist letztlich die Ableitung allgemeiner Zug\u00e4nge und Werkzeuge f\u00fcr ein zweckbezogen-funktionales wie dann auch semantisches Verst\u00e4ndnis von alten Bilddarstellungen. Denn trotz vielfacher wissenschaftlicher Erkenntnisse und theoretischer wie auch methodischer Fortschritte der letzten Jahre fehlt es an generellen, allgemeing\u00fcltigen und anerkannten Grunds\u00e4tzen, welche m\u00f6glichst klare, gesicherte methodische Zugangswege zu einer unvoreingenommenen Bilddeutung und arch\u00e4ologischen Hermeneutik er\u00f6ffnen. Unsere Vision ist es, durch das Projekt die Arch\u00e4ologische Bildforschung als eigenen Fachbereich neben der Geschichtswissenschaft (Textquellen) und der Arch\u00e4ologie (Funde und Befunde) zu einem dritten Pfeiler der historischen Forschungen aufzubauen. Projektstruktur Zu Beginn war die langfristige institutionelle und personelle Zusammenarbeit zwischen ZBSA und RGZM im Bereich der Bildforschung ausschlaggebend f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Projektes. Als Kerngruppe sorgte au\u00dferdem das internationale Brakteatenteam (-&gt; siehe Projekt Goldbrakteaten) f\u00fcr wichtige Impulse. Seit der Integration des ZBSA in das Leibniz Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ologie (LEIZA, ehem. RGZM) wurde ein erweitertes Netzwerk als Tr\u00e4ger aufgestellt, das \u201eNetwork for Image Studies in Archaeology\u201c.Im Rahmen von mehreren Fachtagungen bringen wir Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Bilddarstellungen, Bildersprachen, Bildtr\u00e4gern sowie theoretischen Ans\u00e4tzen der Bildforschung besch\u00e4ftigen. Es sollen verschiedene gebr\u00e4uchliche Methoden, die in ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern und Fachbereichen erprobt worden sind, gegen\u00fcbergestellt sowie kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Bewusst geht die Perspektive \u00fcber den europ\u00e4ischen Horizont hinaus. Archiv Workshop II, 2023: Bildpraktiken zwischen Weltbildern und NormsetzungenBildliche Darstellungen sind eine ergiebige Quelle zur Erschlie\u00dfung und Rekonstruktion von Weltbildern vergangener Kulturen. Dabei spiegeln bestimmte Bilder ganz konkret politische, religi\u00f6se oder kulturelle Zust\u00e4nde. Der Workshop widmete sich einer zentralen Funktion von Bildern, n\u00e4mlich der Vergegenw\u00e4rtigung und aktiven Propagierung von kulturellen Standards, Weltbildern und Normen. Als Bildpraxis verstehen wir dabei den konkreten Umgang mit Bildern und bildtragenden Objekten sowie ihre praktische Handhabung in einem spezifischen gesellschaftlichen Kontext. Dabei wurden solche Ph\u00e4nomene der Rezeption, Manipulation und Zerst\u00f6rung von Bildern in den Blick genommen, die Hinweise auf die Akzeptanz, Ver\u00e4nderung oder Ablehnung der mit den Bildern vermittelten Wertvorstellungen und Normen geben. Als einschl\u00e4gige Beispiele seien bewusste Rekontextualisierungen \u00e4lterer Bildwerke, die Zerst\u00f6rung von Herrscherbildern oder Beseitigung von Bildern konkurrierender Religionsgemeinschaften genannt. Zu pr\u00fcfen waren zudem Zusammenh\u00e4nge zwischen g\u00e4nzlich neuen Bildthemen und intendierten Normsetzungen oder -ver\u00e4nderungen. Der Workshop wollte die Betrachtung von Bildaussagen und Bildbedeutungen mit dem Umgang sowie der Behandlung von Bildern analytisch miteinander verschr\u00e4nken. \u00dcber die Betrachtung des bewussten Einsatzes und der Manipulation von Bildern haben wir die zentrale Funktion von Bildern f\u00fcr die Aushandlung von gesellschaftlichem Konsens genauer skizziert. Dazu wurden anhand aussagekr\u00e4ftiger Beispiele Methoden und hermeneutische Zug\u00e4nge zu Weltbildern und Normen diskutiert. ProgrammDienstag, 28. Februar 202315.00 Begr\u00fc\u00dfung15.30 Christoph Huth (Freiburg): Figurationen der Kupfer- und Eisenzeit und ihr arch\u00e4ologischer Aussagewert16.00 Holger Baitinger (Mainz): Fr\u00fche vollplastische Bildwerke n\u00f6rdlich der Alpen &#8211; ein Beitrag zu Kulturkontakten in der Hallstatt- und Fr\u00fchlat\u00e8nezeit16.30 Kaffeepause16.45 Martin Sch\u00f6nfelder (Mainz): Fr\u00fche keltische Kunst: Probleme bei der Interpretation von Knollennasen und Fabelwesen17.15 Thorben Frieling (Hamburg): Mutterlos \u2013 Athenageburt im Wandel17.45 Annette Haug (Kiel): Zwischen den Welten wandern: Bilder als Mediatoren Mittwoch, 1. M\u00e4rz 20239.00 Charlotte Behr (London): Provinzialr\u00f6mische Skulpturen von G\u00f6tterbildern im kolonialen Kontext9.30 Alexandra Pesch (Schleswig): Handhabung und Behandlung der merowingerzeitlichen Goldblechfiguren10.00 Benjamin Fourlas und Stefan Albrecht (Mainz): Kirchenpolitisch-dogmatische Normsetzungen als Triebfeder f\u00fcr Bildsch\u00f6pfungen, -manipulationen und -zerst\u00f6rungen in Byzanz (6.-9. Jh.)10.45 Kaffeepause11:00 Michaela Helmbrecht (M\u00fcnchen): Re-Pr\u00e4sentation des G\u00f6ttlichen: Ein\u00e4ugige Figuren der Vendel- und Wikingerzeit in Skandinavien11.30 Sigmund Oehrl (Stavanger): Die Bildsteine Gotlands und ihre Wiederverwendung in christlicher Zeit12.00 Renate Heckendorf (Hamburg): Vom Winde verweht \u2013 Verwitterung und Zerst\u00f6rung von Petroglyphen12.30 Abschlussdiskussion \u00a0 Pilotworkshop 2021Unser erster Pilotworkshop (4.\/5. Oktober 2021) im kleinen Kreis mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten sollte helfen, die methodologischen M\u00f6glichkeiten genauer auszuloten und die Fragestellungen zu pr\u00e4zisieren. Es ging um die gemeinsame Analyse und Bewertung derjenigen Methoden, Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen, die bei den verschiedenen Deutungsans\u00e4tzen Anwendung finden. In erfreulich konstruktiver Atmosph\u00e4re fanden offene Gespr\u00e4ch und ein echter, zielorientierter Austausch auf der Basis konkreter Fragen statt. Dieser erfolgversprechende Anfang wird durch eine lockere Reihe weiterer thematischer Workshops an unterschiedlichen Orten fortgesetzt. Programm:Montag, 4. Oktober15:00 Begr\u00fc\u00dfung Leitung ZBSA15:10 Begr\u00fc\u00dfung Alexandra Pesch, Dieter Quast15:20 Alexandra Pesch, Einleitung und Kontextikonographie15:45 Zum Stand der Forschung \u2013 Diskussion16:30 Annette Haug, Bilder und Methoden in der Klassischen Arch\u00e4ologie17:00 Benjamin Fourlas, Bilder und Methoden in der Christlichen Arch\u00e4ologie Dienstag, 5. Oktober10:00 Renate Heckendorf, Bilder und Methoden in der Felsbildforschung10:30 Bettina Ventker, Bilder und Methoden in der \u00c4gyptologie11:00 Catrin Kost, Bilder und Methoden in der (Chinesischen u.) Skythischen Arch\u00e4ologie (kurzfristig ausgefallen)11:30 Christoph Huth, Bilder und Methoden in der Hallstatt- u. Eisenzeitforschung12:30 Mittags-Snack (vor Ort), Kaffee etc.13:30 Markus Reindel, Komplexe Gesellschaften ohne Schrift verstehen: Bildanalyse altamerikanischer Kulturen14:00 Charlotte Behr, Stilfragen14:30 \u2013 ca. 17:00 Abschlussdiskussion Themenbereiche Mensch und Artefakt \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte Bildforschung Mitarbeiter Prof. Dr. Alexandra PeschDr. Ruth Blankenfeldt \u00a0\u00a0 In Kooperation mit RGZM; Internationales Brakteatenteam; zahlreiche Kooperationspartner*innen<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[45,40,41],"tags":[61],"class_list":["post-2096","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildforschung","category-forschungsschwerpunkte","category-mensch-und-artefakt","tag-bildforschung"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v24.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Arch\u00e4ologische Bildwissenschaft - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/archaeologische-bildwissenschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Arch\u00e4ologische Bildwissenschaft - Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Network for Image Studies in Archaeology Prof. Dr. Alexandra Pesch Bilder, Ornamente, Symbole und Zeichen sind authentische Hinterlassenschaften von Kulturen oder Gruppen. Es handelt sich um identit\u00e4tsstiftende und determinierende Elemente sowie um sinntragende Medien der Kommunikation. Ihre Dechiffrierung erm\u00f6glicht heute in der Erg\u00e4nzung zu arch\u00e4ologischen Erkenntnissen ein tieferes Verst\u00e4ndnis historischer Zust\u00e4nde und Entwicklungen in kultureller, politischer und religi\u00f6ser Hinsicht, gerade dann, wenn es um weitgehend schriftlose Kulturen geht. Doch sowohl die Lesung als vor allem auch die Deutung vieler auf arch\u00e4ologischen Objekten erhaltenen Bildmotive, Zeichen und Symbole sind heute umstritten. Fig\u00fcrliche, ornamentale oder zeichenhafte Darstellungen sind nur durch die Identifizierung ihrer einstigen Kontexte in ihrem ehemaligen Aussagewert sowie der historischen Bedeutsamkeit zu verstehen. Aber es fehlt an \u00fcbergreifenden methodischen Ans\u00e4tzen und gesicherten Zugangswegen zur Rekonstruktion dieser Kontexte. Diese L\u00fccke m\u00f6chten wir mit dem Projekt \u201eArch\u00e4ologische Bildwissenschaft\u201c f\u00fcllen. Langfristig haben wir uns darin zum Ziel gesetzt, allgemeing\u00fcltige Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen von Bildkunst zu ermitteln und geeignete Werkzeuge zur Deutung alter Motive und Zeichen zu erarbeiten. Hierbei wollen wir im Forschungsraum wie auch dar\u00fcber hinaus Impulse geben und eine enge Zusammenarbeit mit einem breiten, interdisziplin\u00e4ren Netzwerk von KooperationspartnerInnen (Network for Image Studies in Archaeology) auch anderer Institutionen im In- und Ausland aufbauen: Insbesondere integrieren wir Forschende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen mit der Idee, Zugangswege zur Bilddeutung aus unterschiedlichen Fachbereichen zu korrelieren. Ziel des langfristig angelegten Forschungsprojektes ist letztlich die Ableitung allgemeiner Zug\u00e4nge und Werkzeuge f\u00fcr ein zweckbezogen-funktionales wie dann auch semantisches Verst\u00e4ndnis von alten Bilddarstellungen. Denn trotz vielfacher wissenschaftlicher Erkenntnisse und theoretischer wie auch methodischer Fortschritte der letzten Jahre fehlt es an generellen, allgemeing\u00fcltigen und anerkannten Grunds\u00e4tzen, welche m\u00f6glichst klare, gesicherte methodische Zugangswege zu einer unvoreingenommenen Bilddeutung und arch\u00e4ologischen Hermeneutik er\u00f6ffnen. Unsere Vision ist es, durch das Projekt die Arch\u00e4ologische Bildforschung als eigenen Fachbereich neben der Geschichtswissenschaft (Textquellen) und der Arch\u00e4ologie (Funde und Befunde) zu einem dritten Pfeiler der historischen Forschungen aufzubauen. Projektstruktur Zu Beginn war die langfristige institutionelle und personelle Zusammenarbeit zwischen ZBSA und RGZM im Bereich der Bildforschung ausschlaggebend f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Projektes. Als Kerngruppe sorgte au\u00dferdem das internationale Brakteatenteam (-&gt; siehe Projekt Goldbrakteaten) f\u00fcr wichtige Impulse. Seit der Integration des ZBSA in das Leibniz Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ologie (LEIZA, ehem. RGZM) wurde ein erweitertes Netzwerk als Tr\u00e4ger aufgestellt, das \u201eNetwork for Image Studies in Archaeology\u201c.Im Rahmen von mehreren Fachtagungen bringen wir Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Bilddarstellungen, Bildersprachen, Bildtr\u00e4gern sowie theoretischen Ans\u00e4tzen der Bildforschung besch\u00e4ftigen. Es sollen verschiedene gebr\u00e4uchliche Methoden, die in ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern und Fachbereichen erprobt worden sind, gegen\u00fcbergestellt sowie kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Bewusst geht die Perspektive \u00fcber den europ\u00e4ischen Horizont hinaus. Archiv Workshop II, 2023: Bildpraktiken zwischen Weltbildern und NormsetzungenBildliche Darstellungen sind eine ergiebige Quelle zur Erschlie\u00dfung und Rekonstruktion von Weltbildern vergangener Kulturen. Dabei spiegeln bestimmte Bilder ganz konkret politische, religi\u00f6se oder kulturelle Zust\u00e4nde. Der Workshop widmete sich einer zentralen Funktion von Bildern, n\u00e4mlich der Vergegenw\u00e4rtigung und aktiven Propagierung von kulturellen Standards, Weltbildern und Normen. Als Bildpraxis verstehen wir dabei den konkreten Umgang mit Bildern und bildtragenden Objekten sowie ihre praktische Handhabung in einem spezifischen gesellschaftlichen Kontext. Dabei wurden solche Ph\u00e4nomene der Rezeption, Manipulation und Zerst\u00f6rung von Bildern in den Blick genommen, die Hinweise auf die Akzeptanz, Ver\u00e4nderung oder Ablehnung der mit den Bildern vermittelten Wertvorstellungen und Normen geben. Als einschl\u00e4gige Beispiele seien bewusste Rekontextualisierungen \u00e4lterer Bildwerke, die Zerst\u00f6rung von Herrscherbildern oder Beseitigung von Bildern konkurrierender Religionsgemeinschaften genannt. Zu pr\u00fcfen waren zudem Zusammenh\u00e4nge zwischen g\u00e4nzlich neuen Bildthemen und intendierten Normsetzungen oder -ver\u00e4nderungen. Der Workshop wollte die Betrachtung von Bildaussagen und Bildbedeutungen mit dem Umgang sowie der Behandlung von Bildern analytisch miteinander verschr\u00e4nken. \u00dcber die Betrachtung des bewussten Einsatzes und der Manipulation von Bildern haben wir die zentrale Funktion von Bildern f\u00fcr die Aushandlung von gesellschaftlichem Konsens genauer skizziert. Dazu wurden anhand aussagekr\u00e4ftiger Beispiele Methoden und hermeneutische Zug\u00e4nge zu Weltbildern und Normen diskutiert. ProgrammDienstag, 28. Februar 202315.00 Begr\u00fc\u00dfung15.30 Christoph Huth (Freiburg): Figurationen der Kupfer- und Eisenzeit und ihr arch\u00e4ologischer Aussagewert16.00 Holger Baitinger (Mainz): Fr\u00fche vollplastische Bildwerke n\u00f6rdlich der Alpen &#8211; ein Beitrag zu Kulturkontakten in der Hallstatt- und Fr\u00fchlat\u00e8nezeit16.30 Kaffeepause16.45 Martin Sch\u00f6nfelder (Mainz): Fr\u00fche keltische Kunst: Probleme bei der Interpretation von Knollennasen und Fabelwesen17.15 Thorben Frieling (Hamburg): Mutterlos \u2013 Athenageburt im Wandel17.45 Annette Haug (Kiel): Zwischen den Welten wandern: Bilder als Mediatoren Mittwoch, 1. M\u00e4rz 20239.00 Charlotte Behr (London): Provinzialr\u00f6mische Skulpturen von G\u00f6tterbildern im kolonialen Kontext9.30 Alexandra Pesch (Schleswig): Handhabung und Behandlung der merowingerzeitlichen Goldblechfiguren10.00 Benjamin Fourlas und Stefan Albrecht (Mainz): Kirchenpolitisch-dogmatische Normsetzungen als Triebfeder f\u00fcr Bildsch\u00f6pfungen, -manipulationen und -zerst\u00f6rungen in Byzanz (6.-9. Jh.)10.45 Kaffeepause11:00 Michaela Helmbrecht (M\u00fcnchen): Re-Pr\u00e4sentation des G\u00f6ttlichen: Ein\u00e4ugige Figuren der Vendel- und Wikingerzeit in Skandinavien11.30 Sigmund Oehrl (Stavanger): Die Bildsteine Gotlands und ihre Wiederverwendung in christlicher Zeit12.00 Renate Heckendorf (Hamburg): Vom Winde verweht \u2013 Verwitterung und Zerst\u00f6rung von Petroglyphen12.30 Abschlussdiskussion \u00a0 Pilotworkshop 2021Unser erster Pilotworkshop (4.\/5. Oktober 2021) im kleinen Kreis mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten sollte helfen, die methodologischen M\u00f6glichkeiten genauer auszuloten und die Fragestellungen zu pr\u00e4zisieren. Es ging um die gemeinsame Analyse und Bewertung derjenigen Methoden, Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen, die bei den verschiedenen Deutungsans\u00e4tzen Anwendung finden. In erfreulich konstruktiver Atmosph\u00e4re fanden offene Gespr\u00e4ch und ein echter, zielorientierter Austausch auf der Basis konkreter Fragen statt. Dieser erfolgversprechende Anfang wird durch eine lockere Reihe weiterer thematischer Workshops an unterschiedlichen Orten fortgesetzt. Programm:Montag, 4. Oktober15:00 Begr\u00fc\u00dfung Leitung ZBSA15:10 Begr\u00fc\u00dfung Alexandra Pesch, Dieter Quast15:20 Alexandra Pesch, Einleitung und Kontextikonographie15:45 Zum Stand der Forschung \u2013 Diskussion16:30 Annette Haug, Bilder und Methoden in der Klassischen Arch\u00e4ologie17:00 Benjamin Fourlas, Bilder und Methoden in der Christlichen Arch\u00e4ologie Dienstag, 5. Oktober10:00 Renate Heckendorf, Bilder und Methoden in der Felsbildforschung10:30 Bettina Ventker, Bilder und Methoden in der \u00c4gyptologie11:00 Catrin Kost, Bilder und Methoden in der (Chinesischen u.) Skythischen Arch\u00e4ologie (kurzfristig ausgefallen)11:30 Christoph Huth, Bilder und Methoden in der Hallstatt- u. Eisenzeitforschung12:30 Mittags-Snack (vor Ort), Kaffee etc.13:30 Markus Reindel, Komplexe Gesellschaften ohne Schrift verstehen: Bildanalyse altamerikanischer Kulturen14:00 Charlotte Behr, Stilfragen14:30 \u2013 ca. 17:00 Abschlussdiskussion Themenbereiche Mensch und Artefakt \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte Bildforschung Mitarbeiter Prof. Dr. Alexandra PeschDr. Ruth Blankenfeldt \u00a0\u00a0 In Kooperation mit RGZM; Internationales Brakteatenteam; zahlreiche Kooperationspartner*innen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/zbsa.eu\/en\/archaeologische-bildwissenschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-03-14T12:11:26+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-05-22T06:56:18+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"zbsa_admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"zbsa_admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"3 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/zbsa.eu\/archaeologische-bildwissenschaft\/\",\"url\":\"https:\/\/zbsa.eu\/archaeologische-bildwissenschaft\/\",\"name\":\"Arch\u00e4ologische Bildwissenschaft - 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Es handelt sich um identit\u00e4tsstiftende und determinierende Elemente sowie um sinntragende Medien der Kommunikation. Ihre Dechiffrierung erm\u00f6glicht heute in der Erg\u00e4nzung zu arch\u00e4ologischen Erkenntnissen ein tieferes Verst\u00e4ndnis historischer Zust\u00e4nde und Entwicklungen in kultureller, politischer und religi\u00f6ser Hinsicht, gerade dann, wenn es um weitgehend schriftlose Kulturen geht. Doch sowohl die Lesung als vor allem auch die Deutung vieler auf arch\u00e4ologischen Objekten erhaltenen Bildmotive, Zeichen und Symbole sind heute umstritten. Fig\u00fcrliche, ornamentale oder zeichenhafte Darstellungen sind nur durch die Identifizierung ihrer einstigen Kontexte in ihrem ehemaligen Aussagewert sowie der historischen Bedeutsamkeit zu verstehen. Aber es fehlt an \u00fcbergreifenden methodischen Ans\u00e4tzen und gesicherten Zugangswegen zur Rekonstruktion dieser Kontexte. Diese L\u00fccke m\u00f6chten wir mit dem Projekt \u201eArch\u00e4ologische Bildwissenschaft\u201c f\u00fcllen. Langfristig haben wir uns darin zum Ziel gesetzt, allgemeing\u00fcltige Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen von Bildkunst zu ermitteln und geeignete Werkzeuge zur Deutung alter Motive und Zeichen zu erarbeiten. Hierbei wollen wir im Forschungsraum wie auch dar\u00fcber hinaus Impulse geben und eine enge Zusammenarbeit mit einem breiten, interdisziplin\u00e4ren Netzwerk von KooperationspartnerInnen (Network for Image Studies in Archaeology) auch anderer Institutionen im In- und Ausland aufbauen: Insbesondere integrieren wir Forschende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen mit der Idee, Zugangswege zur Bilddeutung aus unterschiedlichen Fachbereichen zu korrelieren. Ziel des langfristig angelegten Forschungsprojektes ist letztlich die Ableitung allgemeiner Zug\u00e4nge und Werkzeuge f\u00fcr ein zweckbezogen-funktionales wie dann auch semantisches Verst\u00e4ndnis von alten Bilddarstellungen. Denn trotz vielfacher wissenschaftlicher Erkenntnisse und theoretischer wie auch methodischer Fortschritte der letzten Jahre fehlt es an generellen, allgemeing\u00fcltigen und anerkannten Grunds\u00e4tzen, welche m\u00f6glichst klare, gesicherte methodische Zugangswege zu einer unvoreingenommenen Bilddeutung und arch\u00e4ologischen Hermeneutik er\u00f6ffnen. Unsere Vision ist es, durch das Projekt die Arch\u00e4ologische Bildforschung als eigenen Fachbereich neben der Geschichtswissenschaft (Textquellen) und der Arch\u00e4ologie (Funde und Befunde) zu einem dritten Pfeiler der historischen Forschungen aufzubauen. Projektstruktur Zu Beginn war die langfristige institutionelle und personelle Zusammenarbeit zwischen ZBSA und RGZM im Bereich der Bildforschung ausschlaggebend f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Projektes. Als Kerngruppe sorgte au\u00dferdem das internationale Brakteatenteam (-&gt; siehe Projekt Goldbrakteaten) f\u00fcr wichtige Impulse. Seit der Integration des ZBSA in das Leibniz Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ologie (LEIZA, ehem. RGZM) wurde ein erweitertes Netzwerk als Tr\u00e4ger aufgestellt, das \u201eNetwork for Image Studies in Archaeology\u201c.Im Rahmen von mehreren Fachtagungen bringen wir Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Bilddarstellungen, Bildersprachen, Bildtr\u00e4gern sowie theoretischen Ans\u00e4tzen der Bildforschung besch\u00e4ftigen. Es sollen verschiedene gebr\u00e4uchliche Methoden, die in ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern und Fachbereichen erprobt worden sind, gegen\u00fcbergestellt sowie kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Bewusst geht die Perspektive \u00fcber den europ\u00e4ischen Horizont hinaus. Archiv Workshop II, 2023: Bildpraktiken zwischen Weltbildern und NormsetzungenBildliche Darstellungen sind eine ergiebige Quelle zur Erschlie\u00dfung und Rekonstruktion von Weltbildern vergangener Kulturen. Dabei spiegeln bestimmte Bilder ganz konkret politische, religi\u00f6se oder kulturelle Zust\u00e4nde. Der Workshop widmete sich einer zentralen Funktion von Bildern, n\u00e4mlich der Vergegenw\u00e4rtigung und aktiven Propagierung von kulturellen Standards, Weltbildern und Normen. Als Bildpraxis verstehen wir dabei den konkreten Umgang mit Bildern und bildtragenden Objekten sowie ihre praktische Handhabung in einem spezifischen gesellschaftlichen Kontext. Dabei wurden solche Ph\u00e4nomene der Rezeption, Manipulation und Zerst\u00f6rung von Bildern in den Blick genommen, die Hinweise auf die Akzeptanz, Ver\u00e4nderung oder Ablehnung der mit den Bildern vermittelten Wertvorstellungen und Normen geben. Als einschl\u00e4gige Beispiele seien bewusste Rekontextualisierungen \u00e4lterer Bildwerke, die Zerst\u00f6rung von Herrscherbildern oder Beseitigung von Bildern konkurrierender Religionsgemeinschaften genannt. Zu pr\u00fcfen waren zudem Zusammenh\u00e4nge zwischen g\u00e4nzlich neuen Bildthemen und intendierten Normsetzungen oder -ver\u00e4nderungen. Der Workshop wollte die Betrachtung von Bildaussagen und Bildbedeutungen mit dem Umgang sowie der Behandlung von Bildern analytisch miteinander verschr\u00e4nken. \u00dcber die Betrachtung des bewussten Einsatzes und der Manipulation von Bildern haben wir die zentrale Funktion von Bildern f\u00fcr die Aushandlung von gesellschaftlichem Konsens genauer skizziert. Dazu wurden anhand aussagekr\u00e4ftiger Beispiele Methoden und hermeneutische Zug\u00e4nge zu Weltbildern und Normen diskutiert. ProgrammDienstag, 28. Februar 202315.00 Begr\u00fc\u00dfung15.30 Christoph Huth (Freiburg): Figurationen der Kupfer- und Eisenzeit und ihr arch\u00e4ologischer Aussagewert16.00 Holger Baitinger (Mainz): Fr\u00fche vollplastische Bildwerke n\u00f6rdlich der Alpen &#8211; ein Beitrag zu Kulturkontakten in der Hallstatt- und Fr\u00fchlat\u00e8nezeit16.30 Kaffeepause16.45 Martin Sch\u00f6nfelder (Mainz): Fr\u00fche keltische Kunst: Probleme bei der Interpretation von Knollennasen und Fabelwesen17.15 Thorben Frieling (Hamburg): Mutterlos \u2013 Athenageburt im Wandel17.45 Annette Haug (Kiel): Zwischen den Welten wandern: Bilder als Mediatoren Mittwoch, 1. M\u00e4rz 20239.00 Charlotte Behr (London): Provinzialr\u00f6mische Skulpturen von G\u00f6tterbildern im kolonialen Kontext9.30 Alexandra Pesch (Schleswig): Handhabung und Behandlung der merowingerzeitlichen Goldblechfiguren10.00 Benjamin Fourlas und Stefan Albrecht (Mainz): Kirchenpolitisch-dogmatische Normsetzungen als Triebfeder f\u00fcr Bildsch\u00f6pfungen, -manipulationen und -zerst\u00f6rungen in Byzanz (6.-9. Jh.)10.45 Kaffeepause11:00 Michaela Helmbrecht (M\u00fcnchen): Re-Pr\u00e4sentation des G\u00f6ttlichen: Ein\u00e4ugige Figuren der Vendel- und Wikingerzeit in Skandinavien11.30 Sigmund Oehrl (Stavanger): Die Bildsteine Gotlands und ihre Wiederverwendung in christlicher Zeit12.00 Renate Heckendorf (Hamburg): Vom Winde verweht \u2013 Verwitterung und Zerst\u00f6rung von Petroglyphen12.30 Abschlussdiskussion \u00a0 Pilotworkshop 2021Unser erster Pilotworkshop (4.\/5. 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Oktober15:00 Begr\u00fc\u00dfung Leitung ZBSA15:10 Begr\u00fc\u00dfung Alexandra Pesch, Dieter Quast15:20 Alexandra Pesch, Einleitung und Kontextikonographie15:45 Zum Stand der Forschung \u2013 Diskussion16:30 Annette Haug, Bilder und Methoden in der Klassischen Arch\u00e4ologie17:00 Benjamin Fourlas, Bilder und Methoden in der Christlichen Arch\u00e4ologie Dienstag, 5. Oktober10:00 Renate Heckendorf, Bilder und Methoden in der Felsbildforschung10:30 Bettina Ventker, Bilder und Methoden in der \u00c4gyptologie11:00 Catrin Kost, Bilder und Methoden in der (Chinesischen u.) Skythischen Arch\u00e4ologie (kurzfristig ausgefallen)11:30 Christoph Huth, Bilder und Methoden in der Hallstatt- u. Eisenzeitforschung12:30 Mittags-Snack (vor Ort), Kaffee etc.13:30 Markus Reindel, Komplexe Gesellschaften ohne Schrift verstehen: Bildanalyse altamerikanischer Kulturen14:00 Charlotte Behr, Stilfragen14:30 \u2013 ca. 17:00 Abschlussdiskussion Themenbereiche Mensch und Artefakt \u00a0\u00a0 Forschungsschwerpunkte Bildforschung Mitarbeiter Prof. Dr. Alexandra PeschDr. Ruth Blankenfeldt \u00a0\u00a0 In Kooperation mit RGZM; Internationales Brakteatenteam; zahlreiche Kooperationspartner*innen","og_url":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/archaeologische-bildwissenschaft\/","og_site_name":"Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie (ZBSA) \u2014 Zentrum f\u00fcr Baltische und Skandinavische Arch\u00e4ologie","article_published_time":"2021-03-14T12:11:26+00:00","article_modified_time":"2023-05-22T06:56:18+00:00","author":"zbsa_admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"zbsa_admin","Estimated reading time":"3 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/zbsa.eu\/archaeologische-bildwissenschaft\/","url":"https:\/\/zbsa.eu\/archaeologische-bildwissenschaft\/","name":"Arch\u00e4ologische Bildwissenschaft - 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Hierbei wollen wir im Forschungsraum wie auch dar\u00fcber hinaus Impulse geben und eine enge Zusammenarbeit mit einem breiten, interdisziplin\u00e4ren Netzwerk von KooperationspartnerInnen (<strong>Network for Image Studies in Archaeology<\/strong>) auch anderer Institutionen im In- und Ausland aufbauen: Insbesondere integrieren wir Forschende verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen mit der Idee, Zugangswege zur Bilddeutung aus unterschiedlichen Fachbereichen zu korrelieren.<\/p>\n<p>Ziel des langfristig angelegten Forschungsprojektes ist letztlich die Ableitung allgemeiner Zug\u00e4nge und Werkzeuge f\u00fcr ein zweckbezogen-funktionales wie dann auch semantisches Verst\u00e4ndnis von alten Bilddarstellungen. Denn trotz vielfacher wissenschaftlicher Erkenntnisse und theoretischer wie auch methodischer Fortschritte der letzten Jahre fehlt es an generellen, allgemeing\u00fcltigen und anerkannten Grunds\u00e4tzen, welche m\u00f6glichst klare, gesicherte methodische Zugangswege zu einer unvoreingenommenen Bilddeutung und arch\u00e4ologischen Hermeneutik er\u00f6ffnen. Unsere Vision ist es, durch das Projekt die Arch\u00e4ologische Bildforschung als eigenen Fachbereich neben der Geschichtswissenschaft (Textquellen) und der Arch\u00e4ologie (Funde und Befunde) zu einem dritten Pfeiler der historischen Forschungen aufzubauen.<\/p>\n<h5>Projektstruktur<\/h5>\n<p>Zu Beginn war die langfristige institutionelle und personelle Zusammenarbeit zwischen ZBSA und RGZM im Bereich der Bildforschung ausschlaggebend f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Projektes. Als Kerngruppe sorgte au\u00dferdem das internationale Brakteatenteam (-&gt; siehe <a href=\"https:\/\/zbsa.eu\/goldbrakteaten-der-voelkerwanderungszeit\/\">Projekt Goldbrakteaten<\/a>) f\u00fcr wichtige Impulse. Seit der Integration des ZBSA in das Leibniz Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ologie (LEIZA, ehem. RGZM) wurde ein erweitertes Netzwerk als Tr\u00e4ger aufgestellt, das \u201eNetwork for Image Studies in Archaeology\u201c.<br \/>Im Rahmen von mehreren Fachtagungen bringen wir Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, die sich mit Bilddarstellungen, Bildersprachen, Bildtr\u00e4gern sowie theoretischen Ans\u00e4tzen der Bildforschung besch\u00e4ftigen. Es sollen verschiedene gebr\u00e4uchliche Methoden, die in ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern und Fachbereichen erprobt worden sind, gegen\u00fcbergestellt sowie kritisch hinterfragt und diskutiert werden. Bewusst geht die Perspektive \u00fcber den europ\u00e4ischen Horizont hinaus.<\/p>\n<h5>Archiv<\/h5>\n<p><strong>Workshop II, 2023: Bildpraktiken zwischen Weltbildern und Normsetzungen<\/strong><br \/>Bildliche Darstellungen sind eine ergiebige Quelle zur Erschlie\u00dfung und Rekonstruktion von Weltbildern vergangener Kulturen. Dabei spiegeln bestimmte Bilder ganz konkret politische, religi\u00f6se oder kulturelle Zust\u00e4nde. Der Workshop widmete sich einer zentralen Funktion von Bildern, n\u00e4mlich der Vergegenw\u00e4rtigung und aktiven Propagierung von kulturellen Standards, Weltbildern und Normen. Als Bildpraxis verstehen wir dabei den konkreten Umgang mit Bildern und bildtragenden Objekten sowie ihre praktische Handhabung in einem spezifischen gesellschaftlichen Kontext. Dabei wurden solche Ph\u00e4nomene der Rezeption, Manipulation und Zerst\u00f6rung von Bildern in den Blick genommen, die Hinweise auf die Akzeptanz, Ver\u00e4nderung oder Ablehnung der mit den Bildern vermittelten Wertvorstellungen und Normen geben. Als einschl\u00e4gige Beispiele seien bewusste Rekontextualisierungen \u00e4lterer Bildwerke, die Zerst\u00f6rung von Herrscherbildern oder Beseitigung von Bildern konkurrierender Religionsgemeinschaften genannt. Zu pr\u00fcfen waren zudem Zusammenh\u00e4nge zwischen g\u00e4nzlich neuen Bildthemen und intendierten Normsetzungen oder -ver\u00e4nderungen. <br \/>Der Workshop wollte die Betrachtung von Bildaussagen und Bildbedeutungen mit dem Umgang sowie der Behandlung von Bildern analytisch miteinander verschr\u00e4nken. \u00dcber die Betrachtung des bewussten Einsatzes und der Manipulation von Bildern haben wir die zentrale Funktion von Bildern f\u00fcr die Aushandlung von gesellschaftlichem Konsens genauer skizziert. Dazu wurden anhand aussagekr\u00e4ftiger Beispiele Methoden und hermeneutische Zug\u00e4nge zu Weltbildern und Normen diskutiert.<\/p>\n<p><strong>Programm<\/strong><br \/>Dienstag, 28. Februar 2023<br \/>15.00 Begr\u00fc\u00dfung<br \/>15.30 Christoph Huth (Freiburg): Figurationen der Kupfer- und Eisenzeit und ihr arch\u00e4ologischer Aussagewert<br \/>16.00 Holger Baitinger (Mainz): Fr\u00fche vollplastische Bildwerke n\u00f6rdlich der Alpen &#8211; ein Beitrag zu Kulturkontakten in der Hallstatt- und Fr\u00fchlat\u00e8nezeit<br \/>16.30 Kaffeepause<br \/>16.45 Martin Sch\u00f6nfelder (Mainz): Fr\u00fche keltische Kunst: Probleme bei der Interpretation von Knollennasen und Fabelwesen<br \/>17.15 Thorben Frieling (Hamburg): Mutterlos \u2013 Athenageburt im Wandel<br \/>17.45 Annette Haug (Kiel): Zwischen den Welten wandern: Bilder als Mediatoren<\/p>\n<p>Mittwoch, 1. M\u00e4rz 2023<br \/>9.00 Charlotte Behr (London): Provinzialr\u00f6mische Skulpturen von G\u00f6tterbildern im kolonialen Kontext<br \/>9.30 Alexandra Pesch (Schleswig): Handhabung und Behandlung der merowingerzeitlichen Goldblechfiguren<br \/>10.00 Benjamin Fourlas und Stefan Albrecht (Mainz): Kirchenpolitisch-dogmatische Normsetzungen als Triebfeder f\u00fcr Bildsch\u00f6pfungen, -manipulationen und -zerst\u00f6rungen in Byzanz (6.-9. Jh.)<br \/>10.45 Kaffeepause<br \/>11:00 Michaela Helmbrecht (M\u00fcnchen): Re-Pr\u00e4sentation des G\u00f6ttlichen: Ein\u00e4ugige Figuren der Vendel- und Wikingerzeit in Skandinavien<br \/>11.30 Sigmund Oehrl (Stavanger): Die Bildsteine Gotlands und ihre Wiederverwendung in christlicher Zeit<br \/>12.00 Renate Heckendorf (Hamburg): Vom Winde verweht \u2013 Verwitterung und Zerst\u00f6rung von Petroglyphen<br \/>12.30 Abschlussdiskussion<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Pilotworkshop 2021<\/strong><br \/>Unser erster Pilotworkshop (4.\/5. Oktober 2021) im kleinen Kreis mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten sollte helfen, die methodologischen M\u00f6glichkeiten genauer auszuloten und die Fragestellungen zu pr\u00e4zisieren. Es ging um die gemeinsame Analyse und Bewertung derjenigen Methoden, Regeln, Pr\u00e4missen und Mechanismen, die bei den verschiedenen Deutungsans\u00e4tzen Anwendung finden. In erfreulich konstruktiver Atmosph\u00e4re fanden offene Gespr\u00e4ch und ein echter, zielorientierter Austausch auf der Basis konkreter Fragen statt. Dieser erfolgversprechende Anfang wird durch eine lockere Reihe weiterer thematischer Workshops an unterschiedlichen Orten fortgesetzt.<\/p>\n<p><strong>Programm:<\/strong><br \/>Montag, 4. Oktober<br \/>15:00 Begr\u00fc\u00dfung Leitung ZBSA<br \/>15:10 Begr\u00fc\u00dfung Alexandra Pesch, Dieter Quast<br \/>15:20 Alexandra Pesch, Einleitung und Kontextikonographie<br \/>15:45 Zum Stand der Forschung \u2013 Diskussion<br \/>16:30 Annette Haug, Bilder und Methoden in der Klassischen Arch\u00e4ologie<br \/>17:00 Benjamin Fourlas, Bilder und Methoden in der Christlichen Arch\u00e4ologie<\/p>\n<p>Dienstag, 5. Oktober<br \/>10:00 Renate Heckendorf, Bilder und Methoden in der Felsbildforschung<br \/>10:30 Bettina Ventker, Bilder und Methoden in der \u00c4gyptologie<br \/>11:00 Catrin Kost, Bilder und Methoden in der (Chinesischen u.) Skythischen Arch\u00e4ologie (kurzfristig ausgefallen)<br \/>11:30 Christoph Huth, Bilder und Methoden in der Hallstatt- u. Eisenzeitforschung<br \/>12:30 Mittags-Snack (vor Ort), Kaffee etc.<br \/>13:30 Markus Reindel, Komplexe Gesellschaften ohne Schrift verstehen: Bildanalyse altamerikanischer Kulturen<br \/>14:00 Charlotte Behr, Stilfragen<br \/>14:30 \u2013 ca. 17:00 Abschlussdiskussion<\/p>\n<h6>Themenbereiche<\/h6>\n<p>Mensch und Artefakt<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<h6>Forschungsschwerpunkte<\/h6>\n<p>Bildforschung<\/p>\n<h6>Mitarbeiter<\/h6>\n<p>Prof. Dr. Alexandra Pesch<br \/>Dr. Ruth Blankenfeldt<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0<\/p>\n<h6>In Kooperation mit<\/h6>\n<p>RGZM; Internationales Brakteatenteam; zahlreiche Kooperationspartner*innen<\/p>\n","comment_info":"No Comments","acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2096"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2096\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10756,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2096\/revisions\/10756"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}