{"id":6671,"date":"2021-05-19T10:20:10","date_gmt":"2021-05-19T08:20:10","guid":{"rendered":"https:\/\/zbsa.eu\/?p=6671"},"modified":"2024-04-30T14:03:30","modified_gmt":"2024-04-30T12:03:30","slug":"resilience-and-reorganisation-of-social-systems-during-the-weichselian-lateglacial-in-north-west-europe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/resilience-and-reorganisation-of-social-systems-during-the-weichselian-lateglacial-in-north-west-europe\/","title":{"rendered":"Resilience and Reorganisation of Social Systems during the Weichselian Lateglacial in North-West Europe. An Evaluation of the Archaeological, Climatic, and Environmental Record"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_grimm_resilience-724x1024.jpg\" alt=\"Cover Resilience and Reorganisation of Social Systems\" class=\"wp-image-6687\" width=\"362\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_grimm_resilience-724x1024.jpg 724w, https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_grimm_resilience-212x300.jpg 212w, https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_grimm_resilience-768x1086.jpg 768w, https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_grimm_resilience-8x12.jpg 8w, https:\/\/zbsa.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/cover_grimm_resilience.jpg 891w\" sizes=\"(max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><figcaption>Buchover: Resilience and Reorganisation of Social Systems in North-West Europe.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Autoren: Sonja B. Grimm<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Im 128. Band der Reihe \u00bbMonographien des R\u00f6misch-Germanischen Zentralmuseums\u00ab wird die 2014 an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz verteidigte Dissertation von Sonja B. Grimm publiziert. Sie forschte 2010\/2011 als Gast am ZBSA und PD Dr. Berit V. Eriksen (ZBSA) war Mitglied ihres Gutachterausschusses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Die Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit sozialen Regelwerken in Nordwesteuropa am Ende der letzten Eiszeit und ihren Ver\u00e4nderungen unter Beachtung des Einflusses von Klima- und Umweltver\u00e4nderungen. Diese werden mit einer Vielzahl von Methoden untersucht, insbesondere um einen verl\u00e4sslichen zeitlichen Rahmen zu schaffen, der einen Vergleich der drei verschiedenen Teilbereiche der Studie (Klima-, Umwelt- und arch\u00e4ologische Daten) erm\u00f6glicht. Gerade die Klimaarchive liefern neben den Proxies f\u00fcr die klimatischen Bedingungen oft auch wichtige Chronologien (z. B. gr\u00f6nl\u00e4ndische Eiskerne, europ\u00e4ische Baumringkurven). In diesen zeitlichen Rahmen wurden die lokalen Umweltdaten wie Pollenprofile oder radiokarbondatierte Tierknochen eingehangen. Schlie\u00dflich wurden darin 32 sp\u00e4teiszeitliche Inventare von 21 Fundstellen aus dem Pariser Becken, dem Sommetal, S\u00fcdbelgien und vom Mittelrhein integriert und miteinander verglichen sowie in Bezug zu Klima und Umwelt gesetzt. Daraus ergab sich folgendes Bild:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Am Ende des Eiszeitalters stellte das sp\u00e4te Magdal\u00e9nien ein pan-europ\u00e4isches Netz menschlicher Gemeinschaften dar, die einem restriktiven Verhaltenskodex folgten, um instabile Klima- und Umweltverh\u00e4ltnisse zu kompensieren. Diese Lebensweise passte sich schrittweise der zunehmend gr\u00f6\u00dferen Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen an. Mit dem Aufkommen verbesserter Umweltbedingungen bereiteten sich Wildbeuter nicht mehr auf unsichere Zeiten vor. Dies zog ein Vergessen wichtiger \u00dcberlebensstrategien nach sich, was zu tiefgreifenden Problemen f\u00fchrte, als instabiles Klima zur\u00fcckkehrte, welches mangelnde Vorbereitung fatal bestrafte. Die reduzierten \u00dcberlebenschancen bildeten den Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Zusammenbruch des Magdal\u00e9nien-Systems w\u00e4hrend dessen anscheinend auch altmodische Traditionen wiederbelebt wurden. Mit der Ausbreitung von lichten W\u00e4ldern formierten sich neue Allianzen, die sich auf gesellschaftliche Ma\u00dfst\u00e4be in ihrem Verhalten basierend auf der Grundlage fr\u00fcherer Anpassungen einigten. Diese Normen schienen sich zwischen regionalen Gruppen zu bilden, die sich eher auf individuelle F\u00e4higkeiten als auf ein pan-europ\u00e4isches Sicherheitsnetzwerk verlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Im arch\u00e4ologischen Befund kam es regelm\u00e4\u00dfig zu Variationen im Verhalten sowohl Einzelner als auch kleiner Gruppen. Betrachtet man das Verhalten gr\u00f6\u00dferer sozialer Einheiten, kam Variabilit\u00e4t seltener vor und manchmal gab es \u00fcber Jahrtausende keine Ver\u00e4nderung. Obwohl der Wandel in den untersuchten Regelwerken daher graduell erscheint, konnte in einem Zeitraum von etwa 250 Jahren eine Anh\u00e4ufung von Verhaltens\u00e4nderungen beobachtet werden, die mehrere Teilaspekte betrafen. Nach dieser kurzen Periode wurde das gesamte menschliche Verhalten wieder stabiler. Diese Beobachtungen legen nahe, dass die Resilienz des sp\u00e4teiszeitlichen sozialen Regelwerks zum einen durch seine konstante Anpassungsf\u00e4higkeit das Tempo und die Art gro\u00dfer System\u00e4nderungen verlangsamte, zum anderen aber durch diese st\u00e4ndigen Anpassungen, einschlie\u00dflich der Gleichm\u00fctigkeit gegen\u00fcber sichernden \u00dcberlebensstrategien, zu einem gesellschaftlichen Auseinanderdriften und letztlich dem profunden Umbruch beitrugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Verlag des R\u00f6misch-Germanischen Zentralmuseums<br>Mainz 2019<br>ISBN 978-3-88467-255-6<br>662 Seiten<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autoren: Sonja B. Grimm Im 128. Band der Reihe \u00bbMonographien des R\u00f6misch-Germanischen Zentralmuseums\u00ab wird die 2014 an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz verteidigte Dissertation von Sonja B. Grimm publiziert. Sie forschte 2010\/2011 als Gast am ZBSA und PD Dr. Berit V. 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Dies zog ein Vergessen wichtiger \u00dcberlebensstrategien nach sich, was zu tiefgreifenden Problemen f\u00fchrte, als instabiles Klima zur\u00fcckkehrte, welches mangelnde Vorbereitung fatal bestrafte. Die reduzierten \u00dcberlebenschancen bildeten den Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Zusammenbruch des Magdal\u00e9nien-Systems w\u00e4hrend dessen anscheinend auch altmodische Traditionen wiederbelebt wurden. Mit der Ausbreitung von lichten W\u00e4ldern formierten sich neue Allianzen, die sich auf gesellschaftliche Ma\u00dfst\u00e4be in ihrem Verhalten basierend auf der Grundlage fr\u00fcherer Anpassungen einigten. Diese Normen schienen sich zwischen regionalen Gruppen zu bilden, die sich eher auf individuelle F\u00e4higkeiten als auf ein pan-europ\u00e4isches Sicherheitsnetzwerk verlie\u00dfen. Im arch\u00e4ologischen Befund kam es regelm\u00e4\u00dfig zu Variationen im Verhalten sowohl Einzelner als auch kleiner Gruppen. 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Grimm<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Im 128. Band der Reihe \u00bbMonographien des R\u00f6misch-Germanischen Zentralmuseums\u00ab wird die 2014 an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz verteidigte Dissertation von Sonja B. Grimm publiziert. Sie forschte 2010\/2011 als Gast am ZBSA und PD Dr. Berit V. Eriksen (ZBSA) war Mitglied ihres Gutachterausschusses.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Die Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit sozialen Regelwerken in Nordwesteuropa am Ende der letzten Eiszeit und ihren Ver\u00e4nderungen unter Beachtung des Einflusses von Klima- und Umweltver\u00e4nderungen. Diese werden mit einer Vielzahl von Methoden untersucht, insbesondere um einen verl\u00e4sslichen zeitlichen Rahmen zu schaffen, der einen Vergleich der drei verschiedenen Teilbereiche der Studie (Klima-, Umwelt- und arch\u00e4ologische Daten) erm\u00f6glicht. Gerade die Klimaarchive liefern neben den Proxies f\u00fcr die klimatischen Bedingungen oft auch wichtige Chronologien (z. B. gr\u00f6nl\u00e4ndische Eiskerne, europ\u00e4ische Baumringkurven). In diesen zeitlichen Rahmen wurden die lokalen Umweltdaten wie Pollenprofile oder radiokarbondatierte Tierknochen eingehangen. Schlie\u00dflich wurden darin 32 sp\u00e4teiszeitliche Inventare von 21 Fundstellen aus dem Pariser Becken, dem Sommetal, S\u00fcdbelgien und vom Mittelrhein integriert und miteinander verglichen sowie in Bezug zu Klima und Umwelt gesetzt. Daraus ergab sich folgendes Bild:<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Am Ende des Eiszeitalters stellte das sp\u00e4te Magdal\u00e9nien ein pan-europ\u00e4isches Netz menschlicher Gemeinschaften dar, die einem restriktiven Verhaltenskodex folgten, um instabile Klima- und Umweltverh\u00e4ltnisse zu kompensieren. Diese Lebensweise passte sich schrittweise der zunehmend gr\u00f6\u00dferen Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen an. Mit dem Aufkommen verbesserter Umweltbedingungen bereiteten sich Wildbeuter nicht mehr auf unsichere Zeiten vor. Dies zog ein Vergessen wichtiger \u00dcberlebensstrategien nach sich, was zu tiefgreifenden Problemen f\u00fchrte, als instabiles Klima zur\u00fcckkehrte, welches mangelnde Vorbereitung fatal bestrafte. Die reduzierten \u00dcberlebenschancen bildeten den Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Zusammenbruch des Magdal\u00e9nien-Systems w\u00e4hrend dessen anscheinend auch altmodische Traditionen wiederbelebt wurden. Mit der Ausbreitung von lichten W\u00e4ldern formierten sich neue Allianzen, die sich auf gesellschaftliche Ma\u00dfst\u00e4be in ihrem Verhalten basierend auf der Grundlage fr\u00fcherer Anpassungen einigten. Diese Normen schienen sich zwischen regionalen Gruppen zu bilden, die sich eher auf individuelle F\u00e4higkeiten als auf ein pan-europ\u00e4isches Sicherheitsnetzwerk verlie\u00dfen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Im arch\u00e4ologischen Befund kam es regelm\u00e4\u00dfig zu Variationen im Verhalten sowohl Einzelner als auch kleiner Gruppen. Betrachtet man das Verhalten gr\u00f6\u00dferer sozialer Einheiten, kam Variabilit\u00e4t seltener vor und manchmal gab es \u00fcber Jahrtausende keine Ver\u00e4nderung. Obwohl der Wandel in den untersuchten Regelwerken daher graduell erscheint, konnte in einem Zeitraum von etwa 250 Jahren eine Anh\u00e4ufung von Verhaltens\u00e4nderungen beobachtet werden, die mehrere Teilaspekte betrafen. Nach dieser kurzen Periode wurde das gesamte menschliche Verhalten wieder stabiler. Diese Beobachtungen legen nahe, dass die Resilienz des sp\u00e4teiszeitlichen sozialen Regelwerks zum einen durch seine konstante Anpassungsf\u00e4higkeit das Tempo und die Art gro\u00dfer System\u00e4nderungen verlangsamte, zum anderen aber durch diese st\u00e4ndigen Anpassungen, einschlie\u00dflich der Gleichm\u00fctigkeit gegen\u00fcber sichernden \u00dcberlebensstrategien, zu einem gesellschaftlichen Auseinanderdriften und letztlich dem profunden Umbruch beitrugen.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Verlag des R\u00f6misch-Germanischen Zentralmuseums<br \/>Mainz 2019<br \/>ISBN 978-3-88467-255-6<br \/>662 Seiten<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n","comment_info":"No Comments","acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6671"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6671\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6691,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6671\/revisions\/6691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}