{"id":755,"date":"2019-04-02T13:17:44","date_gmt":"2019-04-02T11:17:44","guid":{"rendered":"https:\/\/zbsa.eu\/?p=755"},"modified":"2021-04-28T11:38:43","modified_gmt":"2021-04-28T09:38:43","slug":"neu-erschienen-wikinger-und-balten-an-der-memel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/neu-erschienen-wikinger-und-balten-an-der-memel\/","title":{"rendered":"Neu erschienen: Wikinger und Balten an der Memel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Ausgrabungen des fr\u00fchgeschichtlichen Gr\u00e4berfeldes von Linkuhnen in Ostpreu\u00dfen 1928\u20131939<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Norbert Go\u00dfler und Christoph Jahn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Ende der 1920er Jahre standen vier wikingerzeitliche Fundorte im Fokus der deutschen arch\u00e4ologischen Forschung im Ostseeraum: Haithabu, Wiskiauten, Wollin und das ostpreu\u00dfische Linkuhnen an der Memel. W\u00e4hrend die ersten drei auf eine lange und ergebnisreiche Ausgrabungsgeschichte zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, galten die Fundobjekte und die Grabungsdokumentation aus Linkuhnen nach dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Erst durch die Rekonstruktion der erhaltenen Funde und Archivalien aus der K\u00f6nigsberger Prussia-Sammlung gelang es in internationaler Zusammenarbeit, die alten Best\u00e4nde wieder zu erschlie\u00dfen und neu zuzuordnen. Die Ausgrabungen von fast 500 Gr\u00e4bern in den Jahren 1928\u20131939 haben in Linkuhnen eine Reihe von au\u00dfergew\u00f6hnlichen arch\u00e4ologischen Befunden zum Grabritus, zur Beigabensitte und zur Beigabenausstattung zutage gef\u00f6rdert, die ein besonderes Licht auf die Kulturkontakte zwischen skandinavischen Wikingern und einheimischen Balten an der Memelm\u00fcndung werfen. Das Gr\u00e4berfeld von Linkuhnen wurde von der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis in die Wikingerzeit \u00fcber einen Zeitraum von 1000 Jahren belegt. Studien zu ausgew\u00e4hlten Fundgruppen erm\u00f6glichen nun erstmals einen aktuellen Ansatz zur Neubewertung der Belegungschronologie. \u00dcber 80 Jahre nach der Entdeckung lassen sich die Ausgrabungsergebnisse und die arch\u00e4ologische Bedeutung des Fundplatzes Linkuhnen nun auf Grundlage einer breiten Materialbasis diskutieren. Linkuhnen steht neben Haithabu und Wiskiauten f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige historische Entwicklung, die \u00fcberraschende Einblicke in die Arch\u00e4ologie der kleinr\u00e4umigen und trotzdem in internationale Netzwerke eingebundenen Region im s\u00fcdlichen Ostseeraum erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Aus der Reihe &#8222;Studien zur Siedlungsggeschichte und Arch\u00e4ologie der Ostseegebiete&#8220;, Band 16<br>ISBN: 3529013765<br>EAN: 9783529013768<br>Wachholtz Verlag GmbH<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">59 Euro<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausgrabungen des fr\u00fchgeschichtlichen Gr\u00e4berfeldes von Linkuhnen in Ostpreu\u00dfen 1928\u20131939 Von Norbert Go\u00dfler und Christoph Jahn Ende der 1920er Jahre standen vier wikingerzeitliche Fundorte im Fokus der deutschen arch\u00e4ologischen Forschung im Ostseeraum: Haithabu, Wiskiauten, Wollin und das ostpreu\u00dfische Linkuhnen an der Memel. 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W\u00e4hrend die ersten drei auf eine lange und ergebnisreiche Ausgrabungsgeschichte zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, galten die Fundobjekte und die Grabungsdokumentation aus Linkuhnen nach dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Erst durch die Rekonstruktion der erhaltenen Funde und Archivalien aus der K\u00f6nigsberger Prussia-Sammlung gelang es in internationaler Zusammenarbeit, die alten Best\u00e4nde wieder zu erschlie\u00dfen und neu zuzuordnen. Die Ausgrabungen von fast 500 Gr\u00e4bern in den Jahren 1928\u20131939 haben in Linkuhnen eine Reihe von au\u00dfergew\u00f6hnlichen arch\u00e4ologischen Befunden zum Grabritus, zur Beigabensitte und zur Beigabenausstattung zutage gef\u00f6rdert, die ein besonderes Licht auf die Kulturkontakte zwischen skandinavischen Wikingern und einheimischen Balten an der Memelm\u00fcndung werfen. Das Gr\u00e4berfeld von Linkuhnen wurde von der R\u00f6mischen Kaiserzeit bis in die Wikingerzeit \u00fcber einen Zeitraum von 1000 Jahren belegt. Studien zu ausgew\u00e4hlten Fundgruppen erm\u00f6glichen nun erstmals einen aktuellen Ansatz zur Neubewertung der Belegungschronologie. \u00dcber 80 Jahre nach der Entdeckung lassen sich die Ausgrabungsergebnisse und die arch\u00e4ologische Bedeutung des Fundplatzes Linkuhnen nun auf Grundlage einer breiten Materialbasis diskutieren. Linkuhnen steht neben Haithabu und Wiskiauten f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige historische Entwicklung, die \u00fcberraschende Einblicke in die Arch\u00e4ologie der kleinr\u00e4umigen und trotzdem in internationale Netzwerke eingebundenen Region im s\u00fcdlichen Ostseeraum erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">Aus der Reihe &#8222;Studien zur Siedlungsggeschichte und Arch\u00e4ologie der Ostseegebiete&#8220;, Band 16<br \/>ISBN: 3529013765<br \/>EAN: 9783529013768<br \/>Wachholtz Verlag GmbH<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph {\"align\":\"left\"} --><\/p>\n<p class=\"has-text-align-left\">59 Euro<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n","comment_info":"No Comments","acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=755"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6396,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/755\/revisions\/6396"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/756"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zbsa.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}