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Vorträge

Vorträge (öffentlich):

 

Am 16. November 2018 um 19 Uhr

Alexandra Pesch

Germanische Bildersprache und deren Zeichen und Codes in der modernen Wikingerszene

CAU Kiel, Night of the Profs

 
Am 27. November 2018 um 19 Uhr

Dr. Harald Lübke

Auf den Spuren Rudolf Virchows

Neue Forschungen zum steinzeitlichen Muschelhaufenfundplatz Riņņukalns (Rinnehügel) im Norden Lettlands

Museum für Archäologie, Schloss Gottorf
 

 

Der am Ausfluss des Flusses Salaca aus dem Burtnieksee im nordöstlichen Lettland gelegene Fundplatz Riņņukalns ist forschungsgeschichtlich von besonderer Bedeutung, da er nicht nur einer der ersten im Baltikum entdeckten steinzeitlichen Fundstellen, sondern auch der einzige bekannte binnenländische Muschelhaufenplatz im östlichen Baltikum ist, vergleichbar den bekannten „Køkkenmøddinger“-Fundstellen in Dänemark.

Die Entdeckung gelang in den 1870er dem deutsch-baltischen Grafen Carl Georg Sievers, einem der Pioniere der archäologischen Forschung Lettlands. Da Sievers bei der Bewertung dieser Fundstelle aber erheblichen Widerspruch erfahren hatte, lud er 1877 den berühmten deutschen Universalgelehrten Prof. Dr. Rudolf Virchow zu einem Besuch der Fundstelle Riņņukalns ein und überließ ihm später alle anthropologischen Funde seiner Ausgrabungen.

Der Fundplatz selbst galt nach weiteren Ausgrabungen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als vollständig ausgegraben und für weitere Forschungen als erschöpft, bis 2011 in gemeinsamer Untersuchung des Instituts für Lettische Geschichte der Universität Riga und dem ZBSA in Schleswig die Erhaltung intakter feinstratifizierter Fundschichten nachgewiesen werden konnte. Naturwissenschaftliche Untersuchungen und Analysen der Stratigraphie lieferten rasch vielversprechende Resultate.

Gleichzeitig konnten im Magazin der ehemals von R. Virchow mitbegründeten Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte die Altfunde relokalisiert werden, die C. Sievers nach Berlin gesandt und R. Virchow für seine anthropologische Sammlung überlassen hatte. Dadurch konnte auch das anthropologische Altmaterial des Fundplatzes gesichtet und durch Radiokarbondatierungen der Nachweis erbracht werden, dass sich darunter auch zwei steinzeitliche Bestattungen befanden.

Auf diesen Voruntersuchungen basierend wurde im Jahr 2016 ein Antrag auf Forschungsförderung bei der DFG eingereicht, der zum Ende des Jahres auch bewilligt wurde. 2017 und 2018 fanden gemeinsam mit den lettischen Kollegen Valdis Berzins und Ilga Zagorska neue Forschungen an diesem einzigartigen Fundplatz statt.

Der Vortrag wird ausführlich auf die Forschungsgeschichte des Fundplatzes, die Ergebnisse der Voruntersuchungen seit 2011 und auf die laufenden Arbeiten im Rahmen des neuen DFG-geförderten Forschungsvorhabens eingehen.

Die Veranstaltung ist Teil der Winter-Vortragsreihe des Museums für Archäologie. Sie steht im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums des Zentrums für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) in Schleswig.

 
 
Am 17. Dezember 2018 um 19.30 Uhr

Mara-Julia Weber

Aktuelle Forschungen zur Altsteinzeit am Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig

Archäologische Gesellschaft Schleswig-Holstein, Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein, Schleswig

 

Vorträge (nicht öffentlich, innerhalb von Tagungen):

 

n.n.

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